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Der
Theresianische Kataster von 1766
Die österreichische
Kaiserin
Maria Theresia wollte erstmals Grund und Boden sowohl der Untertanen als
auch der Grundherrschaften nach allgemeinen Richtlinien besteuert. Hierzu ließ
sie ein amtliches Verzeichnis aller Grundstücke erstellen, das heute eine
herausragende Quelle für die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 18. Jh. ist.
Der Kataster,
der am 23. Oktober 1722 - also noch zu Lebzeiten des Vaters der Kaiserin,
Karls VI.
– begonnen wurde, konnte aber erst viel später beendet werden und wurde am 12.
März 1766 eingeführt.
Im „Theresianischen
Kataster “ (Grundbuch)
von 1766 wurde das Ziel verfolgt, auch Adel und Klerus an der Steuerlast zu
beteiligen und ihren
gesamten Grundbesitz steuerlich zu erfassen Bei den
vorhergegangenen Steuererhebungen war der Adel von der Steuer befreit, der
Klerus konnte sich selbst besteuern. Im Gegensatz zu modernen Kadasterplänen
enthält der Theresianische Kadaster jedoch keine Karten zur geografischen Lage
der besteuerbarern Liegenschaften.
"... alle Eigentümer oder Verwahrer von Grundbesitz
oder irgendwelchen Liegenschaften, welche im Herzogtum Luxemburg oder in der
Grafschaft Chiny gelegen, ohne die geringste Ausnahme, Geistliche, Adelige
oder Bürgerliche, ansässig oder auswärtig, bevorrechtet oder nicht, so wie
alle geistlichen oder weltlichen Stände, Zünfte oder Gemeinden ... "
hatten eine genaue Angabe ihrer Besitztümer und Einkünfte, gleich welcher
Art, zu liefern. Mit der Durchführung der Bestandsaufnahme beauftragte sie
ihren Kanzler, Graf Philippe von Cobenzl (Circonscription
... sous Marie-Thérèse … in: PSH 1898 Bd 46, S. 1)
Les mobiles véritables du cadastre
Quant aux motivations véritables et aux bénéfices escomptés …, ce sont
les préoccupations fiscales qui restent le moteur principal.
Cobenzl s’assigne un triple but. Tout d’abord, réduire les
pseudoprivilèges des nobles pour convertir ces derniers en contribuables
classiques. En second lieu, soumettre le clergé à la règle générale, avec
suppression du privilège d’auto-imposition. Enfin, instaurer un dénombrement
individualisé des facultés de tous les contribuables.
[De Moreau, 2004, p.276]
Zwischen Mai und Oktober 1766 erhielt jeder Haushalt (Vogtei) einen Fragebogen
in deutscher und französischer Sprache zugestellt. Darauf waren Fragen über Maße
und Größe der Liegenschaften, die den Gütern anhaftenden Lasten, sowie ihre
Wertschätzung in Kapital und jährlichem Einkommen, Art der Gebäulichkeiten usw.
zu beantworten.
Die sogenannten Katastertabletten (Tablettes cadastrales) geben an :
-
Name, Stand und
Wohnung des Erklärenden.
-
Name der Stadt,
Herrschaft, Hof oder Meierei des Bezirks der Liegenschaften.Maße und Größe
der Erb- und Grundgüter, unterteilt in Bauland, Rodland, Weingärten, Gärten
und Baumgärten, Wiesen, Pesche (Gehege), Büsche und Hecken, Weiher, Weiden
und Weidegang, Heide, Moraste und andere öde, pfleglose Plätze.
-
Orte wo die
Gebäude sich befinden.
-
Verschiedene
Gerechtigkeiten (rechtliche Befugnisse verschiedener Art (z. B.
Fischereirechte), sowie Abgaben und Leistungen).
-
Den Gütern und
Gerechtigkeiten anhaftende Lasten (die Zehntpflicht forderte den zehnten
Teil der Bruttoernte oder des Bruttoertrages einer ganzen Herstellung. Der
große Zehnt wurde auf dem Getreide und dem Wein erhoben, später auch auf dem
Heu; der kleine Zehnt auf den Erzeugnissen des Gartens (auch auf Hanf,
Flachs, Nüssen) und auf dem Vieh, auch auf Bienen und Fischen).
-
Wertschätzung
der Güter und Gebäude in Luxemburger Geld, unterteilt in Wert, in Kapital
und jährliches reines Einkommen, in der Reihenfolge
Reichsthaler-Schilling-Stüber-Denar.
-
Gesamtsumme der Wertschätzungen.
Hier nun die Liste der für Mamer
aufgeführten Güter, nach
[Flener, 1960, S. 55 ff.]:
Abtei Sankt Maximin
als Grundherrschaft und an Privatbesitz:
Ackerland 104 Morgen
Rodland 34 Morgen
Gärten 2 Morgen 79 Ruten
Baumgarten 2 Morgen 72 Ruten
Brüll 12 Morgen
Wiesen 23 Morgen, zwei Fronwiesen von 1 ½ und 1 1/3 Morgen.
Wald (Juckelsbusch) 152 Morgen 280 Ruten, der Morgen zu 400 Ruten gerechnet.
Weiher: 2 Morgen 54 Ruten.
Ein großes Hofhaus mit Stall, in welchem zwei Hofleute mit ihren Familien
wohnen.
Eine Mahlmühle mit Scheune und Stall (Neumaxmühle) verpachtet für 30 Taler
jährlich.
An Landrecht jährlich Weizen 2, Korn 8 und Hafer 10 Malter.
20 Hühner, 10 Kapaune.
Von den Gemeinern, für das Recht Todholz im Juckelsbusch zu entnehmen,
jährlich 2 Taler und 5 Schilling.
Für den Kinderabkauf von 22 Vogteien jährlich 4 Schilling.
Wert des Landes: 76 Taler, 6 Schilling, 2 Stüber, 6 Liards;
Wert der Gärten: 150 Taler;
Wert der Wiesen: 2893 Taler;
Wert des Juckelsbusch: 3750 Taler;
Wert der Weiher: 34 Taler;
Landrecht: 910 Taler, 5 Schilling, 5 Stüber;
Wert der Gebäude: 750 Taler;
Landrecht: 446 Taler, 3 Schilling, 3 Stüber;
id.: 57 Taler, 4 Schilling, 4 Stüber;
Wert der Hühner: 72 Taler, 7 Schilling, 6 Stüber;
Kinderabkauf: 66 Taler, 7 Schilling, 5 Stüber.
Jährliche Ausgaben: 279 Taler, 7 Schilling und 20 Stüber.
Freiherr Mohr de Waldt, Hochgerichtsherr
Einkünfte:
Weizen 7 Malter, 3 Sester
Korn 3 Malter, 5 Sester
Hafer 15 Malter
Hühner 54
Kapaune 7.
An Geld 28 Taler, 5 Schilling.
Vom Bannofen 11 Schilling, 3 Stüber.
Von der Ackermast im Juckelsbusch 4 Liards pro Schwein. Da aber nur alle 12
Jahre volle Ackermast ist, können für diesen Zeitraum etwa 1008 Schweine
gerechnet werden.
Von 50 Untertanen Abkauf der Kinder, macht jährlich 4 Taler.
Ausgaben:
Besoldung des Hochgerichtsmeiers, 4 Taler.
Dem Schöffengericht 3 Malter Hafer.
Dem Boten 5 Sester Hafer, 4 Schilling.
Der Gesamtwert der Einkünfte nach Abzug der Kosten wird auf 1640 Taler, 7
Schilling, 6 Stüber und 6 Liards geschätzt, oder jährlicher Ertrag 65 Taler,
4 Schilling, 6 Stüber.
Die von den Untertanen zu leistenden Frondienste werden weder von St.
Maximin, noch von Mohr de Waldt, noch von der Abtei Münster in Anschlag
gebracht.
Wilzermühle
Eigentümer Theodor François de Custine, Graf von Wiltz und Louppy, Baron d'
Aufflance und Meysenburg.
Die Mühle ist verpachtet an den Müller Nicolas Hoffmann und an Johann
Hilbert.
Pachtertrag jährlich 35 Sester Weizen und 25 Sester Hafer.
Geldrente (Schaffgeld) 11 Taler.
Ferner jährlich 11 Kapaune und 21 Hühner.
Der Meier erhält für Lohn 4 Sester Weizen und 3 Hühner.
Kapitalwert 798 Taler, 3 Schilling, 3 Stüber, 6 Liards.
Jährlicher Reinertrag geschätzt auf 30 Taler, 4 Schilling, 6 Stüber, 5
Liards.
Neumühle
Gehört dem Jesuitenorden.
Die Mühle wurde 1763 durch den Orden neu aufgebaut und führt jetzt statt des
früheren Namens Stromühle den Namen Neumühle. Der Wiederaufbau
kostete 1174 Taler.
Dazu gehören Scheune und Stall, 2 ½ Morgen Land, 3/4 Morgen Garten, 4 Morgen
112 Ruten Wiesen, Weiher 1 1/4 Morgen, Heide und Moräste 3/4 Morgen.
Dieselbe ist verpachtet an Theodor Anen für jährlich: 6 1/2 Malter
Mischelfrucht, 4 Malter Weizen, 3 Malter und 3 Sester Korn, 4 Sester Hafer,
1 Schwein, oder 6 Taler.
13 Taler in Geld.
Kapitalwert: 2091 Taler, 7 Schilling, 5 Liards.
Gaschtmühle
Gehört der Dame Marie Marguerite de Martial, Witwe des Herrn Jean Georges
François de Ballonfeaux von Schloß Schrassig.
Mühle mit Stall und Scheune, 5 Morgen Ackerland, 1/2 Morgen Garten, ½ Morgen
Wiese.
Verpachtet an Printz Claude für jährlich 10 Malter Korn, 3 Malter Weizen und
6 Taler Geld.
Kapitalwert: :1136 Taler, 4 Schilling, 6 Stüber.
Abtei Münster
Ein Haus mit Scheune und Stall, bewohnt vom Pächter.
40 Morgen Land für Weizen
10 Morgen für Mischelfrucht (gemischtes Korn unterschiedlicher Qualität)
1/2 Morgen 10 Ruten Garten
13 Morgen Wiesen
1 Morgen Wald
1 Morgen Weiher.
Kapitalwert: 1174 Taler.
Jährlicher Reinertrag: 26 Taler, 7 Schilling.
Priesterseminar der Jesuiten
Ein Hof zu Mamer, genannt Pellenvogtei: 16 Morgen Ackerland, 19 Morgen
Rodland, 3/4 Morgen Garten, 12 1/2 Morgen Wiesen, Haus mit Küche, Stube und
3 Zimmern, Scheune und Stall.
Verpachtet an Michel Eischen für jährlich 1 Malter Weizen, 4 Malter Korn, 1
1/2 Malter Hafer, 3 Sester Erbsen, 2 Maß Butter und 3 Taler Geld.
Kapitalwert: 695 Taler, 4 Schilling, 2 Stüber.
Pellenvogtei
gehört dem Priesterseminar der Jesuiten, verpachtet an Michel Eischen.
Ackerland 16 Morgen
Rodland 19 Morgen
Garten 3/4 Morgen
Wiesen 12 1/2 Morgen.
Haus mit Scheune, Stall, Küche, Stube und 3 Zimmer.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Kapitalwert 783 Taler.
Ausgaben:
an Mohr de Waldt 21/2 Sester Weizen, 5 Sester Hafer, 3 Hühner.
Fronen und Abkauf der Kinder 9 Schilling.
An Königsspeicher 5 Sester Hafer (von dem an die Jesuiten zu entrichtenden
Pachtzins erwähnt Eischen nichts).
Kloster Marienthal
Ein Weiher, groß 1 Morgen, 128 Ruten.
Wert: 26 Taler, 2 Schilling.


[Van Werveke, 1885, 2e volume, Nr. 575, S. 291]
Dominikanerkloster
Ein Weiher, groß 2 Morgen 94 Ruten.
Kapitalwert: 38 Taler, 6 Stüber.
Baronne de Tornaco
Für den Wasserlauf der Neumühle 30 Sester Korn.
Für den Wasserlauf der Gaschtmühle jährlich 2 Kapaune.
Pfarrkirche von Mamer
Ackerland 1 1/4 Morgen
Rodland 4 Morgen 70 Ruten
Wiesen 3 Morgen 29 Ruten
Weiher 1 1/2 Morgen.
Die Pfarrkirche erhält jährlich 5 Pinten Öl für die ewige Lampe, sowie den
halben Bienenfund.
Erbliche Geldrenten: 7 Schilling.
Kapitalwert: 295 Taler, 1 Schilling.
Gemeinde Mamer
Rodland 32 Morgen
Wiesen 3 1/4 Morgen
Busch 114 Morgen 66 Ruten
Heide und Moraste 5 Morgen 33 Ruten.
Gebäude.
Das Pfarrhaus für 2/3;
Kaplanshaus;
2 Hirtenhäuser;
1 steinerne Brücke;
4 öffentliche Brunnen;
Kirche, Turm und Sakristei.
Kapitalwert: 7205 Taler.
Weidegang für 300 Stück Rindvieh, 100 Pferde, es sind jetzt aber 330 Stück
Rindvieh und 107 Pferde. 360 Schweine und 30 Geißen.
Stêmes, Gretengasse
Inhaber Paul Plüger.
Ackerland 28 Morgen
Rodland 4 Morgen
Heck 1 Morgen.
Ein Haus mit Stall und Scheune.
Gemeinderechte:
Weidegang
Gemeindeholz.
Recht auf Todholz im Juckelsbusch. "Möchte aber ein gutes Buchenholz haben."
Plüger ist maximinischer Schöffe.
Ausgaben: Renten 6 Schilling in Geld, 3 Sester Weizen, 1 Sester Märzhafer an
Hochgerichtsmeier, 5 Sester Rauchhafer an Königsspeicher in Luxemburg.
Wegen Abkauf der Kinder an Hochgerichtsherrn 9 Stüber, 10 Liards.
An St. Maximin 3 Stüber.
Reiner Kapitalwert: 692 Taler, 6 Schilling, 6 Stüber.
Webesch
Inhaber Karl Weber (gegenüber Neppesch).
Ackerland 54 Morgen
Rodland 6 Morgen
Garten 38 Ruten
Wiesen 4 1/2 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte.
Kapitalwert: 798 Taler.
Ausgaben:
An Mohr de Waldt 4 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 8 Schilling.
An St. Maximin 3 Kapaune und 2 Stüber.
Muß 1 Tag in den Fronwiesen von St. Maximin mähen.
Wohnesch, bei Schmitz
am Niederweg, Inhaber Haupert Peter.
Ackerland 28 Morgen.
Ein Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Ein anderes Haus verpachtet.
Gemeinerrechte, Holzrecht im Juckelsbusch.
Kapitalwert: 818 Taler.
Ausgaben:
An Hochgerichtsherrn Mohr de Waldt und verschiedene andere Herren 4 Sester
Weizen, 5 Sester Hafer, 7 Schilling, 6 Stüber und 6 Liards Geld; 3 Hühner.
Auf den Königsspeicher in Luxemburg 5 Sester Rauchhafer (Haferabgabe vom eigenen
Hausstand).
Zirbesvogtei
(1960 Letsch-Olinger bei der Kirche).
Inhaber Nicolas Peckes.
Ackerland 15 Morgen
Rodland 1 1/2 Morgen,
4 Morgen Wiesen
Garten 1/2 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte.
Hat Recht auf 5 bis 6 Korden Brennholz aus dem Gemeindewalde, auch auf
Bauholz "in höchster Not" (beim Abbrennen des Hauses).
Holzrecht im Juckelsbusch.
Ausgaben:
8 Schilling, 2 Sester Weizen, 4 Sester Hafer, 2 Kapaune an Mohr de Waldt.
An St. Maximin 27 Stüber für Kinderabkauf.
Für Bannofen an Mohr de Waldt 7 Liards.
Für Grundrecht an St. Maximin 5 Stüber.
Loenertz
Inhaber Bernard Hoff.
Ackerland 25 Morgen
Rodland 6 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Wiesen 9 3/4 Morgen
Pesch 3/4 Morgen
Wald 1/2 Morgen.
Ein Pflügerhaus mit Stall und Scheune.
Ein Brauhaus.
Gemeinerrechte.
Lasten:
An Schloß Bartringen 7 Schilling.
An Mersch 3 Stübe.
An St. Maximin 1 Kapaun.
Unterhalt des Brauhauses jährlich: 8 Schilling.
Kapitalwert: 1133 Taler.
Kempen
(1954 von der Gemeinde angekauft und abgerissen, beim Pfarrhaus gelegen).
Inhaber Schröder Nicolas, Gatte von Maria Kemp.
Ackerland 33 1/2 Morgen
Rodland 2 1/2 Morgen
Garten 60 Ruten
Wiesen 11 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte, Holzrecht im Juckelsbusch.
Abgaben:
Zehnten und Landrecht
Bannofen an Mersch 4 Sester Weizen, 1 Sester Hafer, 4 Schilling, noch 1
Schilling und 1 Sester Hafer, an Domäne 5 Sester Hafer.
Muß zu Mersch beim Schlosse fronen.
Abkauf der Kinder bei Mohr de Waldt.
Kapitalwert: 733 Taler.
Kauschvogtei
Inhaber Johann Bach.
Ackerland 6 Morgen
Rodland 3 Morgen
Garten 1/4 Morgen
Wiesen 2 Morgen.
Kauschvogtei mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte, Holzrecht im [uckelsbusch.
Lasten: Zehnten und Landrecht, muß einen Weg durch seinen Garten gestatten.
Renten an Mersch 2 1/2 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 3 Hühner, 8 Schilling,
Bannofen.
Fron beim Schlosse zu Mersch.
Kapitalwert: 1/2 Morgen 227 Taler.
Kefesch
Gretengasse.
Inhaber Küfer Nicolas.
Ackerland 9 Morgen
Rodland 1/2 Morgen
Garten 1/4 Morgen
Wiesen 3 1/2 Morgen.
Taglöhnerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Lasten: Zehnten, Bannofen.
Renten an St. Maximin: 31 Stüber, 3 Hühner.
Muß einen Tag fronen in maximinischen Fronwiesen. Dafür bekommt er jährlich
1/2 Pfund Speck, 1/2 Pfund Käs und 2 Pfund Brot.
Abkauf der Kinder bei St. Maximin.
Kapitalwert: 109 Taler.
Crausen
am Stréfenbierg.
Inhaber Paul Crausen.
Ackerland 2 Morgen
Rodland 7 Morgen
Garten 3/4 Morgen
Wiesen 8 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Ausgaben:
An Mersch 2 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 7 Schilling.
Muß fronen beim Schlosse zu Mersch.
Zehnten.
1 Schoppen Öl an Pfarrkirche zu Mamer.
Kapitalwert: 524 Taler.
Schmitz Theodor
Ackerland 42 Morgen
Rodland 10 Morgen
Garten 1 Morgen
Wiesen 11 Morgen
Wald 60 Ruten.
1 Ackerhaus mit Scheune und Stall, ein anderes verfallenes Haus (Houscht).
Gemeiner- und Holzrechte im Juckelsbusch.
Lasten:
Zehnten
Renten an Hochgericht (Mersch) 3 Sester Weizen, 8 Stüber.
Muß fronen beim Schlosse zu Mersch.
Abkauf der Kinder Mohr de Waldt.
Kapital: 1272 Taler.
Diese Vogtei scheint das später "Jans am Haff" genannte Anwesen zu sein,
heute (1960) Rolladenfabrik Breden.
Meisch Heinrich
Schuster.
Haus mit 3 Zimmern, kleiner Garten, Stall.
Gemeinerrechte.
Je
1 Huhn an Mohr de Waldt und an St. Maximin.
Abkauf der Kinder bei St. Maximin.
Kapitalwert: 52 Taler.
Reichling Peter
Land 35 Morgen
Garten 1 Morgen auf drei Plätzen
Wiesen 11 1/2 Morgen
Pesch 1/2 Morgen.
Pflügerhaus mit Scheune und Stall.
Lasten:
Zehnten Renten an Mersch: 3 1/2 Sester Weizen, 2 Sester Hafer, 2 Hühner.
Fron bei Schloß zu Mersch.
Wegen einer verfallenen Vogtei muß er für die Abtei Münster Wein von der
Mosel herbeifahren.
Kinderabkauf bei Mohr de Waldt.
Kapitalwert: 1248 Taler.
Gehlen Theodor
Leineweber.
Land 2 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Taglöhnerhaus mit 3 Gemächern und Stall.
Gemeinerrechte. An Mersch jährlich 3 Hühner.
Kapitalwert: 118 Taler.
Pleckeschvogtei
Inhaber Reuter Johann.
Ackerland 15 3/4 Morgen
Garten 100 Ruten
Wiesen 5 Morgen.
Haus mit Scheune und Stall.
Erhält als Gemeiner 5 bis 6 Korden Brennholz im Gemeindewald.
Holzrecht im Juckelsbusch.
Besitzt Pfänder von den Vogteien Kremesch, Engel und Theisen.
Kapitalwert: 508 Taler.
Ausgaben:
Schaffgeld an Mohr de Waldt: 9 Schilling, 1 1/2 Sester Weizen, 1 1/2 Sester
Hafer, 1 Huhn, 1 Sester Märzhafer.
An Königsspeicher 4 Sester Hafer.
Für Bannofen, Weiher 7 Liards.
Fronen und Abkauf der Kinder zu Mersch.
Klein Johann
Ackerland 11 Morgen
Rodland 3 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Wiesen 2 Morgen.
Pflügerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Kapital: 102 Taler.
Ausgaben:
Landrecht, Bannofen und Schaffzins an Mohr de Waldt. 4 Sester Weizen, 3
Sester Hafer, 3 Hühner, 8 Schilling
An St. Maximin, 4 Schilling, 3 Hühner
Für Abkauf der Kinder 9 Stüber.
Gengler Peter
Ackerland 39 1/2 Morgen
Rodland 2 Morgen
Garten 1 1/4 Morgen
Wiesen 10 + 3 Morgen
Pesch 3/4 Morgen.
Pflügerhaus mit Stall und Scheune.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Kapital: 1153 Taler.
Ausgaben:
An Mohr de Waldt 21 Schilling, 7 Sester Weizen, 13 Sester Hafer, 4 Hühner
Für Landrecht und Bannofen 7 Liards.
Abkauf der Kinder und fronen zu Mersch.
Neppesch
Inhaber Nepper Peter.
Ackerland 36 Morgen
Rodland 8 Morgen
Garten 80 Ruten
Wiesen 11 1/4 Morgen.
Pflügerhaus mit Scheune und Stall.
Kapital 981 Taler.
Schaffzins an Mohr de Waldt 9 1/2 Sester Weizen, 2 Sester Hafer und 15
Schillinge.
Fischbach Michel
Land 1/2 Morgen
Garten 8 Ruten
8 Ruten Wiesen.
Holzrecht als Gemeiner.
Ein Taglöhnerhaus mit ganz kleinem Ställchen.
Kapitalwert: 8 Taler.
An St. Maximin 1 Kapaun und Abkauf der Kinder.
Mellerjans
Inhaber Huberty Johann.
Ackerland 39 Morgen, 36 Ruten
Rodland 9 Morgen
Garten 3/4 Morgen
Wiesen 9 1/2 Morgen.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Ackerhaus mit Stall und Scheune.
Kapitalwert: 1391 Taler.
Renten an Mersch 4 Sester Weizen, 1 Sester Hafer, 10 Schilling.
Fronen und Kinderabkauf zu Mersch.
Mertz
(1960 Kues Stoffel Guill), auf dem Kneppchen.
Inhaber Etienne Mertz, Hochgerichtsmeier.
Ackerland 20 Morgen
Rodland 1 1/4 Morgen
Garten 2/4 Morgen
Wiesen 9 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Ausgaben:
An Mersch 2 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 4 Schilling, 3 Hühner.
Muß fronen zu Mersch und ebenda Kinderabkauf.
Kapitalwert: 1095 Taler.
Lechesch
Inhaber Christophory Christoph.
Ackerland 10 1/2 Morgen
Rodland 1/2 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Wiesen 2 1/2 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall, ein Haus verlohnt an Peter Freymann für 3
Taler.
Renten an Mersch: 1 Sester Weizen, 10 Stüber
Anl St. Maximin: 3 Hühner und 3 Stüber.
Muß in den Fronwiesen von St. Maximin fronweise Heu machen; habe dafür von
St. Maximin zu fordern 1/2 Pfund Speck, 1/2 Pfund Käs und 2 Pfund Brod.
Abkauf der Kinder bei St. Maximin.
Kapitalwert: 377 Taler.
Henteshaus
Nilles Johann von Rallingen besitzt zu Mamer ein Taglöhnerhaus, genannt
Henteshaus, das für 9 Taler vermietet ist.
Dazu gehören
5 Morgen Land
1/4 Morgen Wiese
53 Ruten Garten.
Das Haus muß alle 20 Jahre neu gedeckt werden, wozu 800 Schäff Stroh
erforderlich sind. Außerdem für 9 Schilling jährliche Reparaturen.
Zehnten wird an Schloß Bartringen bezahlt.
Kapitalwert: 83 Taler.
Broch Peter
von Heischling hat zu Mamer ein Hofhaus mit Scheune und Stall und Land
verpachtet an Jakob Heber (s. Heber) für jährlich 3 Malter Weizen, 2 Malter
Hafer und 8 Taler Geld.
4 Morgen Land sind zehntfrei.
Holzrecht im Juckelsbusch. Wert 6 Schilling.
Kapital: 822 Taler.
Ausgaben:
Schaffzins 2 1/2 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 1 Sester Hafer.
An Mohr de Waldt, 11 Schilling Geld, 3 Hühner.
5 Sester Hafer auf den Königsspeicher.
Muß fronen beim Schloß zu Mersch.
Schmatts bei Pellen
Inhaber Peschong Johann.
Ackerland 25 Morgen
Rodland 7 1/2 Morgen
72 Ruten Garten auf 5 Plätzen
6 Morgen Wiesen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte.
Holzrecht im Juckelsbusch. Wert 14 Schilling.
Kapitalwert: 597 Taler.
Ausgaben:
Landrecht, Schaff- und Zinsrenten 2 1/2 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 7
Schilling, 4 Hühner, 1. Sester Hafer an Mohr de Waldt.
Auf den Königsspeicher 4 Sester Hafer.
Abkauf der Kinder bei Mohr de Waldt.
Muß fronen beim Schlosse zu Mersch.
Stréfen
Inhaber Thorn Remaclus.
Ackerland 24 Morgen
Rodland 10 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Wiesen 4 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holzrechte im Juckelsbusch.
Kapitalwert: 531 Taler.
Ausgaben:
Schaff- und Zinsrenten 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 3 Hühner und 10
Schilling an Mohr de Waldt.
1 Kapaun an St. Maximin.
Muß einen Tag für St. Maximin fronen. Dafür habe ich zu gut 1/2 Pfund Speck
und ein Brod von 2 Pfund.
An St. Maximin für Kinderabkauf 7 Stüber.
Schujosten
Inhaber Melchior Nicolas.
Ackerland 26 Morgen
Rodland 2 Morgen
Obst- und Gemüsegarten 3/4 Morgen
9 Morgen Wiesen.
Ackerhaus mit Stall und Scheune.
Kapitalwert: 957 Taler.
Ausgaben:
An Mohr de Waldt, 5 Schilling, 1 Sester Weizen, 1. Sester Hafer, 1. Huhn.
Landrecht, Weiher und Bannofen 7 Liards.
Abkauf der Kinder bei St. Maximin 1. Stüber.
Schmitz am Niederweg
Inhaber Haas Peter.
54 Morgen Ackerland
1/4 Morgen Rodland
3/4 Morgen Obst- und Gemüsegarten
17 Morgen Wiesen
2 1/2 Morgen Wald.
Ein Pflügerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Kapitalwert: 1389 Taler.
Ausgaben:
Schaffzins 7 Sester Weizen, 1 Malter Hafer, 6 Schilling, 3 Hühner, für
Landrecht, Weiher und Bannofen an Mohr de Waldt 7 Liards.
Muß fronen beim Schlosse zu Mersch.
Abkauf der Kinder bei Mohr de Waldt.
Für Holzrecht im Juckelsbusch an St. Maximin 6 Stüber.
Deisch Johann
Faßbinder.
Ein Haus mit Küche und Stube und Stall.
7 Ruten Garten.
Gemeinerrechte.
Recht auf Holz und Ackermast im Juckelsbusch und am Gemeindeweidegang.
Kapitalwert: 1. Taler.
Ausgaben:
3 Hühner an Mohr de Waldt, für Bannofen 7 Liards.
Muß zu Mersch im Schloß helfen die Gefangenen bewachen.
Nieles
(1960 Henriette Christophory Kneppchen).
Inhaberin Witwe Anna Nieles.
Ackerland 20 Morgen
Rodland 1 Morgen
Garten 3/4 Morgen
Wiesen 7 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Kapital: 612 Taler.
Ausgaben:
Schaffzins 2 Malter Weizen, 1 Malter Hafer, 4 Stüber Geld, noch ein halbes
Malter Weizen und 7 Liards an die Abtei Münster.
Muß fronen für die Abtei Münster und aus derem Remicher Brüll Heu ins
Kloster fahren, sowie Wein von Grevenmacher.
Zwuelen
Inhaber Wagner Heinrich, maximinischer Grundmeier.
Ackerland 47 Morgen
Rodland 25 Morgen
Garten 113 Ruten
Wiesen 14 1/2 Morgen
Pesch 1 Morgen 22 Ruten.
Mit Clemes halbscheidlich 3 Morgen Weiher und ein Wiesenplatz in Eveleck von
58 Ruten.
Ein Pflügerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Kapitalwert: 1393 Taler.
Ausgaben:
An Mohr de Waldt 7 1/2 Sester Weizen, 8 Sester Hafer, an Geld 2 Taler, 5
Schilling und 5 Stüber, 4 Hühner.
An Königsspeicher 5 Sester Rauchhafer.
1 Pint Öl in die Pfarrkirche.
Muß fronen beim Schlosse zu Mersch.
Für Kinderabkauf an St. Maximin 4 Stüber, an den Hochgerichtsherrn (Mohr de
Waldt) 10 Stüber.
Clemes
Inhaber Freymann Philipp.
Ackerland 47 Morgen
Rodland 25 Morgen
Garten 1 Morgen 33 Ruten
Wiesen 14 1/2 Morgen
3 Weiher halbscheidlich mit seinem Nachbarn aus der Zwuelenvogtei.
Ein Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte, Holzrechte im Juckelsbusch.
Kapitalwert 1594 Taler.
Ausgaben:
Gibt Zehnt und Landrecht.
An Mohr de Waldt 7 1/2 Sester Weizen, 8 Sester Hafer, an Geld 2 Taler, 5
Schilling, 4 Hühner.
An Königsspeicher 5 Sester Domänenhafer.
Fron beim Schlosse zu Mersch.
Für Kinderabkauf an Mohr de Waldt 9 Stüber.
Thommes
Inhaber Kremer Johann.
Ackerland 38 Morgen, davon 5 Morgen Grundrecht
Rodland 10 Morgen
Obst- und Gemüsegarten 1 Morgen 40 Ruten
Wiesen 10 1/2 Morgen
Weiher 1 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall, sowie einen Stall für die Pferde der
Passanten.
Holzrecht im Gemeindewald und im Juckelsbusch.
Kapitalwert: 1666 Taler, 5 Schilling.
Ausgaben:
An den Hochgerichtsherrn Mohr de Waldt Schaff- und Zinsrenten Hafer 3
Sester, Weizen 4 1/2 Sester, 12 Schilling, 25 Stüber, 3 Hühner.
Noch 2 Sester Weizen und 2 Schilling an Mohr de Waldt von der Lehnvogtei und
an St. Maximin 3 Stüber.
Für Kinderabkauf an St. Maximin 10 Stüber.
Wies am Eck
(1960 Gaston Wilhelm).
Inhaber Wies Jakob.
Ackerland 24 Morgen
Rodland 15 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Wiesen 13 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte, Holzrechte im Juckelsbusch.
Kapitalwert: 1058 Taler.
Ausgaben:
An Jesuiten 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 13 Schilling.
An Schloß Bartringen 2 Malter Hafer.
Landrecht und Kinderabkauf an Mohr de Waldt.
Muß fronen beim Schlosse zu Mersch.
Heber Jakob
Ackerland 19 Morgen
Rodland 3 Morgen
Garten 1/4 Morgen
Wiesen 4 1/2 Morgen
Pesch 1/2 Morgen.
Ein Pflügerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holznutzung.
Kapitalwert: 441 Taler.
Ausgaben:
Zins- und Schaffrenten an Mohr de Waldt 2 Sester Weizen, 6 Schilling und 32
Stüber.
7 Rubel für Bannofen.
Weilshaus
(Kättches, das Haus lag am Westausgang der Huerengässel, hinter Noppesch).
Inhaber Kremer Peter, Maximinische Vogtei.
Ackerland 6 Morgen
Garten 32 Ruten.
Ein Taglöhnerhaus mit Scheune und Stall.
Kapitalwert: 171 Taler.
Ausgaben:
An Mohr de Waldt 2 Sester Weizen, 5 Schilling.
Bannofen 7 Liards.
Kinderabkauf bei Mohr de Waldt.
Theisenvogtei
(heute verschwunden, lag auf der unteren Mees am Osteingang der
Gretengasse).
Inhaber Theisen Johann.
Ackerland 7 Morgen
Rodland 1/2 Morgen
Garten 1/4 Morgen 8 Ruten
Wald 1/4 Morgen
Wiesen 6 Morgen.
Haus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte.
Holzrecht im Gemeindewald und Juckelsbusch.
Ackermast im Juckelsbusch.
Kapitalwert: 605 Taler.
Grosch Jakob
Ackerland 40 Morgen
Rodland 6 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Wiesen 20 Morgen.
Haus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
Lasten:
Zehnten und Landrecht
Renten an Mersch: 4 Sester Weizen, 5 Sester Hafer, 3 Hühner
9 Schilling an St, Maximin, 1 Sester Weizen, 2 1/2 Schilling 7 Liards.
An Königsspeicher 5 Sester Hafer.
Kapitalwert: 1162 Taler.
Tunnen
Anton Olinger, Steinhauer.
Ein Garten von 3 Ruten.
Ein Haus mit 3 Zimmer und ein Ställchen.
Gemeinerrechte und Holzrecht im Juckelsbusch.
An St. Maximin jährlich 1 Huhn, für Abkauf der Kinder 5 Schilling.
Kapitalwert: 2 Taler.
Anen Theodor
Pächter der Neumühle (1960 Hamilius).
Land 4 Morgen
Garten 1/3 Morgen
Pesch 3 Morgen.
Ein Wohnhaus mit Scheune und Stall und Getreidemühle.
Zehnt an Mohr de Waldt und Jesuiten.
An Schloß Sterpenich für Wasserlauf jährlich 15 Schilling und 1 Kapaun.
Unterhalt der Mühle 5 Taler.
Kapitalwert: 68 Taler.
Gélenvogtei
Inhaber Hoffelt Johann
Land 8 Morgen
Garten 1 1/4 Morgen
Wiesen 7 Morgen.
Haus mit Stall.
Gemeinerrechte.
Renten an Mersch: 4 Schilling, 2 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 3 Hühner.
Zehnten und Landecht
Muß fronen zu Mersch.
Abkauf der Kinder bei St, Maximin.
Kapitalwert: 134 Taler.
Weber Catherine
Ackerland 23 Morgen
Rodland 4 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Wiesen 5 1/4 Morgen.
Ein Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte.
Renten an St. Maximin 2 Sester Weizen, 7 1/2 Schilling.
Abkauf der Kinder 2 Stüber, 1 Kapaun.
In die Kirche 2 Schilling.
Kapitalwert: 563 Taler.
Goedesch
Inhaber Goedert Martin.
Ackerland 13 Morgen
Rodland 1 Morgen
Garten 1 Morgen
Wiesen 5 Morgen.
Ein Ackerhaus mit Scheune und Stall
Noch 1 Haus vermietet für 6 Taler.
Lasten:
Muß fronen gegen Kost bei St. Maximin
Renten an St. Maximin 4 Schilling, 3 Hühner.
Zehnten und Bannofen.
Für vermietetes Haus an Mersch 1 Huhn.
Abkauf der Kinder bei St. Maximin.
Kapitalwert: 469 Taler.
Fonken
(1960 Welsch) Kneppchen.
Inhaber Michel Theisen, dem Kloster unserer lieben Frauen unterworfen
(Münsterabtei).
Ackerland 30 Morgen
Rodland 1 Morgen
Garten 1/4 Morgen
Wiesen 5 1/2 Morgen
Pesch 1/4 Morgen.
Ein Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte.
Muß im Frondienst Wein von der Mosel zum Kloster fahren.
Kapitalwert: 858 Taler.
Goedert Anne
besitzt aus der Erbschaft ihrer Mutter aus der Berensvogtei: 1 Stückland aus
der Neumayeschvogtei, 1 aus der Kremeschvogtei und 1 aus der Biweschvogtei.
Ewerts
Inhaberin Müller Catherine, Witwe von Heinrich Ewert.
Ackerland 20 Morgen
Rodland 10 Morgen
Garten 3/4 Morgen
Wiesen 7 3/4 Morgen.
Ein Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Ein anderes Haus vermietet für 6 Taler.
Gemeinerrechte.
Lasten:
Bannofen.
Zehnt.
An Mersch: 10 Schilling, 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer.
Abkauf der Kinder.
Muß fronen beim Schlosse zu Mersch.
5 Sester auf Königsspeieher.
Kapitalwert: 737 Taler.
Biwesch
Inhaber Nicolas Biwer, alias Schweitzer.
Ackerland 6 Morgen
Rodland 5 Morgen
Garten 3/4 Morgen
Wiesen 5 1/2 Morgen.
Ein Ackerhaus. das vor einigen Jahren verbrannte und wegen Unvermögen noch
nicht aufgebaut werden konnte. Auch Scheune und Stall liegen wüst.
Kapitalwert: 131 Taler.
Seemellesch (Jängels]
Inhaber Christoph Liesch.
Ackerland 46 Morgen
Rodland 16 Morgen
Garten 1 1/4 Morgen
Wiesen 14 Morgen.
Ein Ackerhaus mit Scheune und Stall, sowie eine verfallene Sägemühle.
Declarant hat die ihm gehörende Pellenvogtei für 12 Jahre an Michel Eischen
verpachtet.
Engelvogtei
(1960 Schimberg) am Temmerbierg.
Inhaber Biwer Johann.
Ackerland 23 Morgen
Rodland 15 Morgen
Garten 1/2 Morgen
Wiesen 7 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte.
Lasten:
Landrecht und Zehnten.
Renten an Mersch: 3 Sester Weizen, 4 Sester Hafer.
5 Sester Rauchhafer an Domäne.
Fron zu Mersch beim Schlosse.
Kapitalwert: 429 Taler.
Bornongs
(1960 Schumann René)
Inhaber Bornong Peter.
Ackerland 24 Morgen
Rodland 4 Morgen
Wiesen 11 3/4 Morgen
Pesch 1/4 Morgen
Garten 1 1/4 Morgen
Wald 106 Ruten.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte, Holzrecht im Juckelsbusch.
Lasten: Zehnten und Landrecht.
Schaffgeld an Mersch: 4 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 9 Schilling, 2 Sester
Märzhafer.
5 Sester Rauchhafer an Domäne.
Front beim Schlosse zu Mersch.
Kapitalwert: 1065 Taler.
Dickenvogtei
Inhaber Engel Mathias, Untertan dem Herrn Abt Unserer Lieben Frau
(Münsterabtei).
Ackerland 35 Morgen
Rodland 2 Morgen
Garten 2 Morgen
Wiesen 14 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall, ist gelegen in der Obergaß, zwischen
Hentes, Mertz und Nieles.
Muß fronen für das Kloster Unserer Lieben Frau.
Kapitalwert: 981: Taler.
Berensvogtei
(1960 Alex Pyzawjewski) am Temmerbierg.
Inhaber Neidges Johann, maximinischer Schöffe.
Ackerland 45 Morgen
Rodland 8 Morgen
Garten 3/4 Morgen
Wiesen 13 1/2 Morgen.
Ackerhaus mit Scheune und Stall.
Gemeinerrechte.
Lasten:
Zehnten und Landrecht.
Renten an Mersch: 8 Schilling, 2 Sester Weizen, 2 Sester Hafer.
Front beim Schlosse zu Mersch.
5 Sester Rauchhafer an Domäne.
Abkauf der Kinder bei St. Maximin.
Kapitalwert 1358 Taler.
Schaber Willibrord
Wachtjohannsvogtei.
Ein Taglöhner.
1/4 Morgen Garten
8 Ruten Wiesen.
Fron im Maximinerbrühl gegen Kost.
Bannofen 7 Liards.
3 Kapaune an St. Maximin.
Kapitalwert: 6 Taler.
Hoffmann Nicolas
Müller auf Wilzermühle.
Ackerland 12 1/2 Morgen
Rodland 2 Morgen
Garten 40 Ruten
Wiesen 2 1/2 Morgen.
Haus mit Stall halbscheidlich bewohnt von Johann Hilbert.
Renten: 5 Stüber, 1 Sester Weizen, 1 Sester Hafer.
1 Stüber, 12 Sester Hafer an Hochgerichtsmeier.
An St, Maximin 15 Stüber, 1 1/2 Huhn.
Kapitalwert: 308 Taler.
Hilbert Johann
bewohnt die Hälfte der Wilzermühle.
Ackerland 11 3/4 Morgen
Rodland 7 Morgen
1/2 Morgen Garten
3 Morgen Wiesen.
Front bei St. Maximin gegen Kost.
An Grafen von Wiltz.
Attemervogtei
Inhaber Franz Faber.
Ein Taglöhnerhaus mit Ställchen.
1/3 Morgen Garten
1/2 Morgen Wiese.
Muß fronen beim Schlosse zu Mersch.
Kinderabkauf bei St. Maximin.
Kapitalwert: 8 Taler.
Das in den Katastertabletten enthaltene Zahlenmaterial erlaubt natürlich
mancherlei Rückschlüsse über das Leben und das Umfeld der Bewohner von Mamer in
der Mitte des 18. Jh.
So lässt sich anhand der Erklärungen feststellen, dass es 1766 51 Haushalte
gegeben hat, die 4 Mühlen mit eingeschlossen. Seit dem
Feuerstättenverzeichnis von 1656
hat sich die Zahl der Haushalte nach dem 30jährigen Krieg verdreifacht.

Obschon die Mehrzahl der Einwohner Bauern waren, sind auch noch einige andere
Berufe bezeugt:
4 Müller
1 Sägemüller
1 Schuster
1 Fassbinder
1 Steinhauer
1 Bierbrauer
1 Leinweber
7 Tagelöhner.
An Gebäulichkeiten werden erwähnt:
26 Ackerhäuser
8 Pflügerhäuser
7 Tagelöhnerhäuser
14 Häuser(ohne nähere Bezeichnung)
1 Hofhaus
1 Brauhaus
1 Kirche
1
Pfarrhaus
1 Kaplanshaus
2 Hirtenhäuser
4 Mahlmühlen
1 Sägemühle
45 Scheunen
51 Ställe
1 steinerne Brücke.
Das Land ist folgendermaßen aufgeteilt:
Ackerland: 63,75% (1 159 Morgen)
Wiesen: 19,69% (358 Morgen)
Rodland: 13,93% (253 Morgen)
Gärten und Baumgärten: 1,65% (30 Morgen)
Pesche: 0,39% (7 Morgen)
Weiher: 0,29% (5 Morgen)
Wald: 0,20% (4 Morgen)
Büsche & Hecken: 0,06% (1 Morgen)
Heide & Moraste: 0,04% (1 Morgen).

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