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DIE SCHENKUNGSURKUNDE VOM 8. APRIL 960

Lateinischer Text nach [Wampach, 1935, Band 1, Nr. 168, SS. 216-220 und Tafel I]
http://www.luxemburgensia.bnl.lu/cgi/luxonline1_2.pl?action=fv&sid=urku_quell&vol=01&page=216&zoom=3

168.

Liutgard, Tochter Wigerichs und Kunigundens, vermacht in der Abtei Sankt Maximin zum Seelenheil ihrer Eltern und ihrer beiden verstorbenen Ehegatten (seniores) Adalberi und Eberhard (1. über Liutgard, die Tochter Wigerichs und Kunigundens, verweise ich einstweilen auf die Ausführungen von PARISOT, VANDER­KINDERE und WITTE. Zu den verschiedenen Konklusionen über deren zwei verstorbene Ehrenmänner Adalbert und Eberhard, zu denen die Historiker gekommen sind, werde ich im Laufe meiner weiteren Publikation Stellung nehmen) sowie ihrer Söhne und zum Nachlass ihrer eigenen Sünden dieser Abtei ihr elterliches Erbgut Mamer (Mambra, Mambren) (2. Mamer, im Kanton Kapellen, Grosshrzgt. Luxemburg.) in des Grafen Godfrid (3.Godfrid, der Sohn Gozlins, den wir bereits als Inhaber der Graf­schaft im Bidgau sahen ; s. oben, nr. 166.l). F. LOT, Des derniers Carolinqiens, S. 63. Anm. 5, irrt, wenn er, der schlechten Lesart von Beyer folgend, einen besonderen Gau Nithegave annimmt.) Grafschaft Mithengowe, vorbehaltlich lebenslänglicher Nutzniessung bei sofortiger Übergabe eines Mansus.

 

Trier, Sankt Maximin, 960 April 8.

Die Schenkungsurkunde von 960

Chartulare von Sankt Maximin von Ende saec. XVII zu Trier, S. 42; dgl. im Landeshauptarchiv Koblenz, Abt. 701, A VII I. nr. 220, f.113; A VII 1, nr. 222, f. 304; A VII 1, nr. 223 (unter dem Titel Mambra; nicht foliiert) (E.) .

Die Originalurkunde existiert bedauerlicherweise nicht mehr. Nach [Wampach, 1935] entstammte sie dem liber aureus der Abtei St. Maximin, aber diese kostbare Handschrift ist verloren gegangen.

Aus nicht viel späterer Zeit datiert aber das Sankt Maximiner Chartikular (Chartular von Sankt Maximin im Staatsarchiv zu Koblenz, f.16, 16' ) im Landeshauptarchiv in Koblenz (I C 15; alte Zählung 641/83), das zum liber aureus der Abtei in irgendeiner Beziehung stand, ohne indes dessen Kopie oder Konzept zu sein.

Die Handschrift, mit Pergamentblättern verschiedenen Ausmasses (durchschnittlich 322,5x216mm), enthält 12 Lagen verschiedener Stärke mit drei vorgebundenen Blättern: 3ǁ8|8|8|6|6|8|8|8|7 (+1)|8|5 (+1)|8|. Verschiedene Blattzählungen sind nachzuweisen: Wampach hielt sich an die ziemlich moderne für die exzerpierten Urkunden. Die Schrift jeder Seite steht zwischen je einem senkrechten Linienpaar. Die horizontalen Linien, 25 für den alten Kodex, durchschneiden die Begrenzungssenkrechten. Diese wie die horizontalen sind zum Teil mit schwachem Blei vorgezogen, zum Teil blind durchgedrückt. Gutes Gutes Pergament wechselt mit ganz vergilbtem. Viele Folien sind angeschnitten und zeigen Lücken. Mehrere Hände waren an der Niederschrift beteiligt: ie unterscheiden sich so wenig voneinander, dass auf eine Abgrenzung der verschiedenen Anteile verzichtet werden kann. Die Spiegelblätter des alten Einbandes sind noch vorhanden. Der jetzige, aus dicker Pappe mit Überzug von braunem Leder und mit Blindpressung, hat weder Schliessen noch Buckeln.

Die bei Wampach auf Tafel I abgebildete 1. Seite der Mamer Schenkungsurkunde gehört einem Schreiber an, der zur Fertigstellung der Handschrift erheblichen Anteil hat.

Individuelle Züge der Handschrift sind die mächtig entwickelten Oberschäfte von f, s, h, l, b. Der Schaft von dem unzialen d mit seiner weit nach links gezogenen Oberlänge durchneidet die anderen Oberschäfte desselben Wortes. Diese Art der Schrift erinnert an so manche Urkundenschriften der Zeit.

Rundes (unziales) und senkrechtes d sind unterschiedlich gebraucht, ohne dass sich indes für die Anwendung der einen oder anderen Form eine besondere Regel aufstellen liesse. Rundes r erscheint nie selbstständig und wird nur nach o und in der altbekannten Genitivendung gebraucht. Wampach konnte diese r-Form nicht nach anderen Bogenbuchstaben nachweisen, wie er z. B. zu den Urkunden von Sankt Paulin ausgeführt hat.

Von gotischen Bogenverbindungen hält Wampach fest: b-b, p-e, p-p, p-o (aber noch erst zaghaft). Durch Aneinanderschieben der Schäfte, durch schöne An- und Abstriche werden andere Ligaturen erzielt. In Majuskel -N hebt er den doppelten Stützbalken hervor: dieses N ist der betreffenden Hand eigen. Andere Majuskelformen erzielt der Schreiber durch Hochziehen der Minuskelbuchstaben.

Das ganze Schriftbild weist auf das ausgehende erste Viertel des 13. Jh.

Andere Werke, die die Urkunde zitieren:

A. Wiltheim, Origines et annales coenobii d. Maximini, II, lib. 4 S. 159 ff. (D). Copie von A. Henn, I, S. 1079 ff.  

Aus B: HONTHEIM, Historia Trevirensis, I, S. 291. BERTHOLET, Histoire de Luxembourg, II, S. 86. GUDENUS, Codex diplomaticus, III, S. 1027. BEYER, Mittelrhein. Urkdbch., I, S. 266, nr. 206.



aus [BEYER, 1860, SS. 266-267, nr. 206]

Regest: SCHÖTTER, Einige kritische Erörterungen, S. 28 ff.(mit ganz verfehlten Ausführungen und Auffassungen). BEYER, ebd. II, S. 621 nr. 236 WAUTERS,Table chronol., I, S. 366. GÖRZ, Mittelrhein. Regesten, I, S. 276, nr. 97 (ebenfalls irrige Auffassungen).


aus [BEYER, 1865, S. 621, nr. 236]

Erwähnt u. a.: J. M. KREMER, Genealog. Geschichte des alten ardenn. Geschlechtes, S. 19, Anm. 4. CROLLIUS, Westricher Abhandlungen, S.13, 14. WITTE, Genealogische Untersuchungen (= Jahrbuch der Gesellschaft für lothr. Geschichte, V, 2, S. 42f.). KRÜGER, Der Ursprung des Hauses Lothringen-Habsburg, Wien 1890, S. 13 f. VANDERKINDERE, Formation territoriale des principautés belqes, II, S. 350 ff. S. 36. PARISOT, Origines de la Haute-Lorraine, S. 281 und Anm. 3; S. 291 und Anm. 3,4. E. KIMPEN, Rheinische Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen = Annalen des hist. Vereins für den Niederrhein, Heft 123, 1933, S. 17 f., 21.

Über die Streitigkeiten der Herren von AuteI (de Altario) mit der Abtei um den zu Mamner und zu Sankt Maximin gehrigen Jockelsbusch, die schon sehr früh beginnen, s. Archivium Maxim., a. a. O., VI, S. 1173-1204. Der Besitz jenes Waldes geht auf jene Urkunde zurück. - Die Abschrift in C entstammt dem liber aureus von S. Maximin: damals scheint das Original bereits verloren gewesen zu sein. - Zu den chronologischen Angaben s. auch die diesbez. Ausführungen zu Urkunde nr. 160. - Zum Formular vgl. auch unten die Urkunde des Thyedo, nr. 171.

 


Lesung nach [Wampach, 1935]

In nomine sancte et individue Trinitatis [a) in B am Rande: [nr.] XVII].

Cum scriptura divina omnem hominem moneat elemo­sinis esse peccata redimenda, quia: Sicut aqua extinguit ignem, ita elemosina extinguit peccatum [4 Lib. Eccles, 29, 15.] et item: Facite elemosinam et munda erunt omnia vobis [5) LUCAS 11, 41: Date elemosinam et ecce omnia munda sunt nobis] ; idcirco ego Liutgardis necessariam esse huius precepti obedicionem omni christiano, prospiciens tam salubri ammonicioni fidelem obedientie aurem accomodare disposui et ne inutilis esset et vana cogitacio operibus adimplere curavi [1]. Tradidi igitur sancto confessori Christi Maximino, qui in suburbio urbis Treverice requiescit, quoddam mee pro­prietatis predium Mambra [b) In B am Rande von Hand des 14.--15. Jahrhunderts: Mambren] nuncupatum ad opus monachorum ibidem Deo servientium in comitatu Mithegovve [c) BEYER: Nilhegovve; daraus schlussfolgert F. LOT falsch; s. Anm. 3)], cui Gode­fridus comes preesse videtur, quod michi ex parentibus meis Wigerico et Cunegunda hereditario iure accessit, pro remedio [d) das m aus d von derselben Hand.] et absolutione eorundem parentum meorum, seniorum [6) Auf die Bedeutung ist an anderer Stelle einzugehen; s. auch Anm. 1. Den Irrtum, dem SCHÖTTER, a. a. O., S. 30, verfallen ist, das Wort mit Vorfahren zu übersetzen, hat von neueren u. a. WITTE, a. a. O., S. 43, hervorgehoben.] quoque meorum Alberti et Everhardi vel filiorum meorum et remissione peccatorum meorum, cum ecclesia eiusdem ville et omnibus appendiciis suis, vel quicquid eo locis (!) possessionis habere videbar tam in mancipiis quam in edificiis, terris cultis et in­cultis, pratis, pascuis, silvis, aquis aquarumve decursibus, mo­lendinis, mobilibus scilicet et immobilibus, exitibus et reditibus, quesitis et adquirendis, ut absque ullius contradictione iure perpetuo teneant et possideant, ea siquidem conditione, ut meis utilitatibus quousque vixero, cedat [e) So weit ich feststellen konnte, ist diese Schreibart von e mit cauda (hier vollauf überflüssig) das einzige Mal für die S. Maximiner HS. festzustellen.] et postea plena et perfecta possessione ad prescriptum cenobium appendeat [2]. Ne vero hec tradicio debilis et infirma esse videretur, vestituram eis de eadem proprietate concessi: mansum videlicet unum cum ancilla Alphilda et filiis eius Woppone, Humboldo et Thietgero.

Si vero post obitum meum eiusdem monasterii abbas vel alia persona eundem locum in beneficium aut in precariam alicui dare temptaverit, in primis ipse Deo omnipotenti reus existat et idem predium in ius heredum meorum absque ullo illorum periculo vel culpa redeat; familia quoque predicti loci eisdem legibus, quibus ab antiquitate vel sub parentihus meis vel etiam me subiecta fuerat, utatur nec aliis gravioribus subdi cogatur.

Acta est hec traditio publice Treviris in cenobio sancti Maximini sub die VI. idus Aprilis anno Dominice incarnationis D CCCC o LX o, indictione III, regno serenissimi Ottonis XXV, per manum Irimherti [7) Offenbar ist dieser lrimbertus als Vogt von Sankt Maximin zu verstehen. Zwei Träger dieses Namens begegnen uns als Zeugen in der Urkunde des Megingau für Sankt Maximin; s. oben nr. 152 vom Jahre 929.] sub fideiussorihus, quos vulgo salebur­giones vocamus: Cunrado, Folmaro [8) AIs saleburqio (über dieses besonders in bayrischen Urkunden auftretendes Institut s. STOBBE, Zeitschrift für Rechtsgeschichte VII [1868], s. 405 - 438. Aber auch zu Echternach ist das Institut nachzuweisen; s. bei C. WAMPACH, Grundherrschaft Echternach, I, 2, nr. 169. Neben dieser Urkunde weisen noch andere Sankt Maximiner Urkunden darauf hin.) kommt der eine dieser Namensträger noch vor in der Urkunde des Thiedo für Sankt Maximin vom Jahre 962 ; s. unten nr. 171. Ich weise auf den bereits genannten Abteivogt Wolmar hin; s. nr. 156, Anm. 2. der aber kaum mit dem obigen Folmar saleburqio identifiziert werden kann.], Wolmaro, astante ipsius loci abbate Wikero [9) Über ihn siehe die Vorbesprechungen oben, nr. 166, Anm. 1.] omnique congregatione monachorum coram eiusdem cenobii advocatis Adalberto [10) Ein Vogt Adalbert ist allein in dieser Urkunde nachzuweisen ; ob er in Verbindung zu bringen ist mit dem Adalbertus, der als scabinus palacii 919 zu Herstal erscheint (BOUQUET, IX, S. 542; BEYER, I, nr. 160, oder aber ob er identisch ist mit dem Adalbertus testis vom Jahre 959 (BEYER, a. a. O., I, nr. 204), oder aber oben, m. 166, resp. auch mit dem Adalbertus der nachfolgenden Urkunde, nr. 173 und dem saleburqio von nr. 171, oder der andern Stücke bei BEYER, nr. 213 (aus dem Jahre 963) nr. 245 (aus dem Jahre 975), nr. 255 (aus dem Jahre 981), muss dahingestellt bleiben.] et Hildrado [11) Zu dieser Person s. oben. nr. 166, Anm. 6.] et testibus subnotatis : Erhardo [12) Von den nachfolgenden Namen wird nur Liuthardus noch einmal unten, nr. 171 und Thiedo, oben, nr. 166, Anm. 7 erwähnt. Immerhin sei auf den Schenkgeber an Sankt Maximin in nr. 171 hingewiesen. Beide dürften identisch sein.], Bernuino, Alberto, Liuthardo, Thiedone et multis aliis.

 


Deutsche Übersetzung nach Henri Koch, Direktor des Knabenlyzeums Esch-Alzette (1960)
(aus [Mamer, 1960]):

Im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit: Die heilige Schrift ermahnt alle Menschen durch Almosen sich von ihren Sünden loszukaufen, denn wie das Wasser das Feuer löscht, so löscht Almosen die Sünden. Gebet also Almosen und werdet rein sein.

Ich, Luitgardis, habe erkannt, dass notwendigerweise jeder Christ dieser Vorschrift folgen muss und habe beschlossen einem so heilsamen Rat ein treues und geneigtes Ohr zu schenken.

Damit es aber kein unnützer und leerer Gedanke sei, habe ich Sorge getragen ihn durch Taten zu bekräftigen. Ich habe deshalb dem Bekenner Christi, dem heiligen Maximin, der in der Vorstadt von Trier ruht, ein Erbgut, Mambra genannt, aus meinem Besitz übergeben, zum Nutzen der Mönche, die dort Gott dienen.

Es ist im Methingau gelegen, dem Graf Gottfried versteht und es kam mir zu von meinen Eltern Wigerich und Kunigunde durch Erbschaft. Zur Rechtfertigung und Lossprechung dieser meiner Eltern, meiner Gatten Albert und Eberhard, meiner Söhne und zum Nachlass meiner eigenen Sünden habe ich das Gut verschenkt, mit der Kirche des Dorfes und allen Zugehörigkeiten mit allem was mir an jenem Orte gehörte an Hörigen, Gebäuden, bestellbarem und unbestellbarem Land, Wiesen, Weiden, Wäldern, Wassern und Wasserläufen, Mühlen, beweglichen und unbeweglichen Gütern, sowie an Einkünften, die ich erhebe oder noch erheben darf.

Die Mönche sollen das alles, ohne Einspruch, auf ewig inne haben und besitzen, unter der Bedingung, dass ich, solange ich lebe, die Nutznießung habe und es danach in den Besitz des Klosters gelangt. Damit aber diese Schenkung bis dahin nicht unbedeutend und wertlos sei, habe ich dem Kloster als Zinsgabe dieses Besitzes einen Hof mit der Hörigen Alphis und ihren Söhnen Woppo, Humbold und Thietger abgetreten.

Wenn nach meinem Tode der Abt des Klosters oder eine andere Person versucht, jenen Ort einem Dritten als Lehen oder Prekarie zu geben, so soll er dafür vor Gott dem Allmächtigen schuldig sein, und das Gut soll in meiner Erben Besitz zurückfallen, ohne Gefahr oder Schuld ihrerseits. Die Hörigen des besagten Ortes sollen denselben Gesetzen unterworfen sein wie seit langem, zur Zeit meiner Eltern und zu meiner Zeit, nicht etwa strengeren Gesetzen.

Diese Mahnung geschah öffentlich zu Trier, im Kloster des heiligen Maximin, am 6. Tag vor den Iden des Aprils (8. April) im Jahre 960 nach der Menschwerdung des Herrn, in der dritten Indiktion, unter der Regierung Ottos XXV durch die Hand Irimberts, im Beisein von Treuhändern, die man gewöhnlich Salbürgen nennt, nämlich Konrad, Folmar und Wolmar, im Beisein Wikeros, des Abtes dieses Klosters Adalbert und Hildradus, sowie der Zeugen Erhard, Berninus, Albert, Liuthard, Thiedo, zusammen mit vielen anderen.


Noch auf eine andere grössere Quelle der Geschichte des ersten wie des späteren Mittelalters ist hier hinzuweien: auf das Archivium Maximinianum. Als Autor gilt Abt Alexander Henn von Sankt Maximin. Er hat alle im Archiv der Abtei befindlichen Urkunden über die Provenienz des abteilichen Besitzes sammeln, und, wo die Besitztitel fehlten, diese neu aufnehmen lassen. In 15 grossen Folio-Einbänden, die sich heute alle in der Trierer Stadtbibliothek befinden fasste er sämtliche Besitztitel zusammen. Die Urkundenabschriften liess er notariell beglaubign. Von den Notaren hält Wampach die Namen Conrardi und Martini fest.

Die notariell beglaubigte Übersetzung
von 1693

 

Archivium Maximinianum, VI, S. 120 S ;
daselbst die deutsche Übersetzung dieser Urkunde,
XV, S. 35 f.


Abschrift von Pierre Roller, Sandweiler, Januar 2010.

35

Mammeren
Donatio Mammeren Anno 960

 

In den namenn der Heiliger ungeschaidener Dreyfaltigkeit diewyle die

Heilligeschrift einen Ieglichen menchen ermanet daß durch almußenn die

sonden werden verzyhenn dann alß daß Waßer verleschet fure also verdilget

almußenn die sondenn, unnd ain ein anderen Endt .richs die schrift gebst

almußenn Soe wirt alle reinigkeith sinn mit auch, demnach Soe Ich genant

Luitgardiß bedenckenn binn daß .wit ist sulchen geboderen der Heilligen Schrift

gehorsam zu sinn hirumb uf daß sulche min wille nit yttell oder unfruchtbahr

findenn werde hain Ich den willenn mit denn Werckenn gedacht zu erfullen

unnd hain dem Heilligen Confehsori Christi Sancto Maximino der do in

der vorstath by Trier rostet ein nunß eigenthumbß Erbschaft genant Mambern

mit sampt der Kirchenn daß dorffs mit alle sein zubehoer unnd waß Ich da

hatt oder haben mocht ain luden Erdenn feldenn gebuwet unnd ungebuwet

Wießenn, Waßer Weiden Waldenn Waßergingen Moelen unnd anderß

beweglich und unbeweglich .ust ußgescheidenn zu guth den Geystlichen bruder^

die Gott daselbst dienen in der Graffschaft (Muhewe) gelegenn da Graf^

Godtfridt ein Herr ist welche Erbschaft Mambern mir rechtlichen und Erblichen

von meinen Alderen Wirich unnd Kunigund an erfallen unnd Ererbt ist

umb meiner unnd mineß Man Alderen unnd Soon Albert unnd Euerhardt Soole^

Heill willen zugestalt uffdragen unnd gegeben hain uff daß die genante

Geistliche Herrn dieselbige gutter zu .ewigen Tagen restlichenn sonder ymanß

Wieder.frache habenn haldenn unnd besitzenn mit sulchen underschaidt daß

min Lebtagh die nutzungh daruw mir zu guth kommenn soll unnd na minem

dodt von stundt daß Gotteshuiß dieselbige in kraft der gyft an .ast unnd

voothan besitz geniß unnd gebruch unnd uf daß inliche gift nit ver unwerde

geachtet werde So hain Ich daß egenant Gotteshuiß geerft mit einem

36

Mammeren


oobstath, Hob unnd sinenn zubehoer mit sampt der Hoebfrauwenn Alphilda unnd

Ihren Soenen Weppone Hunibaldt unnd Direch, unnd abesach were daß hernamalß

ein Apt oder yemanß anderß sulche guether von dem Gotteshuiß verwenden

oder verußeren wurdenn der soll wißenn daß Er Gott den Almechtigen

(danon) pflichtigh sy rechenschaft zuthun, unnd soll alß dan sulch guether wieder-

rumb sonder ..mantß wiederßfrache ain min Erbenn kommen unnd sullen

die (Lude) daselbst soliches gesetz (Lebenn) alß daß by minen Alderen unnd mir

gewonlich ist gerecht Solche gift ist geschett zu Trier in Sanct Maximinß

Closter uf den sehesten Dagh genant Idus Aprilis im Iahr Unnßers Herrn

Nuenhondert Sehstzigh in der daitten indiction by Ziten deß …Konigh

Otten funff unnd zwantzigh in byweßen Conradt Holmar Wolram unnd unß

Aptß zu Sanct Maximin genant Wicker mit Sampt allen den Monchen

Unnd den Veden Albert unnd Hilboldt unnd anderen gezugen Erbardt Berten

Albert Luithardt deile unnd viell anderen
 
Cottasioata et transumpta est ha. prosens copia per me Henricu^

Pergener Notarium publicum ex ver. originali et aureo libro

Monastery sancti Maximini et concordat per omnia in omnibus cum

Originali nit mutato de Facti Substantia in ..ius rei Fidem

me manicatiter Sabscrepsi   p  Henricus Pergener  m.^

Pro copia per.. tusti Instrumenti in pergamino
 
Conrardi
Nots                              (N)artim   nots
 
1693                                     1693

 

 

 

 


Luitgardis, geboren um 910(?), war die Tochter des Pfalzgrafen Wigerich auch Widericus, Windericus, Widiacus von Lothringen, Graf im Bidgau (* um 870; † vor 922), und der Kunigunde von Hennegau (* 890/895), einer Enkelin des Karolingerkaisers Ludwigs des Stammlers. Luitgardis war auch die Schwester von Graf Siegfried von Luxemburg. Ihr Todestag ist nicht bekannt.

Ihr im Methingau gelegenes Eigengut Mamer, das ihr von ihren Eltern Wigerich und Kunigunde hereditario iure zugefallen war, überließ sie der Abtei Sankt Maximin in Trier - für das Seelenheil ihrer genannten Eltern und ihrer Gemahle Adalbert und Eberhard sowie ihrer Söhne wie auch für die Tilgung der eigenen Sündenschulden. Ob ihr das Erbgut von Mamer schon zu den  Lebzeiten  ihrer Eltern vermacht wurde oder erst bei ihrem Tod ist nicht bekannt.

Die Schenkung erfolgte zu einer Zeit, als die Kirche das Ihrige tat, den Schenkungswillen anzustacheln durch die Schilderung der Höllenqualen derer, die keine Vorsorge für ihr Seelenheil getroffen hatten.

Sie war verheiratet mit Adalbert, Graf von Metz († 944?)  (L. Vanderkindere, La formation territoriale des principautés belges 1902, 2, 350) sowie mit Eberhard, Graf des elsässischen Nordgaus. Von den beiden Ehemännern von Luitgardis ist außer dem Namen wenig bekannt (vgl. Eduard Hlawitschka, Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen und des Reiches im 9., 10. und 11. Jahrhundert, Saarbrücken, 1969, SS. 74,107,109,123-125,130).

Nach [Bertholet, Band II, S. 547] war sie schon Witwe, als sie die Schenkung veranlasste: "Le second fut un legs du Village de Mammeren, près de Luxembourg, que la veuve Liutgarde fit à S. Maximin, avec toutes ses appartenances, meubles & immeubles, tant pour le repos de son ame, que pour celui de ses fils & parens."

Im Dokument werden ihre Ehegatten mit "seniores" bezeichnet. Senior heisst Herr und nicht Vorfahr so wie bei Schötter, denn in jener Zeit war der Ehegatte der Herr seiner Frau. Auch Görz erklärt Seniores als Vorfahren.

Leider überliefert sie in der Schenkungsurkunde nicht die die Namen ihrer Söhne, obschon sie ihre Ehegatten mit Namen nennt sowie die Namen der Bewohner eines ihrer Höfe und die saleburgiones, die Salmänner, Mittels- und Gewährsleute, die bei der rechtliche Übergabe des Erbgutes zugegen waren.

Die eindeutigste Bedeutung der Salmänner leitet sich von saellen = übergeben (engl.: to sell) ab. Salmänner sind alle, durch deren Hände anderen Personen etwas ausgehändigt wird. Als Salmänner erscheinen meist einflussreiche Männer, die in der Lage sind, dem Willen des Erblassers Nachachtung zu verschaffen, mit den heutigen Notaren zu vergleichen.

Etwa im 7. Jahrhundert teilten die Franken ihr Reich in Gaue ein. Der Gau war die Bezeichnung für einen landschaftlich geschlossenen Siedlungsraum und diente als allgemeine Bezeichnung von Regionen als Landschaft oder Verwaltungseinheit. Auch die lateinische Bezeichnung pagus, die spätestens mit der Spätantike zu einem festen Bestandteil der römischen Regionalverwaltung geworden ist, wird traditionell mit „Gau“ wiedergegeben. Es ist jedoch Vorsicht angeboten, die römischen pagi mit den fränkischen Gauen gleichzustellen, da erstere einen politischen und letztere einen geografischen Raum bezeichnen (RIETSCHEL, S.: Gau, in: HOOPS, J., Reallexikon der germanischen Altertumskunde 2, 1913/15, S. 124-126.).

Der Methingau, "in comitatu Mithegovve" war ein fränkischer Gau in der südlichen Hälfte Luxemburgs, welcher 959/960 von Gottfried dem Gefangenen (* 935/940; † 3./4. April nach 995) verwaltet wurde (http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_der_Gefangene). Er war Teil des Wavergaus im Herzogtum Oberlothringen und umfasste die trierischen Landkapitel Mersch und Luxemburg sowie einen Teil des Dekanats Remich. Nch Norden hin wurde er begrenzt vom Kölner Ardennergau, westlich vom Arelgau, südlich und östlich vom Bedagau [Beyer, 1865, Bd. II, S. XXIX].



Die mittelalterlichen Gaue um das Jahr 1000
(Heiliges Römisches Reich um 1000
aus: Allgemeiner historischer Handatlas,
Gustav Droysen, 1886)

Ein bis heute umstrittener Aspekt blieb vor allem das Verhältnis der Gaue zu den Grafschaften. Während S. Rietschel noch jede Verbindung abstritt, vermuteten W. Niemeyer (NIEMEYER, W., Der Pagus des frühen Mittelalters in Hessen (Schr. 30), 1968) und H. K. Schulze (SCHULZE, H. K.: Gau, in: HRG l, 1971, Sp. 1392-1403), dass der Gau in der Regel die Grundlage der Grafschaft bildete. Auf einen gewissen Zusammenhang deutet auch die Ergänzung der "in pago" seit dem 9. Jh. durch den Zusatz "in comitatu"  hin (Quelle: Die Gaue vor und nach 900 (Uni-Marburg) von Fritz Backhaus Lfg. 2, 1961 - M. l =900000 Kartenentwurf: Hildegard John).

Von großem Interesse ist ebenfalls die Erwähnung von Mühlen sowie einer Kirche in Mamer. Es geht allerdings nicht daraus hervor, dass schon gegen Mitte des 10 Jh. eine selbstständige Pfarrei bestand, welche damit Mamer als eine der ältesten Pfarreien qualifiziert. Es scheint sich eher um eine Eigenkirche der Ardennergrafen gehandelt zu haben.

Luitgardis behält sich die Nutznießung ihre Mamer Besitztümer bis zu ihrem Tode aus; damit Sankt Maximin jedoch bis dahin nicht leer ausgeht, bekommt die Abtei einen der Höfe, mansum, als Zinsgabe, von dem dann wahrscheinlich an einem festgelegten Tag im Jahr Zinsen in Form von Geld und/oder Naturalien an die Abtei abgeführt wurden. Über die Höhe und die Form dieser Zinsabgabe ist jedoch nichts bekannt.

Ein mansum ist, nach Beyer,  [Beyer, 1865, Bd. II, S. XCVIII ff.], ein geschlossener unteilbarer Güterkomplex von so viel Land, Acker, Bungert, Wiese, Busch, als zur Unterhaltung einer bäuerlichen Familie mit einem Gespann Vieh nötig war. Dieselben hatten daher wohl eine nach der Fruchtbarkeit des Bodens bemessene Größe von 30 bis 160 Morgen. Das Flächenmaß Morgen bezieht sich auf die Fläche, welche ein Mann an einem Morgen mit einem Joch Ochsen ackern kann. Die Größe eines Morgen Landes war gleichfalls verschieden und schwankte in seinem Flächeninhalt zwischen 150 bis 270 Quadratruten preußischen Maßes.

Luitgardis gebraucht den Namen mancipia (an der Hand zu Führende) zur Qualifikation ihrer Untertanen. Wurde mit dem Wort mancipia zur römischen Zeit noch die Sklaven bezeichnet, so handelt es sich hier um Leibeigene, welche ihrem Herrn so unterworfen sind, dass dieser  als Eigentümer des Leibeigenen erscheint und über ihn alle Rechte eines Eigentümers auszuüben befugt ist, ganz nach seiner Willkür Dienste und  Leistungen von ihm verlangen kann und ihn verkaufen oder verschenken kann, so wie das auch in Mamer geschehen ist. Andrerseits wird der Name familia gebraucht, um den von einem Herrn abhängigen und unter dessen Schutz stehenden Personenkreis zu bezeichnen. [Werner Rösener, Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter, Oldenburg, 1992, Bd 13, S. 15] "Die familia vereinigte in sich Personen mit unterschiedlichem rechtlichem undwirtschaftlichem Status; zu ihrem Kreis gehörten dabei sowohl unfreie und halbfreie Personengruppen als auch freie Hintersassen, die allein den leiherechtlichen Bestimmungen des Hofrechts unterworfen waren." Es besteht also eine gewisse Unsicherheit über den genauen Status der Mamer Einwohner.

Der schon erwähnte Zinshof war bewohnt von Alphilda mit ihren Söhnen, die namentlich aufgeführt sind "cum ancilla Alphilda et filiis eius Woppone, Humboldo et Thietgero". Die Übersetzung des Wortes "ancilla" lässt einen ziemlich großen Raum für Interpretationen zu, die von Sklavin, von Magd, die Hausarbeiten verrichte, von Dienerin bis Zofe reicht [J.M. Stowasser, M. Petschening und F. Skutsch, Lateinisch - deutsches Schulwörterbuch, 1998; Karl Ernst Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch (unveränderter Nachdruck der 8. Aufl. 1913)]. Nach [Funck, 1994, S. 727] ist ancilla ein äußerst selten gebrauchtes Wort in den Urkunden von 697 bis 1260; es kommt außer in der Urkunde von Mamer nur noch in einer Urkunde des Jahres 1000 vor [Wampach, 1935, Band 1, Nr. 213, SS. 302-303]:

[Funck, 1994, S. 727] über Alphilda und ihre Söhne: "… on ne précise pas leur condition et rien ne dit si l'on  doit les compter parmi les mancipiis installés sur le predium (Gut), objet de la donation ou si, au contraire, on oppose les uns aux autres. L'usage des chancelleries à l'égard des servi fait plutôt pencher pour la deuxième branche de l'alternative. Leur inclusion dans la donation permet de conclure que tant la mère tant les fils sont liés à la terre et donc de condition servile. Leur statut n'est cependant pas celui des mancipia. L'une été l'autre, devenus familia garderont les lois auxquelles ils sont soumis ab antiquitate qui ne pourront être aggravées."

War aber Alphilda vielleicht nicht nur eine einfache Hörige, sondern im engeren Kontaktbereich der Luitgardis zu finden? Vielleicht genoss sie dadurch eine privilegierte Situation. Ging ihr persönliches Verhältnis zu Luitgardis so weit, dass sie zu einer Freigelassenen wurde? Wurden aus ihren Söhnen die Herren von Mamer? Fragen, auf die wohl nie Antworten gefunden werden können.

Etwas lockerer sah Funck die oben zitierte "condition servile" in  [Funck, 1990, S. 408 ff.] "Certains de ces humbles sortis du rang réussirent même à acquérir quelques propriétés" sowie bei seinem auf S. 409 angeführtem Beispiel über Mamer "Mais la promotion sociale peut aller au-delà de l'acquisition de biens  réels et s'étendre à des droits personnels".

Überhaupt scheint Luitgardis das Schicksal der Hörigen ihres Gutes nicht egal gewesen zu sein, da sie nicht will, dass der Ort einem Dritten als Lehen oder Prekarie gegeben werden soll. Auch sollten die Hörigen keinen strengeren Gesetzen unterworden werden als denen, welchen sie zum Zeitpunkt der Schenkung bereits unterworfen waren.

 

Zur Datierung des Dokuments (8. April 960):

"sub die VI. idus Aprilis anno Dominice incarnationis D CCCC o LX o, indictione III, regno serenissimi Ottonis XXV " - am 6. Tag vor den Iden des Aprils (8. April) im Jahre 960 nach der Menschwerdung des Herrn, in der dritten Indiktion, unter der Regierung Ottos XXV.

sub die VI. idus Aprilis anno Dominice incarnationis D CCCC o LX o

Der römische Kalender diente nicht nur in der Antike, sondern auch im Mittelalter und teilweise bis in die Neuzeit zur Bezeichnung der Tage innerhalb des Monats. In der von Julius Cäsar regulierten Form gibt es drei Tage innerhalb des Monats, die einen besonderen Namen haben, und zwar:

  • die Kalenden: der Monatserste;
  • die Iden: die Monatsmitte. Sie liegen im März, Mai, Juli und Oktober am 15., sonst am 13.;
  • die Nonen: neun Tage vor den Iden, also im März, Mai, Juli und Oktober am 7., sonst am 5.

Die übrigen Tage des Monats werden auf diese Termine bezogen, und zwar rückwärts. Man gibt an, am wievielten Tag vor den Kalenden, Iden oder Nonen man sich befindet. Dabei gilt Inklusivrechnung, d.h. der erste und letzte Tag wird mitgezählt.

In unserem Beispiel entspräche diese Rechnung also 13. April – 6 Tage = 8. April. Die römische Zahl DCCLX steht für das Jahr 960. Übrigens war der 8. April 960 ein Sonntag.

Die Indiktion ist die Zählung der Jahre nach ihrer Stellung innerhalb eines 15jährigen Zyklus, der ursprünglich von der spätrömischen Steuerverwaltung herkommt (daher auch auf Deutsch: "Römerzinszahl"). Die Zählung startet fiktiv im Jahre 3 v. Chr., tatsächlich erst im 3. Jahrhundert. Man gibt aber nicht die Zahl der abgelaufenen Zyklen an (wie bei den Olympiaden), sondern nur die Stellung des Jahres innerhalb des Zyklus. In der 3. Indiktion bedeutet im 3. Jahr eines (beliebigen) Indiktionszyklus.

Berechnung: (Jahr + 3) / 15; der Divisonsrest ist die Indiktion (Rest 0 = 15. Indiktion).
= (960+3)/15 = 963/15 = 64, Rest 3.

"regno serenissimi Ottonis XXV": hier handelt es sich um das 25. Regierungsjahr von Otto I, dem Großen, (912–973), ostfränkischer König seit 936 und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs seit 962. Wenn man das Jahr seiner Thronbesteigung (936) mitzählt, so ergibt 936+25 das Jahr 960.


 

MAMBRA

960

IVRE sVo IVGERA VESTRA

FILIIs SANCTI BENEDICTI TREVERIs

FILIA VVIGERICI VoVIT

ILLINC ILLVSTRE SPLENDET NOMEN IN ACTIS

1960

MAMER

+

Luitgard, die fromme Tochter des Ardennergrafen Wigerich,
schenkte der Benediktinerabtei Sankt Maximin zu Trier
ihre Domäne Mambra im Jahre 960.
Seither steht der Name Mamer
mit gebührendem Klang im Zeitgeschehen.

N. KOSTER
emeritierter Pfarrer

Luitgardis 2010 - der Film

im AVI Format

 
 
Das Buch zum Film

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