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Zankapfel Tossenberg
Scherben oder Schule
"D'Georges Kayser
Altertumsfuerscher" gegen Sekundarschule auf römischen Trümmern

Auf dem Wiesengelände am Tassenberg soll das neue Lyzeum
errichtet werden
Photo: Alain Rischard
Mamer
- Zur Entlastung der aktuellen Schulinfrastrukturen und wegen steigender
Schülerzahlen in den kommenden Jahren im Sekundarunterricht wurde vor einiger
Zeit vom Bautenministerium im Einverständnis mit der Gemeinde Mamer das Projekt
eines zusätzlichen Lyzeums am Tossenberg in Aussicht gestellt.
Der auserwählte Standort ist den
.D'Georges Kayser-Altertumsfuerscher" jedoch ein Dorn im Auge.
Die archäologische Vereinigung, die
sich für den Erhalt antiker Überbleibsel einsetzt und bei Ausgrabungen eng mit
dem Nationalen Kunsthistorischen Museum zusammenarbeitet, ist laut Aussagen der
Verantwortlichen auf keinen Fall gegen den Bau neuer Schulräumlichkeiten, aber
nicht auf dem angeblich wertvollen "site gallo-romain".
Wie angedeutet wurde, würde das
Projekt vor Ort mit den damit zusammenhängenden Unterbauten (unterirdische
Leitungen und Anschlüsse) die Reste dieser Siedlung an der ehemaligen
Römerstraße Trier-Arlon größtenteils zerstören.
Römische Scherben statt Schulkomplex?
So soll schon 1973 bei
Straßenbauarbeiten kostbares antikes Material, datierend zwischen dem ersten und
vierten Jahrhundert unseres Zeitalters, rücksichtslos zerstört worden sein.
Vorausgegangene archäologische Stichproben wurden damals erst nach öffentlichen
Protesten mit Rettungsgrabungen gekoppelt. Um neuerdings weitere Zerstörungen zu
vermeiden, müssten Überlegungen angestellt und Ausweichmöglichkeiten
berücksichtigt werden.
Ideen und Vorschläge müssten
gewissenhaft geprüft werden, anstatt, wie vor 23 Jahren, blindlings zu handeln.
In der Gemeinderatssitzung vom
Mittwoch ist nach Aussagen von Bürgermeister Henri Hosch ein Sachverständiger
des Luxemburger Museums vom Kulturministerium beauftragt worden, das Grundstück
zu untersuchen.
Dieser Fachmann habe erklärt, dass es
hierzulande rund tausend solcher Standorte gebe, die jedoch meistens ohne
historische Bedeutung seien.
M.A.
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