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FEUERSTÄTTENVERZEICHNISSE

 

7. April 1473

Das Feuerstättenverzeichnis von 1473 ist das älteste überlieferte Verzeichnis das uns erhalten geblieben ist. Bei dieser "Schatzung" ging es um nicht weniger als 12 000 Ecus "à 48 gros de Flandre pièce [Grob, 1921], cf. LE GROS, Monnaie d’argent en France et en Flandre aux XIIIe et XIVe siècles", die als eine neue Steuer dem Herzog Karl dem Kühnen von den Drei Ständen des Herzogtums Luxemburgs und der Grafschaft Chiny, zugunsten des Landesfürsten, bewilligt wurden. Die Verteilung der Steuern auf die einzelnen Ortschaften und Feuerstätten erfolgte durch den Provinzialrat.

Diese 12 000 Ecus waren die Summe, die das Herzogtum Luxemburg und die  Grafschaft Chiny aufzubringen hatten; im ganzen forderte der Herzog von Burgund und Luxemburg eine Summe von 500 000 Ecus von seinen Ländereien und Herrschaften ein.

[Grob, 1921, S. 39]

Charles, duc de Bourgogne et de Luxembourg, charge son receveur au quartier allemand du duché de Luxembourg, Liévin d'Ypres, de la recette au quartier allemand du duché de Luxembourg de l'aide de 500,000 écus par an, à lui accordée pour un terme de six ans par less Trois-États de tous ses « pays et seignouries de par deçà », la part à payer dans cette aide par le duché de Luxembourg et comté de Chiny étant fixée à 12,000 écus par an. Toutes les aides antérieurement à lui accordées et encore en cours au 1er janvier passé cesseront de sortir leur effet à cette date (*).

7 avril 1473. Bruxelles.

Archives du Royaume à Bruxelles. Fonds Chambre des Comptes, copie insérée au folio 2 du compte, rendu pour Liévin d'Ypres, de la première année de l'aide de 1473. Recueil factice, n* 15905, 3e compte.

Die Steuer, welche als unsere erste Landes- oder Staatssteuer angesehen werden kann wurde ausschließlich von den Bürgern und Bauern bezahlt; die Geistlichkeit durfte sich selbst besteuern und der Adel blieb bis zur Einführung des Katasters unter Maria Theresia davon ausgenommen. Die im Dienste der Dorfgemeinde oder der Gutsherrschaft stehenden Personen, wie die Hirten, die - äußerst seltenen - Schulmeister, die Gerichtsboten und die Bettler waren von der "Schatzungh" befreit; die Witwen, die das Gut weiterführten, bezahlten die Hälfte. Außer ihnen werden keine Frauen erwähnt; von der Kinderzahl geht höchstens bei Bettlern die Rede.

Man begnügte sich damit, die Feuerstätten zu zählen, daher die Bezeichnung dénombrement des feux. Erst vom Jahre 1528 an wurden auch die Namen der Haushaltsvorstände niedergeschrieben. Die Feuerstätte oder der Herd können nicht als Synonym für Haushalt oder Familie in den Verzeichnissen angesehen werden, sondern bezeichnen nur die zu Steuerzwecken veranlagte Einheit.

In Gerichtsakten findet sich eine Definition des Begriffs Feuerstätte, die besagt, dass die Feuerstätte (oder der Haushalt) einen Ort bezeichnet, "wo Rauch aufgeht", das heißt wo man ein Feuer entzündet, um die Mahlzeiten der Familie zuzubereiten. Als Angehörige einer Familie werden diejenigen angesehen, "welche vom selben Brot essen" [Grob, 1921, S. 279].

 [Grob, 1921, S. 13]

Taux de l'ayde des douze mille escus par an pour six ans
signée par Joannes.

Pour la première année finissant ultima decembris anno LXXIII.

Taux au pieds de 12 patars (de 15 groz) chascun feu.

Prevosté dudit Luxembourg.

Mameren         30 liv.   12 s.    51 feux.
Holtzhem          9 liv.    12 s.    16 feux.

Anmerkung von Grob: Par exception à tous les autres dénombrements, celui de 1473 ne donne pas pour chaque localité le nombre des feux, mais bien l'import de la contribution à payer par la communauté respective. Cet en-tête nous avertit que la taxe à payer par chaque feu était de 12 sols, la somme à payer étant exprimée en livres et sols, la livre valant 20 sols. Pour la facilité du lecteur, nous donnons à côté de la taxe la réduction de celle-ci en feux.

Zu den Zahlungsmitteln vgl. auch: Michel Damiens, Monnaies et monnayages dans l'ancien pays de Liège.

 

1479

Bourscheider Dokument Nr. 250a
freundlicherweise von Herrn François Decker aus Feulen zur Verfügung gestellt.

Abschrift in Aktenbund Miszellen, Regesten des Archivs der Herren von Bourscheid, heute im Archiv der Freiherren von Salis-Soglio auf Schloss Gemünden im Hunsrück, Archivteil der Abt. 1 Schmidtburg (SM), Schränke D - F, sowie der Abt. III Bourscheid (BB), Fächer A-O.

Ein von Pierre Roller, Sandweiler, 2009 abgeschriebenes Dokument der Herren von Bourscheid, welche von 1437 bis 1566 Herren von Mersch und somit auch Herren von Mamer waren.

Bei dem Dokument, das beginnt mit «Disz hernae geschrivenn solch vodienn zu manbernn gelegenn», handelt es sich um ein Verzeichnis der zu Mamer gelegenen Vogteien und deren Abgaben, erstellt von Bernard IV, Herr zu Bourscheid von 1477-1512 und seiner Frau, Elisabeth von Elter im Anschluss an die Erbteilung zwischen Katharina von Bourscheid, Witwe Lanzelots von Eltz, ihren Kindern und Bernhard IV. vom 6. Juni 1479.

In diesem Dokument werden folgende 26 Namen erwähnt:

Beckers
Bruners
Cappellenn
Friederichs
Grobers
Groebers
Harders
Hermans
Huns
Kempenn Michels
Kempes
Krippen
Kuechers
Kuechers
Küszenn Claisz
Merrer Johann
Pitschmans
Prummsz
Rudlers
Schynne^
Smids
Smidts
Srreders
Sreders
Thomas
Wagener Haulers

 

Lesung des Dokumentes (Pierre Roller, Sandweiler, 2009): [Decker, 1989, Bd. I S. 340-341]
 
Disz hernae geschrivenn solch vodienn zu
manbernn gelegenn
 
 

[1] It^ meyger streff meyger der gemeynnenn h^rrnn vonn mersrch
spricht by synnenn eydt er unnd syn myt gesellenn eynn(isz)
genannt johann smidt. Der annder thys kempenn^ sonne
haben eyn vody genannt kempenn^ mychels ervenn gebenn
zu yglichenn schaff eynner yglicher xxv gz° onch yglicher
iii sz weyszenn onch semmentlichenn iii sz even und iii
hoenner.

(1) Meier Streff, Meier der gemeinsamen Herren von Mersch, sagt unter Eid aus, daß er und seine Konsorten Johann Schmitt und Theis Kempen, eine Vogtei, genannt Kempen-Michels-Erb, gemeinsam besitzen, wofür jeder zu jeder Schafft 25 Gros gibt, auch jeder 3 Sester Weizen, dazu gemeinsam 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 

item hait meyger streff noch ein pleylais erve
genannt des aldenn meygers ervenn plach von alders zu
diennenn iij g^l unnd iiii sz weysz iii hoenner und iii sz
evenn onch myn zu yglichenn schaff i ort und i g^l

(2) Meier Streff hat noch eine verfallene Vogtei, genannt des alten Meiers Erb, wofür früher geliefert wurden 3 Gulden, 4 Sester Weizen, 3 Hühner, heute 3 Sester Hafer, dazu zu jeder Schafft 1 Ort und 1 Gulden.
 
It^ schiltz meyger der h^rrnn vonn ham spricht by synnenn
eydt er habe ein vodie genannt prummsz gu.t gebe zu dem
gemeynnenn h^rrnn zu yderem schaff xxviii gz° iiii sz weisz
iii sz evenn iii hoenner
(3) Schiltz, der Meier der Herren von Ham, sagt unter Eid aus, daß er eine Weide besitzt, genannt Prüms-Gut, wofür er den gemeinsamen Herren an Schafft gibt 23 Gros, 4 Sester Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
It^ johann smidt hayt eyn playlaisz erve genannt kempes erve
vonn alders diennt zu yglichenn schaff i g^l iii sz weysz
gifft myn zu yglichenn schaff i slechtenn guldenn

(4) Johann Schmitt hat ein verfallenes Gut, genannt Kempen-Gut, wofür er früher zu jeder Schafft 1 Gulden, 3 Sester Weizen gab, heute nur 1 schlechten Gulden.

 
It^ merrer johann hayt ey^ vodie genannt merrer johan erve
gibt den herrenn zu yglichenn schaiff i g^l iii sz weszenn iii sz
evenn iii hoenner
(5) Meren Johann besitzt eine Vogtei, genannt Meren Johanns Gut, er gibt zu jeder Schafft 1 Gulden, 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 3 Hühner.
 
It^ noch ein pleylais erve genannt huns
erve plaich vonn alders zu dyennenn ii g^l diennt nun i slech^
guldenn zu yglichenn schaff onch ii sz weysz
(6) Meren Johann hat noch ein verfallenes Gut, genannt das Huns Gut, wofür er früher 2 Gulden gab, heute nur 1 schlechten Gulden zu jeder Schafft, dazu 2 Sester Weizen.
 
It^ der beckers sonne clais hait eyn vodie genant beckers vodye
gyfft zu yglichenn schaff i guldenn und xx gz° iiii sz weisz
iii sz evenn iii hoenner
(7) Clais, der Sohn des Bäckers, hat eine Vogtei, genannt die Beckers Vogtei, er gibt zu jeder Schafft 1 Gulden und 20 Gros, dazu 4 Sester Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
It^ johann wagners sonne hait eynn erve genannt haulers
wagners erve^ gifft zu yglichenn schaff xviii gz° iii sz weysz
iii sz evenn iii hoenner
(8) Johann, der Sohn des Wagners, hat eine Vogtei, genannt Hauler Wagners Erb, er gibt zu jeder Schafft 18 Gros, 2 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 3 Hühner.
 
[2] It^ hait noch eynn pleylais erve genannt Friederichs erve vo^
alders gediennt zu yglichenn schaiff i g^l und diennt
min i slecht^ guldenn (ii) sester weysz
(9) Derselbe hat noch eine verfallene Vogtei, genannt das Friedches Erbe, gab früher zu jeder Schafft 1 Gulden, gibt nun 1 schlechten Gulden und 2 Sester Weizen.
 
It^ mychell vonn der cappellenn hait erbschaifft genant schynne^
erve zu cappellenn gifft zu yglichenn schaiff ij gulden i
mald^ weysz iii sz evenn ii hoenner
(10) Michel von Kapellen hat ein Gut, genannt das Schinnen Erbe, zu Kapellen gelegen, wofür er zu jeder Schafft 2 Gulden, 1 Malter Weizen, 3 Sester Hafer und 6 Hühner gibt.
 
It^ hermans johann vonn cappellen hait ein vodye gena^t
hermans erve zu cappellenn gifft zu yglichenn schaiff ij
g^l i malder weyszenn iii sz evenn iii hoenner.
(11) Hermans Johann von Kapellen hat eine Vogtei, genannt Hermans Erbe, zu Kapellen gelegen, gibt zu jeder Schafft 2 Gulden, 1 Malter Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
 it^ noch ey^
pleylais erve genant Rudlers erve gifft zu yglichenn schaiff
schaiff x gz°
(12) Derselbe hat noch eine verfallene Vogtei, genannt Rudlers Erbe, und gibt zu jeder Schafft 10 Gros.
 
It^ krip heynnenn eydem johann hayt eynn vodye genant krippenn
erve gifft zu yglichenn schaff ij g^l iiii sz weyszenn iii sz even
iii hoenner.
(13) Johann, der Eidam des Krip Heimann, hat eine Vogtei, genannt Krippen Erbe, und gibt zu jeder Schafft 1 1/2 Gulden, 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
it^ johann cappellenn hait eynn vodye genannt
cappellenn erve gifft jairs zu yglichenn schaff xxiiii gz° iij
sz weysz iii sz evenn iii hoenner.
(14) Johann Kapellen hat eine Vogtei, genannt das Kapellen Erbe, gibt jährlich zu jeder Schafft 23 Gros, 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
It^ noch eynn erve genannt
sreders erve zu yglichenn schaiff j g^l ij sz weyszenn
(15) Derselbe hat noch ein Gut, genannt Speders Erbe, und gibt zu jeder Schafft 1/2 Gulden und 1 1/2 Sester Weizen.
 
It^ clais hu.tmachers broed^ hait ein erve genannt srreders
erve gyfft all jairr j g^l ij sz weyszenn uff dem gast husz
(16) Clais, der Bruder des Hutmachers, hat eine Vogtei, genannt Speders Erbe, er gibt jährlich 1/2 Gulden, und 1 1/2 Sester Weizen.
 
It^ jost kleynn johanns erbe sonne hait ein voedye genant groebers erbe gyfft jairs zu yglichenn schaff i g^l iii sz weysz iii sz
evenn iii hoenner noch eynn erve bruners erve gifft zu
yglichenn schaff xxviii gz° iiii sz weysz it^ noch smids erve
gifft yederm schaff iiii gz°
(17) Jost, der Sohn des Klein Johanns, hat eine Vogtei, genannt Gröbers Erbe, gibt jährlich zu jeder Schafft 1 Gulden, 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer, 3 Hühner.
(18) Derselbe hat noch ein Gut, genannt Brunnes Erbe, dafür gibt er zu jeder Schafft 28 Gros, 4 Sester Weizen.
(19) Derselbe hat noch das Schmidts Erbe, wovon er zu jeder Schafft 4 Gros gibt.
 
It^ bruell hannsz hait eynn erve genannt harders gu.t gifft
zu der schaiff xvi gz° iiii sz weysz
(20) Brühl Hans hat eine Vogtei, genannt das Harders Gut, er gibt zu jeder Schafft 16 Gros und 4 Sester Weizen.
 
It^ cleszgin op thummell hayt ein voedye genannt grobers
erve gifft zu yglichenn schaff i g^l iiiij sz weysz iii sz
evenn iii hoenner
(21) Cläschen auf Tummel hat eine Vogtei, genannt das Groebers Erbe, gibt zu jeder Schafft 24 Gros, 3 1/2 Sester Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
[3]It^ huart thomas eydem hayt ein vodye genannt thomas
erve gifft zu yglichenn schaff xxiiii gz° iiii sz weysz iii sz
evenn iii hoenner
(22) Huard, der Eidam des Thomas, hat eine Vogtei, genannt das Thomas Erbe, davon gibt er zu jeder Schafft 24 Gros, 4 Sester Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
 it^ claisz meygerchen hayt ein voedy genant
kuechers erve zu yglichenn schaff xii gz° iij sz weysz
iii sz evenn und iii hoenner
(23) Clais Meierchen hat eine Vogtei, genannt das Kuchers Erbe, davon gibt er zu jeder Schafft 12 Gros, 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
It^ adem meygerchers eydem hait ein pleylais erve g^t
kuechers ervenn gyfft zu yglichenn schaiff xij gz°
(24) Adam, des Meierchen Eidam, hat eine verfallene Vogtei, genannt das Küchers Erbe, und gibt davon zu jeder Schafft 12 Gros.
 
It^ schuszenn johann der hyrt hayt ein erve genat^ smidts
erve gifft zu yglichenn schaiff xviii gz° und iiii sz
weysz
(25) Schussen Johann, der Hirt, hat ein Gut, genannt das Schmits Erbe, davon gibt er zu jeder Schafft 18 Gros und 4 Sester Weizen.
 
It^ thys vonn der veltz hait ein vodye genannt (kuszenn)
claisz erve gifft zu yglichenn schaff i g^l iii sz weysz
iii sz haberenn iii hoenner
(26) Theis von der Fels hat eine Vogtei, genannt das Kreuz Clais Erbe, davon gibt er zu jeder Schafft 1 Gulden, 3 Sester Weizen, 3 Sester Hafer und 3 Hühner.
 
 It^ noch ist noch eyn pleylais
erve genannt pitschmans erve plaich zu yglichenn schaff
zu geldenn ii guldenn unnd eyn halb mald^ weyszenn
(27) Es gibt noch eine verfallene Vogtei, genannt das Pitschmans Erbe, davon wurde gewöhnlich zu jeder Schafft gegeben 2 Gulden, und V2 Malter Weizen.


 

20. Juni 1495

Maximilian I. von Habsburg, der mit der Tochter Herzog Karls des Kühnen, Maria von Burgund, verheiratet war sowie sein Sohn,  Philipp I. von Habsburg, genannt der Schöne, beauftragen ihren Berater und Generaleinnehmer des Herzogtums Luxemburgs und der Grafschaft von Chiny, Gilles von Busleyden, mit der Erhebung von 24 Stüber von jeder Feuerstätte.

[Grob, 1921, S. 93]

Maximilien, roi des Romains, et Philippe, archiduc, ducs de Luxembourg et comtes de Chiny, chargent Gilles de Busleiden, leur conseiller et receveur général au duché de Luxembourg et comté de Chiny, de la recette de l'aide de 24 gros, monnaie de Luxembourg, sur chaque feu, à eux accordée par les Trois-États, ainsi que du restant des aides antérieurement accordées. - Le 15 juillet 1495, Gilles de Busleiden, en sa qualité de receveur des aides, prête serment entre les mains du gouverneur de Luxembourg, le marquis de Baden.

20 juin 1495.

Archives du Royaume à Bruxelles. Fonds Chambre des Comptes. Registre no 15906. Original sur parchemin, fol. 1.

[Grob, 1921, S. 56]

Extraict de toute la recepte du premier et dernier compte de maistrè Gilis de Busieyden de la recepte de l'ayde de 24 gros de Luxembourg sur chascun feu accordez par les estatz du pays de Luxembourg en l'an XIIIIc IIIIxx XV.

[Par l'inventaire no 6.]

Ville et prévosté de Luxembourg.

Mammeren      38 mesnaiges.
Holtzem           12 mesnaiges.

 

1501

Im Laufe des Jahres 1500 kamen die drei Stände des Herzogtums Luxemburg und der Grafschaft Chiny (Prälaten, Adlige und Abgeordnete der Städte) überein, ihrem Prinzen Philipp dem Schönen eine neue Steuerhilfe zu bewilligen, die an 3 festgesetzten Terminen, zwischen dem  Sankt-Remiustag (1. Oktober 1501) und dem 30. September des Jahres 1504 erhoben werden sollte. [Grob, 1921, S. 96].

Das Feuerstättenverzeichnis von 1501 erwähnt 1494 Ortschaften und Gemeinschaften. Davon sind 421 Orte von Leuten mit dem Status von Leibeigenen bewohnt. In diesem Verzeichnis werden 2 von Leibeigenen bewohnte Feuerstätten als eine mit Freien bewohnte verrechnet.

So ergibt sich für Mamer:

2 freie Feuerstätten sowie 28 (geteilt durch 2=14) leibeigene Feuerstätten - ergibt 16 Feuerstätten im Ganzen.

[Grob, 1921, S. 106]

RECEPTE.

Ville et prévosté de Luxembourg

Mammeren       2 Mesnaiges francs -   28 Mesnaiges serfz - valent 16 Mesnaiges.
Holtzem       2 Mesnaiges francs -   12 Mesnaiges serfz - sont 8 Mesnaiges.

 

16. Dezember 1525

Die erneute Erhebung der Feuerstätten war bestimmt als Grundlage der Schatzung für die an Karl V. bezahlten Hilfen von 1515 bis 1540.

Comme terme pour la levée de l'aide accordée le 16 décembre 1525, les Etats avaient ordonné "que chacun vassal ou gentilhomme en sa seigneurerie; item, chacun prévost en sa prévosté et pareillement chacun justicier en sa justice … en dedeng ung mois après le dit accord … lèvroit la partion d'icelle ayde soubz son quaertier pour le relivrer ès mains du dit receveur général et commis". Le receveur général, commis pour la levée de cette aide accordée le 16 décembre 1525, fut nommé au mois de février suivant "par ordonnance de bouche tant de … madame Margriete … régente et gouvernante que de messieurs des finances". Mais la levée elle-même fut loin de se faire endéans un mois, bien au contraire, elle traina pendant des années, et le compte n'en fut rendu qu'en 1533, deux ans après que le receveur de l'aide de 1528 avait déposé ses comptes [Grob, 1921, S. 185].

Die Vorbereitung zur Erhebung der Feuerstätten hatten kaum begonnen, als sich Margaretha von Österreich, Statthalterin der Niederlande und Tochter von Maximilian I. von Habsburg, im April 1526 wiederum an die Stände wandte um, sie durch ihren Gesandten, Joest von Amerendt, zur Bewilligung  einer neuerlichen Kontribution von 16000 Pfund zu bewegen,

"pour en faire payement aux gens des garnisons ordonnés aux frontières du dit Duché". En place de la somme demandée, les Etats du Duché de Luxembourg et Comté de Chiny octroyèrent une aide de 24 sols à lever sur "chacun feu taillable, espérant que iceux levées monterons à plus que les 16,000 livres". Cette  aide devait, au terme de l'accord, se lever entre la Saint-Rémi et la Saint-Martin de la même année, c'est-à-dire du 1er octobre au 11 novembre 1526 [Grob, 1921, S. 185].

Worauf die Stände antworteten:

"Sur quoy les dits des Etats, après leur retraites, ont remonttré que pour certaines causes avoit esté différé et dilayé la dite ayde; toutte fois ilz estoient en bon vouloir de incontenent la lever, selon l'act fait de la susdite concession, pour d'iceux deniers en faire payement aux piétons et gens de guerre qui ont tenu garnison ainsy qu'il seroit ordonné par ma dite dame, tant pour leur service et sould du temps passé que du temps advenir, d'autant qu'icelle ayde se pouroit extendre. Suppliants ma dite très redoubté dame vouloir prendre leur dit bou vouloir pour agréable et que son noble plaisir soit de se contenter des dits Etats et que à l'avenir de les déporter de non plus demander ayde. Car il n'est aux pauvres sujects possible de plus avant payer par leur grande misère et pauvreté, estants désja destruits, et que sa dite grâce veul adviser de pourveoir au scureté du pays en mettant bon garnison tant à cheval que de pied ainsy que la nécessité le requiert, et que d'Amerendt en faisant la susdite concession leur fist déclairer que sa grâce feroit par les dits commissaires en la demandant. Autrement s'il n'y est pourveu, le pays serat détruiet et n'est aux pauvres sujects d'y pouvoir résister aux survenus sans assistance de l'empereur, dont ilz ont requis au dit seigneur, mestre Anthoine, de vouloir remonstrer à ma dite dame" (Départ des Etats du 29 octobre 1526. Archives du Gouvernement à Luxembourg).

Nach Grob wurden diese 16000 Pfund nie erhoben :

Ce passage final du départ des Etats du 24 octobre 1526 semble assez clair. En disant que l'aide pouvait s'étendre, et en réclamant qu'on mette effectivement des garnisons aux villes frontières, il insinue que les garnisons, pour lesquelles l'aide avait été votée, se faisaient attendre et que les Etats n'entendaient pas payer des garnisons n'existant que sur le papier.

Le réponse donnée par les Etats aux remontrances de la gouvernante générale des Pays-Bas dans leur départ du 29 octobre 1526, date même à laquelle la levée de l'aide accordée le 16 décembre 1525 venait à peine d'être commencée, et l'accord d'une autre aide en 1528 rendant probable que l'aide votée en avril 1526 ne fût jamais levée. Ce qui est certain, c'est qu'elle n'est mentionnée nulle part et qu'aux Archives il n'en reste d'autre trace que le départ des Etats du 24 octobre 1526.

Die Zusammenfassung der Zählung vom Februar 1526 ist uns erhalten als Dokument welches der Generaleinnehmer Jacques de Laitres angefertigt hat, der mit dieser Aufgabe von der Erzherzogin Margaretha, Statthalterin der Niederlande, beauftragt worden war. Das Dokument bildet die Nummer 3 des "recueil factice no 15906 des Archives de la Chambre des Comtes du Brabant [Grob, 1921, S. 192].

[Grob, 1921, S. 195]

RECEPTE.

Ville et prévosté de Luzembourgh.

En marge : [Par ung quayer en papier contenant 47 feuilletz d'escripture, signé par maistre Jehan de Naves, greffier de Luxembourg, contenant le nombre des feuz de chascun des dites ville et villaiges, icy rendu, servant aussi sur le pris de ceste monnaie.]

Mammeren      54 mesnaiges.
 Holtzem          13 mesnaiges.

 

1528

Von diesem Feuerstättenverzeichnis besitzen wir nicht nur die Zusammenfassung des Einnehmers, der mit der Erhebung betraut war, sondern auch, fast vollständig, die Zählungen durchgeführt von den Herren der verschiedenen Herrschaften sowie die der Personen, welche die Zählungen in den Propsteien sowie in den Städten, die dem Landesherrn Karl V. direkt unterstanden, durchgeführt haben.

Der Einnehmer von Diedenhofen, Nicolas le Gouverneur, war mit der Erhebung eines Goldguldens zu 28 Brabanter Stüber pro Feuerstätte beauftragt. Seine Konten bilden die Nummer 4 des "recueil factice no 15906 des Archives de la Chambre des Comtes du Brabant [Grob, 1921, S. 242].  

[Grob, 1921, S. 244]

POUR LA COURT

[Présenté à Court par le dit receveur le XXIIIIe jour de juillet a° XVe XXXI.]

Compte Nicolas le Gouverneur, receveur de Thionville, et commis à la recepte des aydes accordez à l'empereur, nostre sire, par les Estaz de son duché de Luxembourg, en l'an XVe et XXVII; par lettres patentes du dit seigneur empereur dateté du XXe jour du mois de mars, l'an XVe et XXVII; assavoir sur ung feu ou mesnaige 1 florin d'or au pris de 28 sols monnaie de Brabant ou autre monnaie courante au dit pais pour ung chascun florin. [A payer pour une fois au jour Sainct George ou dit an XVe XXVIII.] A condition que tous gentilz hommes aians seigneurie, hommes et subgeetz sobz le dit pays prendroienl la déclaration d'iceulx leurs subjectz, recevroient et délivreroient les dits deniers soubz leurs seingz manuelz es mains de ce dit receveur. Et quant à la déclaration et recepte des villes et prévostez du dit pais, messeigneurs les gouverneurs et gens du dit conseil de l'empereur au dit Luxembourg y ont commis gens à ce faire, quoy suivant le dit receveur fait cy après recepte. Fait à Bruxelles.

[Premier. Les originales lettres de la commission du dit receveur sont icy rendues et enfilées à la lyace des acquietz de ce présent compte. Néantmoins debet l'acte de consentement de cest ayde ou du moins copie aucientyque.]

RECEPTE.

            Holtzem           3 ½ mesnaiges.

Ab jetzt wird Mamer unter den Dependenzen der Herrschaft Mersch aufgeführt.

Die Bewilligung der Hilfe von 1525 befahl, "chascun vassal ou gentilhomme en sa seigneurie, item chascun prévost en sa prévosté et pareillement chascun justicier et justice en leur villes" de prendre "de leurs subgeetz la déclaration et nombre des feuaiges que chascun a dedens les limites de sa jurisdiction" [Grob, 1921, S. 275].

[Grob, 1921, S. 352]

LUXEMBOURG, PREVOTE.

Déclaration des feux donnée par Johain vain Eynschryngen, sous-prévôt de Luxembourg, conformément aux dépositions sous serment des centeniers, maires et justices des localités respectives.

Uffzeichnung der feurstte in der probstienn Lutzenbourg.

Innachfolgung myns gnedigen hem des gubernators beveich hain ich Johan vonn Enscheringen, underprobst zu Lutzenburg, nachbescbribne uffzeichnong von allen dorfferen unnd feurstetten gemelter probstien, unserm allergnedigstenn hernn dem lantfursten zustendig, genommen im jaire XVe XXVIII.

Holtzem           3 ½ feurstetten.

Vonn allenn und yedenn dorfferen vurgeschriebenn hann ich Johann von Enscheringen, underprobst zu Lutzenburg, zenner, meyer und gerichten by eiden hochlich gemaint wie viele feurstett ein yedes dorff, so dem lanlfursten zu stendig, hett; dieselb auch by iren eiden zu Got und heilligen behalten das ir nit meer oder myn dann wie oben angezeichnett sin. Des zu urkondt hain ich diess mit mymen gewonlichen hantzeichenn underzeichnet und furter dem quartiermeister des quartiers Lutzenbourg derselbigen nach das gelt inn zu nehmen uberliebert.

Signé : Johain vain Eynschryngen, onderprost zo Lutzemburch.

[Grob, 1921, S. 355]

MAMER, DÉPENDANCE DE LA SEIGNEURIE HAUTAINE DE MERSCH.

Déclaration des feux donnée par les maire, justice et centenier de Mamer et signée de J. Pitt von der Moozbach, her zoo Buorsohyet.

Dysz ist dy uffzeychongen der furstede zo Mammeren durch meyger und gericht und tzender desz dorffes zo Mammeren, dye ermant synt durch hyr hern ader amtlude dye worheyt zo sagen wye manche furstedt da solen gelegen sint by yrren eydcn, das geschien ist, etc.

Zum ersten,

Vyet van der Capellen.
Herman van der Capellen.
Gerden Thomas van Mammern
Mammer.
Cleffers Clesgin.
Streeff.
Mez Johansz Claisz.
Veilsz Clus.
Crusen Schielsz.
Der jonger Orsel.
Mertin.
Capellen Thiesz.
Engel Johann.
Joest.
Jeckels Clais.
Johan Steimitz.
Thiessen Johann.
Dyderich Snyder.
Cruels Peter.
Schan Hudemacher.
Wysclais Thomas.

Der Smatt.
Orsel.
Sclaüwelhio.
Jeckelsz Johan.
Scheffers Johan.
Lorens eydem.
Clesgin uff Tummel.
Huwertchin.
Peter Snyder.
Snyder Thisgin.
Gerden Clais.
Becher Peter.
Hüdemecher.
Schielsz Johann.
Thomas Schyndeler.
Jaspar.
Thiel in der Büverie.
Symont.
Jongs Johann.
Nuwe Peter.
Schielsz Joest.
Clesgin uff der Wysz.
Loch Johansz Thomas.
Hansz off dem Gasthuisz.

Item noch vier mennen dye myr nit entfangen han Apsz lude van Menster (Abbaye de Munster à Luxembourg.

Signé : J. Pitt van der Moozbach, her zoo Buorschyet.

 Au dos : [Die gemein hern zu Mersch.]

 [Grob, 1921, S. 370]

L'ABBAYE DE MUNSTER, A LUXEMBOURG, SEIGNEURIE BASSE.

Déclaration des feux donnée par l'abbé de Münster, Johannes.

Die fodyen unnder mym hernn abt von Munster.

Holtzem

ltem Kuter Johann.
Item Kontier Johann.
Item Nuwe Peter.
Item Peter des alten meiers son.
Item Weber Johann.
Item Niclaus Sevcratz eidom.

Mammern

Item Stefann.
Item Nieles.
Item Thielgen der wagner.

Signé: Johannes, apt zu Münster.

 

1531

Von der im Jahre 1531 vorgenommenen Zählung der Feuerstätten für die Erhebung einer Steuer zugunsten von Karl V. kennen wir nur das Fragment einer Kopie der Zusammenfassung der Zählung sowie die Abgaben, die die Kirche zu leisten hatte.

[Grob, 1921, S. 393]

 SOMMARIUM

Kurtzlicher begriff wie hoech ein yedere stait, fleck und dorff under den probstien Lutzemburg, Echternach, Biedbourg und die margfodien Diekirgen gelegen, myt allen und yedern herschafften vor die erste stege der schatzonge XXm goltgulden Kay Mt, unsern aller gnedigsten hern, anno XVe XXXI verwilliget und uff eyn yeder husz ein philippus, ye xv stuber vor ein gulden, gelaicht sie.

            Holtzem           13 fursteet.

            Die herrschafft Mersche
            Mammeren      40 furseet.     

[Grob, 1921, S. 420]

Compte Jehan François commis à lever et cuillier les deniers du subside du Clergié ou pais de Luxembourg par Nostre Saint-Père le Pape, par ses bulles appostolicquees deuement expédiées en date du XI jour de septembre l'an XXXI, accordé à l'Imperialle Majesté. Icelle prins et levez pour une fois à la juste moitié de la vraie valeur de tous dignitez, bénéfices ecclésiasticques tant séculiers que réguliers valissant 24 ducatz par an, et d'aultres en dessoubz 24 ducats jusques à 12 ducatz deux deciesmes seulement, et en par tout l'Allemaigne et pays par deçà subjectz à sa dite Majesté, sans nulle exception fore des Rmes et IIImes les Cardinaux, chevaliers de Sainet Jehan de Jérusalem, et les quattres ordres mendians.

Et se fait ce présent compte à livres de 40 gros, monnaie de Flandre, la livre; item 20 solz pour la livre et 12 deniers pour le solz. [Fait à Bruxelles, le 14 octobre 1536.]

[Selon le lax contenant la déclaration de toutes ces parties, fait et signé par Monseigneur le Révérendissime Monseigneur de Palerme, commissaire générael, le 20e jour d'aoust 1534, icy rendu.]

Doyenné de Luxembourg.

La cure de Mameren   5 liv. 18 s. 11d.

 

1537

[Grob, 1921, S. 437]

Le compte rendu par Jehan Franchois, receveur d'Arlon, de l'aide de "2 florins karolus ou 40 patars sur chascun feu au pays de Luxembourg et conté de Chiny accordé à l'Empereur . . . par les Estatz des dits pays de Luxembourg et Chiny, l'an XVe XXXVI, le xxe jour de mars, stil de Trêves", forme un cahier en parchemin de 70 pages et fait partie du Recueil factice n° 15906 des Archives de la Chambre des Comptes du Brabant; c'est le n° 6 du volume en question.

Compte Jehan Franchois, receveur d'Arlon, de l'administration el manieman par luy eue des deniers procédans de certain ayde de 2 florins Karolus ou 40 patars sur chascun feu au pays de Luxembourg et conté de Chiny, accordé à l'Empereur, nostre sr par les Estaz des dits pays de Luxembourg et Chiny, l'an XVe XXXVI, le xxe jour de mars, stil de Trêves. A payer icelluy ayde en deux termes, assavoir à la Penthecoste ensuyvant el à la Sainet Remy, l'an XVe XXXVII. Comme le tout appert par certain acte sur ce faict et depeschie par les dits Estatz, le xxi° jour de mars, l'an que dessus, icy rendu. A ce commis et ordonné par lettres patentes du dit sr Empereur en date du xiie jour d'avril, l'an XVe trente sept. Pour par le dit receveur iceulx deniers, par ordonnance de Monsr le marquiz de Berges, gouverneur et capitaine général des dits pays, convertir et employer aux réparations et fortiffications des villes et autres choses nécessaires pour la garde et sceurté d'icelluy pays, comme appert par les dites lettres patentes de commission, dont la copie est insérée cy après. Et se fait ce présent compte en florins Karolus ou livres de 40 groz monnoie de Flandres la livre, monnoye évaluée au dit Luxembourg pour chascun florin et tout autre or et monnoye à l'advenant. [Fait à Bruxelles.]

RECEPTE

[Non loué par faultee de l'exhibition des quayers contenant la déclaration de tous les feuz des pays de Luxembourg et conté de Chiny.]

[Sur ce ouy ce receveur qui a déclaré et affermé que par Monseigneur le Gouverneur, lieutenant, président et gens du Conseil de Luxembourg, luy auroit esté ordonné de recevoir et par ses commis faire recevoir les deniers de cest ayde sur le dernier dénombrement pour avancher les payement du dit ayde qui requerroit célérité et éviter les despens qu'il eust convenu supporter pour faire et renouveller le dit dénombrement qui este de longue durée et de grande despence. L'on accepte icy ceste recepte, à charge que ce receveur, en dedens trois mois prochain venant, sera tenu rapporter sur ce que dist est certiffication ou ordonnance de mes dits seigneurs les lieutenant, président et gens du Conseil ainsi qu'il appartient.]

[Ce dit receveur a icy rendu la certiffication de  messeigneurs les gouverneurs, président et gens du Conseil du dict Luxembourg qui est enfilée à la lyace des acquicts de ce présent compte.]

[Nota : cy-après sont reprins en despence 335 1/2 feuz; voir fol. 5S de ceste prévosté.]

Holtzem           13 feuz.

La seigneurerie de Mersche.

Mammeren      40 feuz.

 

1541

161 162 163
ANLux Dokument A-XIII-2 Dénombrements des feux (1541)

Die 60 Namen für Mamer aus dem Jahr 1541 (nach Pierre Roller, Sandweiler, 2009)

Becker
Cappellen Theis
Craussen Johan
Becker^ kuehirdt
D.etg^
Eberhards Claus
Enen Petgen
Engelen Johan
Erschel Johan
Erschelz el.s
Feltz Johan
Gergen
Gertten Claus
Godert
Hark Joist
Huarts Jasper
Huarts Johan
Hudemacher Petgen
Jacob Claus
Jaspers Clesgin
Loich Johan
Loich Johans Thomas
Lonrentz ..der
Lonrentz eydem Michel
Lonrentz eydem Petgen
Merclaus Thys
Merten
Mertg^
Meyers Claus
Meygers Johan
Mulner der
Nilles
Nulle Petgen
Schandeller Thomas
Schan..els Clesgin
Schanne Claus
Sch.en Heirich
Scheffeller ein hirt
Scherre Hantz
Schiltz Joist
Schmidz Heinrichs
Smydts …..g^ Johan
Snyder Clesgin
Snyder Lenhart
Snyder Theis
Snyder Wilhem
Steynmetz Johan
Steffen
Stetten Trine
Symont
Thille
Thilg^
Thisse Clesgin
Thyssen Johan
Thomas Clesgin
Thümmel Claus uff
Wageners Steffe
Weber Johan
Wys Claus
Wyssen Clesg^

Lesung des Dokumentes (Pierre Roller, Sandweiler, 2009):

Mammerenn

[161]
Ist erschienne Meyers claus unnd johan
erschell^ beyde schoffe hamt iro eyde gethan
unnd zu erkennen gebe wie hernach folg^

Stetten Trine v.otlber^
der ….… Sin …..
Thomas clesg^ ist ein armer iung
Eberhartz claus
Loich johan
Meyers claus
Feltz johan und syne mode^ sint in ey^me mel und brob
Craussen johan unnd seyne ..tter v…..… sind
auch in ey^mel und brod
Erscheltz el.s unnd ……. beyde v..tl... unnd ..
herdes
Merten unnd sein eyde^ sint in ey^me
haus

die inwonner zu mammern sollen samenliche
vor der erste steyer der schetzong anno
XV c XL y january xelbilliger
vierzich ein und ein halber gelt guld^ dem unsern
aller gnediester her der lantfurst
dar zu ..... betzalle^ und soll
hiern^ der reich dem armen zu stuer
kome^

[162]
Johan Weber hat kein mubel noch eigentummb
Cappellen Theis
Becker^ kuehirdt
Engelen Johan
Lenhart Snyder
Thille an der bo ... g^ hat nichz
Joist Hark hat weder erb noch mubel
Godert
Snyder cleisgin
Johan Stey^metz
Thyssen Johan
Thisse cleisgin
Detg^ hat nichz
Schanne claus
Mertg^ im I..ch hat nichz
Wys claus Thomas ..kan nichz geben
Nulle petgen unnd sein eyd^ petgen an ey^mel und
brod
Johan Erschel^
Schan ..els cleisg^
Gergen unnd syne ..... s.. v..tl.. sint h..d^
Meyger Johan unnd sin ey^^ mel und brod
Lonrentz eyd^Michel hat weder erb noch mubel
Lonrentz eyd^ petgen
Claus uff thümmel unnd sin mode^ in ey^h..st
Hantz Scherre
Huarts Johan ein .. hirt
Heinrichs Schmidz

[163]
Gertten claus hat nichz
Sch.en heinrich
Jacob claus
Hudemacher petgen
der Hudemacher
Nilles hat nichz
Becker ... eyd^ johan hat nichz eigentums
Enen petgen
Thomas Schandeller
Jaspers cleisg^
Wilhem Snyder
Symont
Snyder Theis
Lonrentz der .ade
Smydts .... Johan
Wageners Steffe myt synn vad^ist blindt
Schiltz Joist eyd^cleisg^
Huarts Jasper
Wyssen cles^
Loich johans Thomas
der Mulner
Steffen myt syne eyd^in ey^mel und brod
der scheff ... ein hirdt scheffer
Thilg^
Meiclaus Thys

Summa XXXXii
 

 

1561

Vom Jahre 1528 an wurden auch die Namen der Haushaltsvorstände niedergeschrieben. Von andern Familienangehörigen ist nur ausnahmsweise die Rede: die Witwen dagegen werden stets erwähnt, ebenso die wenigen Schulmeister, die es damals gab, die Kuh-, Schwein- und Schafhirten, die "Pfeyffer" und "Spiller", die Bettler, die Krüppel usw. Den meisten der Bezeichnungen der Vogteien liegen Namen früherer Inhaber oder Pächter zugrunde.

191 192 193
ANLux Dokument A-XIII-3 Dénombrements des feux (1561)

Nachstehend die Namen für die Ortschaft Mamer aus dem Jahr 1561:

[Oster, 1953] [Pierre Roller, 2009]
Brytzgen
Bubbers Johan
Capellen Theiss, Scheffen
Caspers Clesgin
Clessgin Hoedenmechers Peters Son
Ebartz Hans
Even Wilhelm
Foncken Theiss
Grass Johan
Hanssen Johan
Hermess Clauss
Hewertz Leonhardtt
Iden Clauss
Jeckels Johan
Junger Johan
Kempen Margrett, eyn Widtwe
Koe Clesgin
Kraussen Perer
Lorentz Sontag
Naer Theissgen
New Peters Johan
Nickelmams
Peter Rodt Wambusch
Schandlers Valenteyn
Schiltz Symon
Schniders An, eyn Widtwe
Schon Henrich
Schussen Marx (Marcus) (heutige Forme: Schaussen)
Schweyn Petgen, jetzt eyn Koehirdtt
Steffen uff Toenmiel
Steynmetz Thiss
Storms
Streffen Johan
Symons Johan
Theissen Joist, Zender
Thomas Claus
Tyltz Clauss
Weyden Hans
Wyesen, Clauss
Wylhelm Hecker
Bernhedt eyn bettler
Bras Johan
Brytzgen
Bubbers John
Cappellen Theis Scheffen
Caspers Clesgin
Ebartz Hans
Enen Wilhelm
Foncken Theis
Fyltz Claus
Hansen Johan zue Cappellen
Hermes Claus zue Cappellen
Hewertz Leonhartt
Hoedenmachers Hostart
Hoedenmechers Peter son Clesgin
Heyntzen hobstadtt zue Cappellen
Iden Claus
Jerkels Johan
Jung Johan
Keffeler Thomas
Kempen Margritt
Kor Clesgin
Kraussen Peter
Kraussen Johan
Lorentz Sontag
Mertin
Meyer Fyltz
Meyer Leonhardt
Muller Hans
Naer Theisgen
Nickelmans Hostart
New Peters Johan
Plecker Wilhelm
Rodt Peter
Schandlers Walenteyn
Schoemach Thomas
Schon Heinrich
Schmiders
Schniders Clesgin
Schniders Joist
Schussen Marx
Schwein Peter
Schyltz John
Schyltz Simon
Steffes Claus
St..mes
Steynmetz Steffen
Steynmetz Theis
Streffen Johan
Symans Johan
Theisen Jacob
Theissen Joist Zend^
Thomas Claus
Tommel Steffen uff
Veyesen Claus
Veyten Claus zue Cappellen
Wagener Claus
Wageners Clesgin
Weyden Hans

Lesung des Dokumentes (Pierre Roller, Sandweiler, 2009):

Mammmeren

[191]
Ist erschienen Theissen Joist zend^ unnd Capellen Theis
Theis Scheffen deselbst haben zuerkennen geben wie
nachfolgtt

Thomas Claus ist D Kerken eygen
Ebartz Hans ist seher arm ist D Kerken eygen
Fyltz Meyer synt der gemeynen
Streffen Johan hern zu Mersch eygen
Fyltz Claus hatt seyn schweg^her bey ihm
Kraussen Peter
Kraussen Johan

Schwein Petgen jetz eyn Koehirdt ist Dor Kerken eyg^
Bubbers John hatt bey sich sein motter sein D Kerken eygen
Thomas Schoemach ist D Kerk^ eygen

Peter Rodt wainbisch gehorett das haus zur herschafftt berttringen
Berhardt eyn bettler gehoert g^h^en Mersch
Mertin auch eyn bettler gehorett Scham Mammer
Iden Claus ist D Kerken eygen
Thomas Keffeler ist D Kerken eygen
Claus Wagener } gehorren
Steynmetz Theis} Scham Mammer

Steynmetz Steffen gehorett g^h^en Mersch
Theissen Joist gehorett g^h^en Berttringen

[192]
Cappellen Theis kerk^nriche^ meyer der gemeynen hern zu Mersch
New Peters Johan ist D Kerk^ eygen
Theisen Jacob
Brytzgen gehoret g^h^en Mersch ist Doctor Kerken eygen

Weyden Hans ist Doctor Kerken eygen
Lorentz Sontag gehorett g^h^en Mersch
Foncken Theis ist des Aptz von Munster ... und meyer
Jerkels Johan ist Doctor Kerken eygen
Marx Schussen } gehoerren
Steffen uff Tommel } g^h^en Mersch

Steffes Claus ist des apts von Munster
Schmiders .... eyn widtwe ist D Kerken eygen
Schon Heinrich hatt seyn eydem Jacob bey ihm

Hewertz Leonhartt eyn schweinehirdt gehoeren g^h^en Mersch
Naer Theisgen bettler } seynt D Kerken
Wilhelm Plecker } eygen
Kempen Margritt eyn widtwe gehoert g^h^en Mersch
Clesgin Hoedenmechers peter son S^ D Kerken eygen
Enen Wilhelm ist der her von Mersch eygen

Schandlers Walenteyn ist des von Schewenburgs Zinsman
Caspers Clesgin horett Scham Mammer
Kor Clesgin hatt keyn eygenthumb ist D Kerken eygen

Symans Johan gehoerett Schan Mammer
Schniders Clesgin ist D Kerken eygen
Schniders Joist .. der hern von Mersch eygen ist

[193]
Schyltz John } gehoerren den
Schyltz Simon } gemeynen hern
Jung Johan } Mersch
Wageners Clesgin ist D Kerken eygen
Meyer Leonhardt gehoertt g^h^en Berttringen
Veyesen Claus hat seyn son Johan bey ihm im eynem
gemeins rechten gehoertt g^h^enMersch
Hans Muller
Bras Johan uff der hern Mullen von
Mersch hatt
Nickelmans Hostart ist verfallen und gehoert D Kerk
St..mes gutt ist eyn hostart leigt pfleglos
Hoedenmachers hostart hoerett Doctor Kerken hausen zue ist
unnd in boden verfallen

Ħ zur Cappellen
Leygt eyn hobstadt genant Heyntzen hobstadtt gehoertt D Kerk
ist w..geb ...tt
ist leigt deselbst noch eyn hobstadt hoertt D Kerken
alleyn eyn stall daruff gehoertt den geyr. ..tt Veyten Claus ob^g^
Hansen Johan } gehoerren den gemeyn hern zu Mersch zue
und
Hermes Claus } gehoeren in die gemein zu Mammern

Die Inwonner des Dorffs Mammeren sollen wir
die reste stegs der schatzungs anno 1561 den 16 august
verwilligett pfeligs g^l jedem zu 25 steu(per) entricht^
unnd bezallen unnd soll heyin der Reych dem armen
zu steuer komen

Suma XLiij

 

 

 

1611

 
  79-1 79-2 59
ANLux Dokument A-XIII-6 Dénombrements des feux (1611)

Die 51 Namen für Mamer aus dem Jahr 1541 (nach Pierre Roller, Sandweiler, 2009)

Mammeren pour la part de S^rie Mersch

Annen Michel
Clemens Heinrich
Ewerards Claus
Goederts Jean
Heu.bert Jean
Hottart Johan
Huttmachers Jean
Jeans Peter
Kempen Peter
Kuhe Peter
Kuiffers Hatard
Krausen Steffen
Kremer Hans
Leonhard …ge
Loch Sondag
Lorentz Peter
Meyeur Wilhelm
Nippes Wilhelm
Pellen Peter
Pellen Theis
Peller Claus
Pfeiffer Jonas
Preischer Bernhard
Schmidt Friederich
Schmidt Wilhelm
Schmidts johan
Schmidts Steffes
Schneid.. Joist Marie vefue de
Scho Joist
Scholtis Wilhelm
Schumachers Jean
Simons Diederich
Steffen Peter
Strèwen Hein
Theisen Jean
Theisen Joist Helena vefue de
Thomas Peter
Tummel Bernhard uff
Tummel Steffen uff
Veltens Hans
Wacht Johan
Walhen Hupricht
Wagners Hupricht
Webers Velten
Weiltz Jean
Weis Michel

Mammeren pour la part de Munster

Falck Johan
Foncken Hupricht
Stiffens Johan
Thielen Peters Johan
Clementia vefue

Lesung des Dokumentes (Pierre Roller, Sandweiler, 2009):

Mammeren pour la part de la S^rie de Mersch

[79-1]
Meyeur Wilhelm
Johan Hottart
Scholtis Wilhelm
Schmidts Johan
Pellen Theis
Nippes Wilhelm
Clemens Heinhrich
Peller Claus
Leonhard .... ge
Weiß Michel
Wageners Hupricht
Jeans Peter
Kuiffers Hartard
Schmidts Steffes
Scho Joist
Huttmachers Jean
Loch Sondag
Veltens Hans
Hans Weis
Marie vefue de Schneid .. Joist
Wilhelm Schmidt
Kempen Peter
Lorentz Peter

[79-2]
Schumacher Jean
Heu.bert Jean
Annen Michel
Steffen uff Tummel
Bernhard uff Tummel
Webers Velten
Weiltz Jean
Helena uefue de Theisen Joist
Pfeiffer Jonas
Theisen Jean
Friederich Schmidt
Goederts Jean
Krausen Steffen
Kremer Hans
Peter Steffen
Walhen Hupricht
Strèwen Hein
Thomas Peter
Ewerards Claus
Wacht Johan
Simons Diederich
Pellen Peter
Preischer Bernhard
Kuhe Peter

Les Habitans de Mammeren Contribuables et non
Exempts sont taux ez a Onze feux


Mammeren pour la part de Munster

[59]
Foncken Hupricht
Johan Falck
Stiffens Johan
Thielen Peters Johan
Clementia vefue

Mammeren Tauxe a ung feu et demy

 

[Flener, 1960, S. 230] erwähnt für das Jahr 1611 65 Vogteien in Mamer.

 


Anzahl der Feuerstätten in Mamer und Holzem zwischen 1473 und 1766 (Grafik: J. Thiel)

 

1632

[Jonhgémecht Nr. 1/2, 1.4.1940, S. 28-29] Eine Ordonnanz des spanischen Königs Philipp IV. vom 28. Juni 1631 verpflichtete die Bewohner unseres Landes nicht nur über Zahl, Lage und Größe der fürstlichen Güter, sondern auch über die darauf lastenden Rechte, Zinsen, Renten und Frondienste eine Erklärung abzugeben.

Das den Regierungsarchiven vorhandenen Grundgüterverzeichnis, das sog. großen Kartularium, das in den Jahren 1632-1634 aufgestellt wurde, sollte die Grundlage bilden für die Erhebung des Grundzinses, Garben- oder Landrecht genannt. Es sollte auch den Bauern, denen es bei mangelhafter Aufsicht seitens der Domanialagenten gelang, sich längere Zeit von der Lieferung des Garbenrechtes zu befreien, die Möglichkeil nehmen, Teile der fürstlichen Güter als Privateigentum zu betrachten.

Zu jener Zeit war noch ein bedeutender Teil der liegenden Güter Eigentum des Herrschers, fürstliches Domanialgut. Die einzelnen Häuser mit den dazu gehörigen Ländereien, die Vogteien,  waren gegen eine geringe Entschädigung einem Pächter oder Verwalter auf unbestimmte Zeit überlassen; sie gingen in der Regel vom Vater auf den Sohn über; sie durften nicht verkauft, verschenkt, verpfändet und auch nicht geteilt werden; daher auch die Begriffe Stockhaus, Stockgut, Stockbesitz. Die ausgeheirateten Kinder hatten nur Recht auf das bewegliche Gut der Eltern.

Vom Monat Dezember 1631 bis Ende Juni 1632 begab sich ein "Huissier" des Provinzialrates fast jeden Sonntag in eine Pfarrei der Propstei Luxemburg und erklärte den Pfarrangehörigen, wenn sie nach dem Hochamt die Kirche verlassen hatten, den Inhalt der königlichen Verordnung. Darauf hefteten sie eine Abschrift derselben an das Portal der Kirche, eine andere an die Anschlagstelle.

Am 21. November 1612 erschienen vor den mit der Aufnahme des Güterverzeichnisses  betrauten amtlichen Personen als Vertreter der "Justiz von Mameren" Mayer Johann und die beiden Schöffen Schiltz Peter und Peiler Franz, alle drei aus Mamer, sowie Peller Claus aus Capellen. Sie erklärten, in den Dörfern "Mameren et la Chapelle" gebe es 28 Vogteien und ebenso viele Feuerherde. Jede dieser Vogteien sei verpflichtet, dem König jährlich ein halbes Malter Hafer, "Vogthafer" genannt, zu bezahlen. Die Witwen jedoch bezahlen nur die Hälfte dieser Abgabe und die Armen sind steuerfrei.

Der Sergeant oder Gerichtsdiener und der "Steuermayer", die mit dem Sammeln und der Ablieferung des Garbenrechtes betraut sind, erhalten ein halbes bzw. ein ganzes Malter Hafer als Lohn für ihre Mühe.

Als Inhaber von Vogteien im Dorfe "Mameren"sind verzeichnet:

Meyer Johannn
Zwollen Johan
Heuwerts Johann
Kemp Heinrich
Schillz Peter
Peller Frantz
Thomas Peter
Ewerards Wilhelm (arm)
Peters Wilhelm (arm)
Krausen Steffen (Stephan)
Kremers Heinr. (arm)
Buwesch Claus
Attemers Peter
Steinmetzer Arent (arm)
Schiltges Sontag (arm)
Elwel Joost (Jose)
Lorenz Peter
Plecques Michel (arm)
Joost Michel
Niesen Michel
Wageners Claus
Schmidts Theodor Diederich
Witwe Seimonts Anna (arm)
Witwe Schumachers Mary.

Zu "La Chapelle" waren im Jahre 1632 Besitzer von Vogteien:

Peller Claus
Schneiders Joost
Hoffs Diderich
Nidersten Peter.

Unter der französischen Herrschaft wurden diese Vogteien den Inhabern als Eigentum zuerkannt.

Von den vorgenannten 28 Familiennamen sind noch heute (1940) 21 als Hausnamen erhalten; diese lauten:

Meyers
Zwuolen
Kempen
Pellen
Thommes
Ewerts
Krausen
Kremesch (das Haus wurde abgetragen gegen das Jahr 1900)
Bewesch
Attemer
Stemes
Engel
Plekesch
Nesen (Haus abgetragen gegen 1890)
Wonesch
Schmitz
Schungertchen
Pellesch
Schneidesch
Huofs (1940 Risch)
Nideschten.

P.       L. W. 5. Dezember.

 

1656

[Oster, 1953] In dieser Aufstellung erfahren wir, wer die Wirren des dreißigjährigen Krieges überlebt hat, wie es um den Gemeindebesitz gestellt war mit den Wäldern und Wiesen; welche gemeinsamen Schulden auf den Bewohnern lasteten und wem diese drückende Abgabe zustand, wie hoch die "Schatzung'' des Dorfes sich belief; aber auch wer Meier, Schöffe und Zentner des Ortes war: ob die Vogteien frei oder leibeigen waren, oder Schafftgüter; wir erfahren sogar wie viele davon vor den Kriegsereignissen (1635) bestanden und was (1656) davon übrig blieb: sie sagt uns in welchem baulichen Zustand sich die Häuser nach dieser schrecklichen Katastrophe befinden: von jedem einzelnen Hausherrn gibt sie uns den Namen und Beruf an; sein Besitz an Gebäuden, Land und Vieh, ja sogar die Zahl seiner eingefahrenen Heuwagen erwähnt das Dokument: dann die unendlichen, erdrückenden Schulden die auf dem Einzelnen lasteten. Vor uns zeichnet sich somit ein ziemlich klares Bild unserer Dörfer in jener unglücklichen Zeit.

0076 0110(1) 0110(2) 0111(1) 0111(2)
ANLux Dokument A-XIII-11 Dénombrements des feux (1656)

Das Feuerstättenverzeichnis des Jahres 1656 enthält folgende Angaben:

-      die territoriale Zugehörigkeit der Dörfer oder Dorfteile;

-      die Zahl der Haushalte in den Jahren 1635 oder 1636 (bekanntlich begann für unsere Gegenden der Dreißigjährige Krieg erst mit dem Jahre 1635) und 1656;

-      die Namen der Haushaltsvorstände;

-      die Größe der Bauerngüter, durchweg in Morgen (frz. journées] ausgedrückt - selten finden wir als Flurmaß den Pflug (frz. charrue); es ist dies die Fläche, die man in einem Jahr mit einem Pflug ackern konnte, zirka 12 Morgen;

-      die Zahl der zum Gute gehörenden Pferde, Kühe und Schafe (letztere sehr selten);

-      der jährliche Ertrag der Heuernte (der Getreide- und Früchteertrag wird nicht angegeben, weil er, da anderweitig mit Abgaben genügend belastet, für die "Schatzungh" nicht in Betracht kam);

-      die im Dorf ansässige Handwerker;

-      der auf den Gütern lastende Schuldbetrag; Gemeindebesitz und Gemeindeschuld;

-      Gesamtbetrag der von der Dorfgemeinde zu entrichtenden Steuer (Schatzungh).


Feuerstättenverzeichnis 1656 - sortiert nach der Grösse des Landes für Mamer und Holzem (H)
 (Grafik: J. Thiel)

Was die Größe der Güter betrifft, so wird vielfach nur die jeweilige Anbaufläche angegeben. Bekanntlich wurde damals fast überall die Dreifelderwirtschaft eingehalten, nach welcher der ganze Bann in drei Gewannen zerfiel, von denen immer eine abwechselnd brach liegen blieb. Ferner kann man annehmen, dass wegen der unsicheren Zeiten der Boden des öfteren nur in einem engen Umkreis um das Dorf bestellt wurde.

Zu bemerken ist, dass in den allermeisten Fällen die zu den einzelnen Bauerngütern gehörenden Ländereien in einem Bering lagen.

Auffallend sind die hohen Schulden, die auf den einzelnen Gütern lagen. Woher sie stammen und wie man sich deren Tilgung dachte, wird nirgends erwähnt. Wir können annehmen, dass sie sich von einer Generation auf die nächstfolgende übertrugen

Ihr Betrag wird durchweg in Gulden ausgedrückt. Der Gulden, ursprünglich eine Florentiner Goldmünze, war im 17. Jahrhunden zur Silbermünze herabgesunken. Im Elsaß zählte er damals 60 Kreuzer.

Der Patagon, eine ziemlich oft erwähnte Münze, war 2 2/5 Gulden wert. Der Name Daller kommt weniger häufig vor.

Der Kollektivbetrag der von den einzelnen Ortschaften zu entrichtenden "Schatzungh wird beinahe nur in Pistolen angegeben. Die Pistole, eine aus der Zeit Karls des Fünften und seiner Mutter, Johanna der Wahnsinnigen, stammende und im 17. Jahrhunden viel verbreitete Goldmünze, galt 1652 in Frankreich 10 Livres. Die Livre entsprach, auf unsern Vorkriegswert vom Jahre 1914 umgerechnet, ungefähr 4 Goldfranken, so dass die "Schatzungh für die Bauern und Bürger eine schwere Steuer war.

Auffallend ist ferner, dass die "Schatzungh" des Jahres 1656 nicht wie früher in die Kasse des Generaleinnehmers von Luxemburg floss, sondern nach Frankreich (Metz, Sedan, Charleville, Stenay usw.) oder nach dem damals von den Franzosen besetzten Diedenhofen abgeliefert wurde. Es war sozusagen die erste Anzahlung auf den Pyrenäischen Frieden!

Zum Viehbestand ist zu bemerken, dass nicht immer alle Tiere, die der Bauer im Stall hatte, sein volles Eigentum waren. Oft heißt es, dass etwa von 4 oder 5 Kühen 2 oder 3 "à hoste" sind, oder dass von 4 Stück 2 à hoste und 2 "à luy" sind, in diesem Fall also nur 2 dem Bauer gehören (Hoste ist die alte Form von höre, das zugleich «Gast» und «Gastgeber» bedeutet). 

In Mamer belief sich im Jahre 1656 die Gesamtzahl der Kühe auf 34, wovon 11 à hoste waren.

Wie ist nun der Ausdruck à hoste zu erklären ?

Das Wort "hoste", heutige Form hôte kommt vom lateinischen hostis und bedeutet, wie letzteres in seinem ursprünglichen Gebrauch "Fremder". Im 11. und 12. Jahrhundert, wo noch weite Flächen Mittel- und Westeuropas unbebaut waren, bezeichnet es in einzelnen Teilen von Frankreich, wie z. B. in der Bourgogne, in der Champagne und auch in dem uns benachbarten Lothringen, den Fremden, den Zugewanderten, dem der Landesherr, um neue Ansiedler zu gewinnen, eine Parzelle Öd- oder Waldland zur Urbarmachung überließ, und zwar unter günstigen Bedingungen, die den alteingesessenen Leibeigenen nicht zugestanden wurden, wie z. B. Nachlass von Abgaben, u. a. der sogenannten "taille", der eigentlichen Grundsteuer, Erleichterung der Frondienste, Milderung der Gerichtsstrafen und dgl. Man kann behaupten, dass der hôte sozusagen uneingeschränkt über den von ihm bebauten Grund und Boden verfügte.

Diese Sonderstellung behielten die Nachkommen jener Ansiedler des 11. und 12. Jahrhunderts bis zum Ende des "Ancien Régime", mithin bis zur Französischen Revolution. Ihre Lage bietet Ähnlichkeit mit derjenigen der "hommes francs" oder "vilains francs" (bei uns Freileute genannt), die ebenfalls, im Vergleich mit den Leibeigenen, als Privilegierte der Landbevölkerung angesehen werden können.

Bei den bêtes à hoste haben wir es höchstwahrscheinlich mit einem der erwähnten Vorteile der hôtes zu tun. Man kann annehmen, dass das als à hoste bezeichnete Vieh nicht besteuert war, weshalb es wohl eigens in dem der Steuerveranlagung zugrunde liegenden Feuerstättenverzeichnis erwähnt ist. Das relativ häufige Vorkommen desselben lässt darauf schließen, dass die Kategorie der hôtes auch bei uns, wie im Osten von Frankreich, ziemlich stark vertreten war

Wem nämlich das als à hoste bezeichnete Vieh gehört (es handelt sich besonders um Kühe, bei Pferden wird der Ausdruck sehr selten gebraucht), ist aus dem Text des Manuskriptes nicht ersichtlich. Vielleicht dem Bauer und dem Herrn. Es scheint sich um einen alten Rechtsbrauch zu handeln, dessen Bedeutung uns entgeht, vielleicht eine Art Hypothek, die der Herr - in den Dörfern der Propstei der Landesherr selbst - auf das Vieh hatte, wohl als Garantie für die auf dem Gute lastende Schuld.

Auf den Pachthöfen besteht dasselbe System; aber nicht so ausschließlich wie auf den gewöhnlichen Bauerngütern. Es gibt Pachthöfe, wo dem Pächter der ganze Viehbestand gehört, andere wieder, wo Pächter und Pachtherr sich in denselben teilen. Hie und da kommt es auch vor, dass der Eigentümer sich die Pferde reserviert und dem Pächter alles Hornvieh überlässt.

Mammeren

a) Herrschaft Mersch. Dieser Teil des Dorfes wird auch Meyerey Mammeren genannt. Leibeigene Güter. Früher 52 Haushalte, 1656 nur mehr 15.

[Lesung: Pierre Roller, Sandweiler (2009)]

La Mayerie de Mammer pour la
parte de Mersch

Le Village de Mammeren

Sont esté audit village 52 mesnages et restent encor
a quinze Voueri

 

Schilz Meyers Hans: Vogtei, 6 Morgen in einem Bering, 6 Fuder Heu, 3 Pferde, 2 Kühe; schuldet 400 Gulden.

Schilz Meyers Hans at une vouerie 6 jours de terre a la
roye 6 charre^ de foing 3 chlr^ 2 vaches doit 400 fl

Johannes Berchem, Meier (mayeur): Vogtei, 11 Morgen in einem Bering, 9 Fuder Heu, 5 Pferde, 4 Kühe; schuldet 1400 Gulden.

Johannes Berchem mayeur at une vouerie ii jours de
terre a la roye ij charre de foing 5 chle^ 4 vaches
doit 1400 fl^

Claus Schütz: Vogtei, 4 Morgen in einem Bering, 8 Fuder Heu, 2 Pferde, 2 Kühe; schuldet 144 Gulden.

Claus Schutz at une vouerie 4 jours de terre a la roye
8 charre defoing 2 chlr^ 2 vaches a hoste doit 144 fl^

Lüpperts Diederich: Vogtei, 3 1/2 Morgen in einem Bering, 7 Fuder Heu, 1 Pferd, 2 Kühe; schuldet 650 Gulden.

Lupp(ich) Diederich at une vouerie 3½ jours de terre
a la roye ij charre de foing un chle^ 2 vaches a hoste
doit 690 fl^

Wageners Johannes: Vogtei, 7 Morgen in einem Bering, 5 Fuder Heu, 2 Pferde, 3 Kühe; schuldet 350 Gulden.

Wageners Johannes at une vouerie .. jours de terre a la
roye 5 charre de foing 2 chlr^ vache a hoste
doit 390 f

Thomas Claus, Taglöhner: Vogtei, 6 Morgen in einem Bering, 5 Fuder Heu, 3 Kühe; schuldet 200 Gulden.

Thomas Claus at une vouerie 6 jours de terre a la roye
5 charre de foing 3 vaches a hoste 1 est ma.ou…ie..
doit 200 fl^

Pellen Peter ist arm; er hat eine Vogtei, 7 Morgen in einem Bering, 6 Fuder Heu, Pferde, 2 Kühe; schuldet 850 Gulden.

Bellon Peter est pauvre at une vouerie 7 jours
de terre a la roye 6 charree de foing 2 chlr^ 2 vaches
a hoste doit . 50 fl^

Engelen Theis: Vogtei, 4 1/2 Morgen in einem Bering, 4 Fuder Heu, 2 Pferde, 1 Kuh; schuldet 900 Gulden.

Engelen Theis at vouerie 4½ jours a la roye 9 charre
de foing 2 chlr^ i vache doit 900 fl^

Kaupen Jonas: Vogtei, 7 Morgen in einem Bering, 3 Fuder Heu, 4 Pferde, 3 Kühe; schuldet 450 Gulden.

Kaupen Jonas at une voueie 7 jours de terre a la roye
3 charre de foing 4 chlr^ 3 vache doit 450 fl

Bernarts Claus: Vogtei, 1 ½ Morgen in einem Bering, 8 Fuder Heu, 5 Pferde, 3 Kühe; schuldet 400 Gulden.

Bernarts Claus at une 12 jours de terre a la roye
8 charre^ de foing 5 chlr^ 3 vaches doit 900 fl^

Hewerts Theis: Vogtei, 6 Morgen in einem Bering, 6 Fuder Heu, 2 Pferde, 1 Kuh; schuldet 500 Gulden.

Hewerts Theis at une vouerie 6 jours de terre a la roye
six charree de foing 2 chlr^ une vache doit 500 fl^

Schneiders Matheis, Gerichtsdiener u. Schneider seines Handwerks: Vogtei, 4 Morgen in einem Bering, 5 Fuder Heu, 2 Pferde, 1 Kuh; schuldet 350 Gulden.

Schneiders Matheis Sergeant est tailleur de son style
at une vouerie 4 jours de terre a la roye ……
foing 2 chlr^ et une vache a hoste doit 350 fl

Müller Johan Johannes: Vogtei, 7 Morgen in einem Bering, 7 Fuder Heu, 4 Pferde, 4 Kühe; schuldet 450 Gulden.

Muller Johan Johannes at une vouerie 7 jours de terre
a la roye 7 jours de terre a la roye 7 charre defoing 4 ..
4 vache doit 450 fl

Weis Diederich: Vogtei, 5 Morgen in einem Bering, 5 Fuder Heu, 3 Pferde, 2 Kühe; schuldet 850 Gulden.

Weis Diederich at une vouerie 5 jours de terre a la roye
5 charre de foing 3 chlr^ et 2 vache a hoste doit 850 fl

Peter Schmidt, Schmied von Handwerk, hat eine Vogtei ohne sonstigen Grundbesitz, 1 Kuh; schuldet 50 Gulden.

Peter Schmidt Marischal de son style at une vouerie
sans aultre fond at une vache a hoste doit 50 fl

A hoste: 16 Kühe.

In Mammeren steht ein Haus, welches verschiedenen Herren gehört: dem Herrn de la Roche-Conteren; der Witwe des verstorbenen Herrn Zievel; dem Herrn Jean de Frise, der in dem der genannten Witwe de Zievel gehörenden Teil wohnt; dem Türwächter des Provinzialrates Freyerstein, welcher den Anteil des Herrn de Musiel erworben hat und durch seine Diener und Mägde darin haushält. Freyerstein und der genannte Frise beanspruchen Steuerfreiheit und weigern sich, an den Gemeindelasten teilzunehmen. Diesbezüglich ist am Provinzial rat ein Prozeß anhängig gegen Freyerstein, der außerdem sich die Güter von 8 verfallenen und verlassenen Vogteien angeeignet hat.

Jedoch haben weder das genannte Haus noch dessen Eigentümer irgendwelche Gerichtsbarkeit im Dorf Mamer; der oben erwähnte Herr de la Roche ist oberster Gerichtsherr, der Abt von St. Maximin Grundherr.

Die Gemeinde Mammeren schuldet auf Zinsen 500 Gulden.

Die Schatzungh wird halbjährlich an Metz gezahlt.

Sy declarent qui l y at une maison ill.gs appurtenant
a dinirs Serg^ comme le Sr^ de la Roche Conteren la.
vefue de feu .. Zievel .. Jean de ..isen lequel y
demeure maintenant sur la part de la dite vefue de zievel
semblabement l´huyssier freyerstein . y tient mesnage
par ses serviteurs et servantes ayant acquis la part
des^ de Michel lequel comme aus.y ledit s.ite pret..
franchise . et ne veullent rien contribuer aur charger
communer et donc il y at procce au conseil contre l.
freierstein . y annexe les biens de huiet voueries .om.
et delais..

.t nat la dit maison ny les proprie taires d´ …lle et des
biens en dependants aucune jurisdiction audit village
ains le susd^ sr^ de la Roche en est seig^ haut justie.ir
et le sr^ Abbe de st. Maximin serg^ foncies

sy doit la commune de Mammeren a interest 500 fl

payent contribution a Metz par demie annee

 

b) Herrschaft Münster. Leibeigene Güter. Früher 5, jetzt noch 2 Haushalte.

Dicken Peter ist Pächter der Witwe de Ries; er bestellt 2 Morgen Land in einem Bering, hat 6 Fuder Heu, 3 Kühe und schuldet 500 Gulden, mehr als er besitzt.

Bouvers Peter, Pächter der Abtei Münster, bestellt 12 Morgen in einem Bering, hat 8 Fuder Heu, 5 Pferde, die dem Pachtherrn gehören, und 4 Kühe; schuldet 72 Gulden.

A hoste: 7 Kühe, also der ganze Bestand des Ortsteiles.

Als Schatzungh zahlt das ganze Dorf, mit Holtzem, halbjährlich 55 Pattagone.

 

HOLTZEM, auch Holzem genannt

a) Richterey (ein Unterteilung der Propstei wie auch die Landmeierei) Betingen (Mess).

Jacobs Diederich hat eine Vogtei, also ein leibeigenes Gut, beackert 7 Morgen im ganzen, hat 4 Fuder Heu, 3 Pferde, 5 Kühe und schuldet 500 Gulden; er hat die Absicht wegzuziehen und hat zu diesem Zweck auf die Herrschaft Rodenmachern gebaut, wo er Güter hat, die ihm gehören (Rodenmachern hatte auch Besitzungen in Holtzem).

Michels Johan, Köhler, hat eine Hütte ohne Grundbesitz, 3 Pferde, 4 Kühe « à hoste » und schuldet 150 Gulden; er beackert ungefähr 3 Morgen Land des Herrn Rechlingen, der Herr von Autel ist, und plant sich auf dessen Grund und Boden niederzulassen, wo ihm bessere Bedingungen gemacht werden, wogegen er sich in Holtzem nicht erhalten kann.

b) Herrschaft Münster (Abtei). Früher 8, jetzt nur mehr 3 Haushalte. Leibeigene Güter.

Strengen Peter, Meier, hat eine Vogtei mit Dependenzen, 8 Morgen in einem Bering, 14 Fuder Heu, 5 Kühe; schuldet 350 Gulden.

Weber Petges Johan: Vogtei mit Dependenzen, 6 Morgen in einem Bering, 9 Fuder Heu, 3 Pferde, 3 Kühe « à hoste »; schuldet 250 Gulden.

Reitters Diederich: Vogtei mit Dependenzen, 7 Morgen in einem Bering, 8 Fuder Heu, 4 Pferde, 4 Kühe; schuldet 200 Gulden.

Zusammen mit dem der Abtei Münster gehörenden Ortsteil von Mammeren zahlen die Holtzemer an Metz halbjährlich 55 Pattagone Schatzungh.

c) Herrschaft Rodenmachern. Leibeigene Güter, früher 4, jetzt nur ein Haushalt. Namen und Einzelheiten fehlen.

d) Herrschaft Zolver. Leibeigene Güter. Früher 3 von Differdange abhängige Haushalte, jetzt nur einer.

Lorentz Sondags hat eine der Äbtissin von Differdange gehörende Vogtei, 3 Morgen in einem Bering, 4 Fuder Heu, 1 Pferd, 4 Kühe "à hoste"; schuldet 600 Gulden.

e) Herrschaft Autel. Früher 1 Haus, das jetzt zerstört und verlassen ist.

 

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