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Die Gräber des gallo-römischen vicus von Mamer

 

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Das westliche Gräberfeld

Wir kennen zwei zum vicus gehörige Gräberfelder: eines am westlichen Ausgang des vicus an der Römerstrasse von Reims nach Trier in Richtung Arlon sowie ein zweites am östlichen Ausgang in Richtung Trier.

Das westliche Gräberfeld auf der Flur "oenner Kinneksgrond" wurde erst spät beim Bau einer Wohnsiedlung im Jahre 1971 endeckt; in den darauffolgenden Jahren wurde es zu einem beträchtlichen Teil überbaut, ohne daß archäologische Untersuchungen erfolgt wären. Funde aus diesem Gräberfeld sind nicht erhalten, seine genaue Ausdehnung bleibt unbekannt; im Lehm konnten nur mehr letzte Reste einiger Brandgräber beobachtet werden.

Lediglich 3 an der Oberfläche gefundene Münzen des 1. und 2. Jh. liegen vor:

[FMRL II, S. 133, Nr. 139] "Ein As des Nero, Lyon 63/68, ein Dupondius des Trajan, Rom 103/11 und ein Sesterz aus dem 1./2. Jh."

[Metzler, 1973, S. 488] "Im Frühjahr 1973 wurden nördlich der Mamer, hart an der Römerstraße, beim Straßenbau in einer Neusiedlung römische Gräber zerstört. Letzte Reste von einigen Brandgräbern konnten im sehr festen Lehm beobachtet werden. Eine Nachgrabung war zu diesem Zeitpunkt wegen Personalmangels unmöglich, da gleichzeitig 300 m weiter südlich ganze Wohnviertel des römischen Vicus abgebaggert wurden. Die im Abschnitt I aufgelesenen Münzen und Keramikreste datieren die angeschnittenen Gräber in die zweite Hälfte des ersten und in den Anfang des zweiten Jahrhunderts n. Chr."

Pläne der Gemeinde Mamer zwecks Errichtung des Schul- und Kulturzentrums "Kinneksbond" veranlassten letzte Untersuchungen in diesem Bereich, die jedoch keine weiteren Erkenntnisse brachten.

[Rapport du Conservateur, 2003] "Les importantes prospections géomagnétiques et mécaniques entreprises en février et mars 2002 à Mamer- "Kinnegsbond" sur l’ensemble des terrains (6 ha) du futur centre scolaire de la Commune de Mamer n’ont pas apporté les résultats escomptés."

Begin der Bauarbeiten auf "Kinneksbond". (Foto: Robert Thill)
Begin der Bauarbeiten auf "Kinneksbond". (Foto: Robert Thill)


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