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Das östliche Gräberfeld
Etwas besser
unterrichtet sind wir über das östliche Gräberfeld am Tossenberg durch die seit
Jahrhunderten hier getätigten Funde, durch eine grössere Grabung von De La
Fontaine/Namur aus dem Jahre 1844 sowie den Grabungen der « D'Georges Kayser
Altertumsfuerscher » im Auftrag des « Musée National d'Histoire et d'Art ».
Besonders wertvoll sind
in unserem Zusammenhang seine Beschreibungen der Überreste von zwei
römerzeitlichen Grabmonumenten sowie die Zeichnungen der von ihm beschriebenen
Stücke. Wir kennen diese Zeichnungen, die zum größten Teil von Wiltheim selbst
stammen, einerseits aus seinem Manuskript, andererseits durch Nachzeichnungen,
die speziell von einem unbekannten Zeichner für die Ausgabe eines Atlas
angefertigt wurden.
Der Atlas, bezeichnet
als Delineamenta oder Delineationes, befindet sich im im
Staatsarchiv Luxemburg, Institut Grand-Ducal, Section Historique, Abt. 15,
Nummer 382. Eine Gegenüberstellung der Originalzeichnungen sowie der Zeichnung
des Atlas befindet sich bei
Charles Marie Ternes,
Répertoire Archéologique du
Grand-Duché de Luxembourg,
Tome l, Texte et Tome II. Planches. Bruxelles. 1970, Centre National de
Recherches Archéologiques en Belgique, Série C).
Über den genauen Fundort
der von ihm beschriebenen Mamer Grabsteine macht Wiltheim leider keine Angaben.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit kann man aber annehmen, daß diese von Grabbauten
stammten, die an der Römerstrasse in Richtung Trier am Rande des östlichen
Gräberfeldes aufgestellt waren.
Eine weniger
ernstzunehmende Erwähnung des östlichen Gräberfeldes von Mamer stammt aus der
Feder des selbsternannten "Chevalier" l'Évêque de la Basse-Moûturie, eines
Belgiers, der im Jahre 1843 Luxemburg durchquerte. Obwohl er weder Archäologe
noch Historiker war, so sind seine Berichte doch insofern interessant, als er
als Zeitzeuge über eine genaue Beobachtungsgabe verfügte. Er berichtet folgendes
über seinen ersten Eindruck des Gräberfeldes:
[CEBM
1980, S. 45-46.]
"Lorsqu'on
a franchi la côte qui longe le Mameren Schloss, on aperçoit, à un kilomètre
environ vers le sud, le joli village de Bertrange. La voie romaine d'Arlon à
Luxembourg se trouve ici rapprochée à 50 pas de l'angle décrit par la
grand'route.
Sur
le flanc méridional de ce Kem est un vaste champ qui vient d'acquérir une
espèce de célébrité par les découvertes archéologiques qui y ont été faites
tout récemment.
Déjà, quand nous nous y sommes arrêté, au mois de juin
dernier, nous avons été émerveillé à la vue des innombrables débris de
poteries romaines de toute espèce dont le sol se trouve parsemé."

Rekonstuktionsversuch einer Gräberstrasse (Quelle:
http://www.illu-atelier.de/) |