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Ältere Funde
aus dem Bereich des östlichen Gräberfeldes
Der Grabstein des Ehepaares
Block eines Grabmonumentes,
das auf den beiden Seiten jeweils eine Tänzerin darstellt; auf der Vorderseite
das Bildnis eines Ehepaares. Sandstein. Höhe 73,5 cm, Breite 77 cm, Tiefe 56,5
cm. Es handelt sich um den einzigen der beiden von Witheim beschriebenen
Grabsteine, der bis heute erhalten geblieben ist. Er wird im Nationalmuseum für
Geschichte und Kunst unter der Inventarnummer 144 aufbewahrt (vgl.
WILTHEIM, pars II, liber VIII, caput IV, S. 134-138 sowie WILHELM 1974, S. 42,
Nummer 291).
Wiltheim interpretierte diese Tänzerinnen als Teil einer Darstellung der Mythen
um Kassandra und Eurydike (zu diesen Mythen vgl. Daremberg, Saglio, Pottier:
Dictionnaire des Antiquités Grecques et Romaines, Paris, 1987 sowie M.C.
Howatson: Dictionnaire de l’Antiquité, Paris 1993. S.
185-186 und S. 703-704).
Das Ehepaar hat sich in
aufrechter Stellung abbilden lassen. Der Mann, dessen Gesicht seiner Frau
zugewandt ist, trägt in seiner linken Hand ein gefülltes Geldsäckchen,
offensichtliches äußeres Zeichen seines Erfolges. Die Fingerspitzen seiner
rechten Hand ruhen auf seinem Mantelkragen in der Höhe des Halses. Er trägt
einen Mantel mit Kapuze, darunter eine enganliegende Hose.
Die Frau hält in der
linken Hand ein kleines Gefäß mit Henkel, wahrscheinlich ein Parfümbehälter.
Ihre rechte Hand ist bis in die Höhe der Brust erhoben, die Finger sind
ausgestreckt und die Handinnenfläche zeigt zum Beobachter, als ob sie diesen
grüssen wollte. Sie ist mit einer bis zu den Füssen reichenden langen Tunika
bekleidet, deren Ärmel weit offen sind.
Eine direkte Parallele
zu diesem Grabstein stellt ein im
Archäologischen Museum von Arlon aufbewahrtes Grabrelief dar. Bereits
Wiltheim zog in seinem Text Vergleiche zwischen diesen beiden Grabmonumenten.
Eine weitere Parallele zu diesem Grabstein bei
WILHELM, 1974,
S. 42).
Text aus Buch VI, Kapitel II über Arlon
Wiltheim vermerkt zum
Bildnis des Ehepaares:
"Der Stein wurde jedoch nicht gesetzt für den Gatten oder für die beiden
Vermählten, aber für die verstorbene Gattin durch den lebenden Gatten, anhand
der mythischen Mysterien der Euridyke und der Kassandra ein Beispiel der
Keuschheit und der extremen Reinheit einer schamhaften Ehefrau."
Wir wissen nicht, wie Wiltheim zu
dieser Aussage gelangte. Eher unwahrscheinlich ist, daß er die heute fehlende
Inschrift des Grabmonumentes selbst gesehen hat, da sie in seiner Beschreibung
nicht erwähnt wird. Wahrscheinlicher ist, daß es sich hier um seine persönliche
Überlegungen zur Idealisierung der Keuschheit handelt. (Er zögerte nicht, die
anfänglich unbekleidet gezeichneten Mythen mit passenden Röckchen zu versehen.
Zu den unverhüllten Tänzerinnen auf dem Grabstein von Arlon schreibt er
[WILTHEIM,
pars II, liber VI, caput X]:
"Frauen
sind auf den beiden Seiten des Blocks dargestellt, diejenige rechts kaum
verhüllt, diejenige links so nackt, daß meine Schamhaftigkeit sich scheute,
sie zu zeichnen.".
Über den Verbleib des Steines
macht Wiltheim nur folgende Angabe: "Mansfeld liess in
der Ortschaft Mamer diesen Stein entfernen"
[WILTHEIM,
pars II, liber VIII, caput IV, S. 134-138].
Nach der Auflösung der Sammlung Mansfelds in
Luxemburg-Clausen gelangte der Grabstein in den Besitz des Jesuitenkollegiums,
von wo er 1866 (?) ins Nationalmuseum gelangte.
Anhand der Elemente, über die wir
verfügen, kann eine Datierung des Grabsteins in die 2. Hälfte des 2. Jh.
vorgeschlagen werden.
Beschreibung von
[Wilhelm 1974, S. 42]:
"291
Moitié supérieure de l'édicule d'un monument funéraire.
L'homme dont la
main droite est ramenée sur la poitrine et qui tient de l'autre main une
bourse, est légèrement tourné vers la femme à sa droite. Elle tient un flacon.
Les faces
latérales présentent l'une, une danseuse nue, les bras levés et jouant des
crotales, l'autre une danseuse également nue, le bras gauche levé, la paume de
la main ouverte, celui de droite baissé. (D'après le dessin du manuscrit
Wiltheim, un serpent entourait la cheville gauche de cette dernière femme.)
H. 73,5 Larg. 77 Prof. 56,5 cm. -
Grès.
Provenance : Mamer, transférée à
Clausen, dans les jardins du palais Mansfeld (A. Wiltheim). Ensuite Collection
des Pères Jésuites à Luxembourg.
Musée (1866?) - N° d'inv. 144.
Références : Wilhelm, 1974 N° 291 p. 42 Wiltheim, Lux. Rom. II, 135 Delin. fol. 128 fig. 366, 368, 369 (=Neyen, p. 305
pl. 90 fig. 414-416 Ternes, RAL fig. 279-284)
(cf. Engling, wiedergef. Bildst.
p. 107: mais d'après les descriptions données par Engling, ce fragment ne fait
pas partie des pierres retrouvées en 1866.) Espérandieu N° 4194."
Beschreibung von
[Epérandieu V, Nummer 4194]:
"Cippe en deux fragments transporté
de Mamer à Clausen, dans les jardins Mansfeld.
Un des fragments a été retrouvé, en
1866, en ouvrant la rue de l'Athénée, près de l'ancien collège des Jésuites; il
est au Musée de Luxembourg; l'autre est perdu.
Calcaire grossier.
Hauteur du fragment retrouvé, 0 m.
68; largeur, 0 m 73; épaisseur, 0 m. 52.

Sur la face principale, un homme et
une femme debout; leur vêtement se compose d'une tunique et d'un manteau.
L'homme est imberbe et porte une bourse; la femme tient un flacon.

Le dessin de
Wiltheim indique sur chaque face latérale une femme nue : l'une paraît fuir; sa
jambe gauche est entourée d'un serpent; l'autre joue
des crotales. Le fragment ne contient que la moitié supérieure de la femme nue
de droite et des restes informes de la tête et des deux bras de celle de gauche.
Wiltheim a cru qu'il s'agissait de Cassandre et d'Eurydice. N'était-ce le
serpent, que je ne puis pas expliquer, j'y verrais simplement des danseuses."
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