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Ältere Funde
aus dem Bereich des östlichen Gräberfeldes
Männliche Büste
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Zeichnung
aus dem Originalmanuskript "Luxemburgum Romanum"
von Alexander Wiltheim |
Zeichnung
aus dem Atlas « Delineamenta » |
Zeichnung
aus der Edition Neÿen, Luciliburgensia sive
Luxemburgum Romanum |
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Zu dieser Büste schreibt Wiltheim
[WILTHEIM,
pars II, liber VIII, caput IV, S. 134-138.]:
"Senator
Binsfeld ließ die Darstellung eines Mannes in gallischem Mantel aus Mamer
bringen; sie befindet sich jetzt in unserem Garten."
Senator Christophe Binsfeld,
Generalprokurator, dann Ratsherr am Provinzialrat, war der Schwager Wiltheims.
Mit “unserem Garten” meint Wiltheim den Garten des Jesuitenkollegiums in
Luxemburg, in dem zahlreiche römische Skulpturen vereinigt waren. Nach dem Tode
Wiltheims zeigten seine Jesuitenbrüder sowie seine Familie so wenig Interesse an
der Sammlung, daß die Skulpturen als Konstruktionsmaterial eines neuen Flügels
des Kollegiums benutzt wurden (hierzu
[TERNES 1978, S. 119.].
Die Büste des Mannes im cucullus war sicherlich Teil einer Grabstele. Der
gallische Kapuzenmantel war ein populäres Bekleidungsstück unserer Region; aus
dickem Stoff angefertigt wurde er vorzugsweise in der kalten Jahreszeit
getragen. Die Pelerine reichte bis zu den Knöcheln; zwecks besserer
Bewegungsfreiheit gürtete man sie. Der V-förmige Ausschnitt lässt das Unterkleid
erahnen, das wahrscheinlich aus einer einfachen Tunika bestand.
Vergleiche mit ähnlichen Funden aus dem Arloner Museum könntem diese Grabstele
in die 2. Hälfte des 1. Jh. n. Chr. datieren.
Hierzu
[Espérandieu, V, Nr. 4198]:
"Fragment trouvé à
Mamer. Autrefois à Luxembourg, dans la collection Binsfeld. Perdu.
Dessin, tiré de Wiltheim. — A. Wiltheim, Lux. rom., II, p. 138 (dessin); Dél.,
fol. 129, n° 370 = édit. Neyen, p. 305 et pl. XG, n° 417.
Homme imberbe, vêtu d'une tunique et d'un manteau. Probablement un débris de
monument funéraire."
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