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Römische Gebäudeüberreste
Tossenberg-"Hédeschlass" ("Groussgraecht")
[Draft]

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Carte régionale 1:20000
© Origine Administration du Cadastre et de la Topographie Luxembourg (ACT)
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"Heidenschloss" - ein bezeichnender Name für antike Überreste obwohl Schloss in dem Sinne irreführend sein kann, dass man sich hier mehr erwartet als nur Gebäudeüberreste eines noch im Vicusbereich liegenden Hauses.

Im Jahe 1968 wurde hier zum ersten Mal gegraben. Eine Amateurgruppe aus Bartringen führte, mit ministerieller Erlaubnis, eine Probegrabung am Fuße des Tossenberges durch. Hierbei wurden verschiedene kleine Räume aufgedeckt, wovon einer mit einer Hypokaustanlage versehen war. Das Interesse hielt allerdings nicht allzulange an, so daß die Zusammenhänge jener Bauspuren heute nicht mehr erkannt werden können, besonders da weder Grabungsbericht, noch Grabungsunterlagen vorliegen.

[Gérard Thill, PSH 86, 1971, Rapport du Conservateur 1968]

Le Musée a surveillé plusieurs fouilles d’amateurs autorisées par le Ministère des Affaires Culturelles  ... Un groupe a commencé à fouiller une villa entre Bertrange et Mamer, au lieu dit « Tossenberg », sans persévérer cependant.

Die Münzen der Grabung von 1968:

[FMRL I, pp. 65-66]

« Tossebierg »-« Hédeschlass » (« Groussgraecht »)
Villa romaine fouillée en 1968

Antoninus Pius
1        S        139/156        Rom   RIC 538 type

Valentinianus I
2        Ae3    364/375        ?        LRBC?           ?/?/?
Type: GLORIA RO-MANORVM (8)

Valentinianus I ou Valens
3        Ae3    367/375        Sis      LRBC 1424-29          ]SIS[/R-RC/F

Valens
4        Ae3    367/375        Tre     LRBC -          TRP/*/-
Av.: Vn1B; Rv.: GLORIA RO-MANORVM (7)

5        Ae3    367/375        Arl      LRBC 528      ]CON/-/-

6        Ae3    364/375        Arl      LRBC ?          TCON/-/?
Type: SECVRITAS-REIPVBLICAE.

Gratianus
7        Ae3    378/383        Tre     LRBC 132      TRP/-/-

Empereurs indéterminés
8        Ae3    364/378        Arl      LRBC ?                   ]CON[/O/FII
Type: GLORIA RO-MANORVM (8)

9        Ae3    364/378        Arl      LRBC ?                   ?/OF/III
Type: GLORIA RO-MANORVM (8)

10      Ae3    364/378        Arl      LRBC ?                   ]CON/?/?
Type: SECVRITAS-REIPVBLICAE.

11      Ae3    364/378        ?        LRBC ?                   ?/?/?
Type: SECVRITAS-REIPVBLICAE.

12      Ae3    364/378        ?        LRBC ?                   ?/?/?
Type: Victoire à gauche

13      Ae3    364/378        Arl      LRBC ?                   SCON/-/-
Type: REPARATIO-REIPVB.

Theodosius I
14      Ae4    378/383        Tre     LRBC 149      ]MT[/-/-

Empereurs indéterminés
15      Ae4    388/402        ?        LRBC            ?/-/-
Type: VICTORIA AVGG(G) 1.

16-

Type indéterminé
17      Ae4    Ive siècle      ?        LRBC ?                   ?/?

Type indéterminé

IMITATION LOCALE

Empereur indéterminé

18      Type indeterminé (330/341?) 

[FMRL II, p. 24]

« Tossebierg »-« Hédeschlass »
Villa romaine fouillée en 1968

Valentinianus I
1        Ae3    364/375        ?        LRBC?           ?/?/?
Rv.: GLORIA-REIPVBLICAE

Valens
2        Ae3    367/378        Arl      LRBC 528 et 552      SCON/-/-

Magnus Maximus
3        Ae2    383/387        Arl      LRBC 555                TCON/-/-

Entre villa « Hédeschlass » et chemin « Wollefskaul »

Dynastie valentinienne
1        Ae3    364/378        ?        LRBC ?                            ?/                                            

[FMRL III, p. 29]

 Dans l’hypocauste, fouillé en 1968 par M. L. Mousset

Valens
1        Ae3    367/375        Arl      LRBC 510      ]CON/-/N      CML 332

Nach über 40 Jahren wird nun wieder seit 2008 an dieser Stelle gegraben. Nachdem die im Jahre 1968 freigelegten Mauern des "Hédenschlass" durch dichten Bewuchs vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen blieben und fast in Vergessenheit gerieten, werden nun im Zuge der Grabungen entlang der Zufahrtswege zur Europaschule die vorhandenen Strukturen komplett vermessen und ausgegraben. Die Grabungen werden von Véronique Biver und Matthias Paulke vom Staatsmuseum durchgeführt.

Auch ein Teil der Römerstrasse Reims-Trier konnte hier erfasst werden, welche in nächster Nähe der Gebäudeüberreste liegt, bevor sie nach NO in Richtung Bartringen abdreht.

 

musée info

oktober_november_dezember 2009

Musée National d'Histoire & d'Art

 

Ausgrabungen in Mamer/Bartringen „Nouvelle École Européenne“

 

Seit 1999 untersucht der archäologische Dienst des MNHA einen Teilbereich des römischen Vicus von Mamer/Bartringen.

 

Zunächst im Vorfeld des Baus des „Lycée Josy Barthel“, dann im Zuge des Neubaus der Europaschule in Mamer/Bartringen wurden umfangreiche Rettungsgrabungen notwendig. In elf Teilflächen konnte der Verlauf der römischen Hauptstraße sowie die römische Bebauung untersucht werden.

 

In der seit 2008 untersuchten Fläche ist die Erhaltung der Gebäude sowie der Straße als außerordentlich gut zu bezeichnen. Neben dem komplett erhaltenen Straßendamm, der zumindest auf einer Seite von einem Laubengang flankiert wurde, konnten der Kreuzungsbereich mit einer Nebenstraße, ein Brunnen sowie zwei sog. Streifenhäuser untersucht werden.

 

Dieser Gebäudetyp war in den römischen Nordwestprovinzen weit verbreitet und ermöglichte möglichst vielen Anliegern den Zugang zur Durchgangsstraße. Die Haus - bzw. Grundstücksbreite lag oft bei nicht mehr als 5 Metern. An der Straßenseite, der Giebelseite der Gebäude, befanden sich häufig Ladenlokale, von denen aus die Kundschaft auf der Straße bedient werden konnte.  Im rückwärtigen Hofbereich der Häuser konnten zahlreiche Herd- und Feuerstellen untersucht werden, die z.T. handwerklichen Aktivitäten dienten.

 

Véronique Stead-Biver, Matthias Paulke

 


Foto: MNHA

 

 

 

 

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