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DIE HERREN VON MAMER
Ursprung, Bedeutung und Entwicklung der Herrschaft von Mamer
Dass es in Mamer eine dem wahrscheinlich niedrigen Adel angehörende Familie
gegeben hat ist seit 1166 urkundlich
belegt. Ursprung und Rolle dieser Familie sind jedoch nicht bekannt. Es könnte
sich hier um eine Familie handeln, die gewisse Privilegien aus Rechten, die mit
den besessenen Gütern gekoppelt waren, erhalten hat.
Vielleich handelt es sich auch um eine Familie, welche im heutigen Mamer Raum
Fuß fasste und sich dort als Nebenlinie eines größeren Geschlechtes und (oder)
sich zu einer eigenständigen Familie oder Linie weiterentwickelte. Hierbei
könnte es sich um eine Familie handeln, welche ursprünglich als Gefolgschaft
der ursprünglichen Besitzer von Mamer in Erscheinung getreten ist. Theoretisch
könnte die in der Schenkungsurkunde von 960
besonders erwähnte Alphilda mit ihren Söhnen, die namentlich aufgeführt sind "cum
ancilla Alphilda et filiis eius Woppone, Humboldo et Thietgero", um eine
solche privilegierte Familie handeln, aus welcher sich eine Art von Ortsadel
entwickelte.
[Flener, 1960, S. 43]
"Der Jesuitenpater
Bertholet erwähnt in seinem 1743 erschienenen
Werke: "Histoire ecclésiastique et civile du Duché de Luxembourg et Comté de
Chiny" auch "das sehr alte und edle" Rittergeschlecht derer von Mamer. (B.
2, S. 39, und B. VII, S. 370)."
Wo Flener dieses Zitat in [Bertholet, 1741] gefunden hat ist unklar. Der Verweis
auf Band II, S. 39 führt zu keinem Resultat. Bei Bertholet steht in Band VII, S.
370 nur folgendes:

Als "Maison Noble" werden die von "Mammeren" noch im
Inhaltsverzeichnis zu Band VII bezeichnet :

Außer ihrer Präsenz bei verschiedenen offiziellen Anlässen ist von der
Herrschaft von Mamer nicht viel zu berichten. Ob sie eventuell Schutzvögte von
Mamer waren, kann nicht bestätigt werden.
[Flener, 1960, S. 34]
"… für Mamer sollen, nach de la Fontaine, ursprünglich die Edelherren von
Mamer Schutzvögte (der Abtei St. Maximin)
gewesen sein (bis das Amt am 7. Januar
1325 an die Herren von Mersch kam)."
Flener zitiert de la Fontaine nach dem diese Familie schon früh ausgestorben
sein soll
(Publ. 1858 / S. 55).
Im Jahre 1509 finden wir jedoch noch Wilhelm von Mamer, der das Wappen des alten
Rittergeschlechts führte und folglich demselben angehörte.
Nicht mehr zu vertreten ist auch die Annahme, das Burghaus hätte auf der Flur "Bierg"
gestanden.
[Flener, 1960, S. 43]
"Nach dem
"Itinéraire du Luxembourg germanique" des
Chevalier Lévêque de la Basse-Moutûrie, der im Jahre 1837 unter Land
durchreiste, stand das Burghaus dieses Geschlechts auf der Anhöhe "Bierg",
da, "wo der Mamerbach sich nach Norden wendet". Das Burghaus wäre demnach
auf den Fundamenten des römischen Kastells "Mambra" erbaut worden."
Der Chevalier schreibt auf Seite 45:
[CEBM, 1980, S. 45]:
"Le château de Mamer n'existe plus depuis fort
longtemps; néanmoins on a, il peu d'années, trouvé de vestiges de ses
fondements à droite du ruisseau, sur le monticule qui domine la chaussée
moderne, à l'endroit où elle monte et se brise à angle droit, pour se
diriger vers Luxembourg. Ce monticule porte encore le nom de château
(Schloss)."
(vgl.: Das Mamer Schloss)
Das Wappen der Mamer Herren
[Flener, 1960, S. 43]
"Dr. Neÿen beschreibt in seinem Armorial das Wappen
der Edlen von Mamer mit: "D'or à 3 anicroches de gueules, posées 2, 1".
|
 |
 |
| Echtes Wappen der Edlen von Mamer. |
Von Rietstap irrtümlich als Wappen der Edlen von
Mamer angegeben. |
| Zeichnungen aus
[Flener, 1960, S. 34] |
|
Der leider zu früh verstorbene Fachgelehrte, Professor Paul Medinger, war
der Ansicht, daß Rietstap versehentlich statt "anicroches" (Wolfsangel,
Doppelhaken) "anilles" (Mühleisen) schrieb und daß die Beschreibung von Dr.
Neÿen die richtige ist (vgl. Dr Bernhard Peter,
Besondere Motive: Die Wolfsangel).
Tatsächlich weist das Siegel, mit dem Wilhelm von Mamer am 9. September 1517
siegelte, das erstgenannte Wappen mit "anicroches" auf. (Archives de la
section historique.) Auch Professor Dr. Georg Kieffer beschreibt in "Ons
Hémecht" (J. 1928, S. 348) das Mamer Wappen mit: "In gold drei rote
Wolfsangeln, zwei im Haupt und eine im Fuß".
Das in der Festbroschüre des Kantons Capellen zur Unabhängigkeitsfeier im
Jahre 1939, wie auch das große, beim Campingsfeld im Gaschtgrund längs der
Straße angelegte Wappen, beide nach Rietstap abgebildete, stellen demnach
nicht das richtige Mamer Wappen dar.

Das beim Mamer Campingplatz angelegte Wappen ist heute
unkenntlich.

Die Form und die einfachen Zeichen des Mamer Wappens weisen dasselbe unter
die ältesten Wappen ein und so mag der Ursprung des Geschlechtes ziemlich
weit zurückliegen."
Der Heraldiker
Rietstap
hingegen beschreibt in seinem Armorial Général
(Band II S. 141) das Wappen mit: "D'or à 3 anilles
(Mühleisen) de gueules, posées 2,
1".

aus [Rietstap, Armorial II, S. 141]
In
der Ausgabe des Armorial von 1861 bezeichnet Rietstap das Wappen noch mit "D'or
à 3 crampons de gueules". Die Wolfsangel ist auf vielen Wappen adeliger
Familien zu finden. Sie solll jedoch nicht darauf schliessen lassen, dass es in
unserer Gegend zahlreiche Wölfe gegeben hat, sondern ist als Symbol der
Wehrhaftigkeit zu interpretieren.

aus [Rietstap, Armorial I]
Conrad von Mamer, erwähnt 1166.
Als ersten urkundlich bezeugten Mamer Ritter kennen wir Conrad von Mamer, der im
Jahre 1166 Zeuge war, als
Graf Heinrich der Blinde der Münsterabtei die Sankt Nikolaus-Kirche in
Luxemburg schenkte. Ebenso war er Zeuge, als derselbe Graf der Abtei Echternach
die Ortschaft Bollendorf zurückerstattete (1173).
Das
Lehensverzeichnis des Maximiner Urbars erwähnt ein
Lehen
des Konrad Mamer welches Thomas von Luxemburg
hat:
Feodum Conradi Mambre tenet Thomas de Luzelenburch ...
Otto von Mamer, erwähnt
um 1200?.
Im
Lehensverzeichnis des Maximiner Urbars
wird ebenfalls ein Otto von Mamer (Mambre)
erwähnt, dessen Lehen die Söhne des Hitzmann von Luxemburg haben:
Filii
Hizemanni de Luzelenb(urch) habent feodum ... et Ottonis de Mambre ...
Das Lehensverzeichnis wird nach
[Lamprecht 1885, S. 114 f.]
in die
Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert datiert.
Philipp von Mamer ∞
Margaretha von Mamer, erwähnt 1214.
Philipp von Mamer war zugegen bei der Vermählung der
Gräfin
Ermesinde (* im Juli 1186; † 12. Februar 1247), die im Alter von 27
Jahren im Mai 1214
Walram IV.
(1180 † 1226), Herzog von Limburg heiratet. Philipp wird bei
[Bertholet, 1741, Bd. IV. SS. 322-325]
in der Liste der Ritter
aufgeführt, die an einem bei dieser Gelegenheit veranstaltetem Turnier
teilnahmen (vgl.
[Klensch,
1930]
Die Luxemburger
Adelsfamilien vor 700 Jahren). Er wird 1238 als tot erwähnt.
[Resch
1911, Fussnote 21,
S.43: [Hontheim 1750 Band I. 718 b.]]

Margaretha von Mamer, erwähnt 1238.
Kinder:
Margaretha von Mamer,
Witwe von Philipp von Mamer, aus dem Geschlecht der Edlen von Hollenfels, schenkte
am 25. September 1238 dem Kloster Marienthal ihren Anteil am Patronatsrecht
der Pfarrkirche von Tüntingen mit Einwilligung ihrer Söhne Tilon, Wilhelm
und Jakob.
Jakob wird erwähnt in einem
Dokument vom 3. Oktober 1238,
worin Margareta, Priorin und das Kloster Marienthal erklären, dass sie von
Jakob ein Erbe zwischen Kalenbach und Ansemburg erhalten haben.
Nach de la Fontaine soll diese Familie (von Mamer) schon früh ausgestorben
sein (Publ. 1858 / S. 55). Rietstap berichtet in seinem Armorial général,
das von ihm beschriebene Wappen würde von der in Luxemburg und Österreich
verbreiteten adligen Familie von Mamer geführt. Nach
[Resch
1911, S.44]
scheint die Familie im 14. Jh.
ausgestorben zu sein.
Im 17. Jh. scheint es jedoch noch einen Schlossherrn in Mamer gegeben zu
haben: [Flener, 1960, S. 26]
"Als im 17. Jahrhundert die gelehrten Brüder
Alexander und Christoph von Wiltheim bei dem Schlossherrn zu Mamer auf
Besuch weilten, ….". Derselbe Text befindet sich bei
[Engling, 1849, S.
8]: " Als im 17. Jahrhundert die gelehrten Brüder Alexander und Christophe
von Wiltheim bei dem Schlossherrn zu Mamer auf Besuch weilten, …" Ob es
sich hier jedoch um einen Nachkommen der adligen Familie oder nur um den
damaligen Besitzer des Schlosses handelt, sei dahingestellt (vgl.
Mamer vu par Alexandre WILTHEIM dans son oeuvre principale, le « LUXEMBURGUM ROMANUM »).
Wilhelm von Mamer, erwähnt 1351
1351 befindet
sich ein Edelmann Wilhelm von Mambres im Dienste der Stadt Metz.
[Resch
1911, S.44]
Johann von Mammern, erwähnt 1404
Am 14. August 1404
beglaubigt Johann von Mammern, Dekan von Mersch?, die Kopie einer Urkunde
vom 16. September 1333, worin Heinrich, Herzog von Salm auf die
Patronatsrechte der Kapellen von Aldringen und Bockholtz zugunsten von
Johann, Herr von Useldingen, verzichtet (siehe
ebenfalls).[Van
Werveke, Ansembourg 1, SS. 22-23]
Wilhelm von Mamer, erwähnt 1509 ∞
Catharina von der Schüttburg
Kinder:
-
Lentz
-
Heinrich
-
Johann
-
Theodor
-
Margaretha
Bruder:
Im Jahre 1509 finden wir Wilhelm von Mamer, der das Wappen des alten
Rittergeschlechts führte und folglich demselben angehörte. Das noch
erhaltene Siegel Wilhelms weist das alte Wappen mit den drei Wolfsangeln
auf. Das von de la Fontaine (Publ. 1858 / S. 55) erwähnte
Erlöschen der Familie kann also nicht im Sinne von Aussterben der Familie zu
verstehen sein.
Das Geschlecht,
welches wohl zu keiner Zeit von hervorragender Bedeutung
war, scheint allmählich ganz verarmt zu sein. Darauf lassen wenigstens
die vielen Verkäufe schließen, die Wilhelm von Mamer und seine Ehefrau,
Katharina von Schüttburg, zu Beginn des 16. Jahrhunderts tätigten.
An Nachkommen fehlte es jedenfalls nicht und es lässt sich eher annehmen,
dass die Familie infolge Verarmung auf tiefere soziale Stufen sank, wo ihre
Spuren sich im Dunkel verloren.
Wilhelm von
Mammeren und seine Frau Katharina von der Schüttburg verkaufen am 20. März
1508 eine jährliche Rente von 3 Ohm (der 6. Teil eines Fuders) und 5 Sester
Wein sowie ihre Einkünfte aus dem Nyederherren gut in Born an der
Sauer, das Wilhelm durch Teilung mit seiner Schwester Katharina und seinem
Bruder Engelbert zugefallen ist, an Nicolas Munschacker, Pfarrer von
Schoenberg,für 100 Luxemburger Gulden.
[Van Werveke, Ansembourg 1, S. 69]
Am 20. Januar 1509
verkaufen Wilhelm und Katharina Wilhelm von der Schüttburg und Maria, dessen
Frau, Schwiegervater und Schwiegermutter des Erstgenannten, ihre Güter zu
Mamer, welche während 18 konsekutiven Jahren zu bewirtschaften sind.
Professor Nikolaus van Werveke berichtet in seinen Mamer betreffenden
Notizen, Localités, dass Wilhelm am 2. Juli 1509 dem Dominikanerkloster zu
Luxemburg die Renten einer ihm zu Mamer gehörenden Vogtei für 80 Gulden
verkaufte.
Am 20. Juni 1517 verkaufte er die Renten zweier anderer Vogteien für 213
rheinische Gulden an den Markgrafen
Philipp von
Baden. Diese Renten betrugen 5 Malter Weizen, 5 Malter Roggen, 5 Sester
Erbsen, 4 Gulden, 15 Kapaune und 12 Hühner. Die Vogteien hießen Ronnen- und
Clausvogtei.
Am 28. Mai 1520 verkaufte er dann dem Markgrafen auch sein Burghaus, das
ihm bei der Teilung des väterlichen Erbes mit seinem Bruder Engelbert
zugefallen war. Alle diese Verkäufe waren mit dem Vorbehalt des Rückkaufs
abgeschlossen worden. In der Verkaufsurkunde erklärt Wilhelm, das Burghaus
sei ihm bei Teilung des väterlichen Erbes mit seinem Bruder Engelbert
zugefallen
(Van Werweke, Lokalnotizen).
Die Kinder Wilhelms (Lentz, Heinrich, Johann, Theodor und Margareta)
scheinen sich wieder emporgearbeitet zu haben, denn am 10. Oktober 1551 sie
ihrem Oheim Michel Schenn und dessen Ehefrau Margareta von Enslingen
Vollmacht, das von ihrem Vater Wilhelm dem Markgrafen von Baden verkaufte
Burghaus zurückzukaufen.
Widersprüchlich
ist, dass der urkundlich bezeugte Wilhelm von
Mamer im Jahre 1520 das ihm gehörende Burghaus von Mamer an den Markgrafen
von Baden verkaufte und zur selben Zeit Oswald von Mamer Herr dieses Hauses
gewesen sein soll. Bis jetzt wurde in keiner, Mamer betreffenden Urkunde,
ein Oswald gefunden.
1550 teilen sich Heinrich von
Mamer und seiner Schwester Margaretha, Ehefrau von Christophe von Baden ihre
Güter zu Mamer.
Oswald von Mamer, Herr von Mamer und Capellen ∞ Margaretha, bezeugt 1514.
Kinder:
Im Jahre 1514 tritt ein Oswald von Mamer auf, der sich Herr von Mamer und
Capellen nennt. Er war verheiratet mit einer Margaretha, deren Familienname
auf dem (Flener) vorliegenden Dokument nicht angegeben ist. Es besteht die
Möglichkeit, dass diese Margareta identisch ist mit der oben erwähnten
einzigen Tochter Wilhelms von Mamer und ihr Gatte aus dieser Verbindung das
Anrecht auf den Titel eines Herrn von Mamer herleitete.
Wie in der Legitimationsurkunde weiter unten angegeben ist, verlegte Oswald
seinen Wohnsitz in die Stadt Luxemburg, nachdem er durch Kriegsereignisse
schwere Schäden erlitten hatte und sein Burghaus eingeäschert worden war.
Seine Nachkommen verblieben in Luxemburg, wo sie
bis zur Besetzung der Stadt durch die Franzosen im Jahre 1795 eine
hervorragende Stelle einnahmen.
Er war Vorfahr in der 6. Generation von Peter Franz von Mamer (*6. April
1753 +7. April 1833).
Über Oswalds Sohn, Johann von Mamer, ist nur bekannt, dass er Odilia von
Straßen heiratete.
Karl-Anton von Mamer ∞ 1590 Juliana von Munichhausen.
Als Stammhalter folgte dann Karl Anton von Mamer, der im Jahre 1590 (1596?)
Juliana von Munichhausen heiratete.
Johann Ludwig Karl (*4. August 1598) ∞ 25. Januar 1625 Susanna von Holbach.
Deren am 4. April 1598 geborene Sohn, Johann Ludwig Karl, heiratete am 25.
Januar 1625 Susanna von Holbach.
Christoph von Mamer (*3. August 1627)
∞
Anna Levig (Lewig?).
Christoph von Mamer, geboren am 3. August 1627, wurde Oberst in pfälzischen
Diensten und heiratete Anna Levig.
In seiner Schrift Logements militaires en 1795 (O. H. 1925) bezeichnet
Alphonse Rupprecht Christoph als Weber und gibt den Namen seiner Frau mit
Anna Nimis an. Es könnte nun sein, daß Christoph zweimal verheiratet war.
Nach der Arbeit von Mgr. A. Steffen: "Logements militaires en Juin 1684 (O.
H. 1934, S. 245) besaß Christoph ein Haus an der Nordseite der
Louvignystraße, das infolge des Bombardements abgebrannt und nicht mehr
bewohnbar war.
Die Familie erwarb, oder erbaute danach ein anderes, in der vormals "Rue
neuve" benannten Straße, das heutige (1960) Haus Settegast. Der obere Teil
der Pastorsgasse erhielt von dieser Familie den Namen "Mamergasse", welche
Bezeichnung durch ein Reglement vom 1. Juni 1854 offiziell bestätigt wurde.
Peter von Mamer (+1684).
Christoph hatte einen jüngeren Bruder, namens Peter, der bei der Belagerung
Luxemburgs durch die Franzosen im Jahre 1684 eine Abteilung der 350
Luxemburger Freiwilligen befehligte und im Laufgraben fiel. Er war der
Großonkel von Peter Franz von Mamer (*6. April 1753 +7. April 1833).
Peter von Mamer (*27. Febr. 1679)
∞
4. Februar 1703 Elisabeth Kerschen.
Der am 27. Febr. 1679 geborene Sohn Christophs, ebenfalls Peter genannt,
heiratete am 4. Februar 1703 in der Sankt Nikolaus-Kirche Sybilla Elisabeth
Kerschen. Nach dem Stammbaumfragment Reydales gingen aus dieser Ehe drei
Kinder (Maria Charlotte, Nikolaus und Andreas) hervor.
Maria Charlotte von Mamer.
Von den drei Kindern dieses Paares trat Maria Charlotte in das adlige
Frauenkloster zu Bonneweg ein, wo sie als Novizenmeisterin starb. Sie war
die Tante von Peter Franz von Mamer (*6. April 1753 +7. April 1833).
Nikolaus von Mamer.
Nikolaus trat in das Trinitarierkloster zu Vianden von wo er sich im Jahre
1762 nach Marokko begab, um dort Christensklaven loszukaufen. Nach
vierjähriger Abwesenheit kehrte er am 8. März 1766 mit 90 befreiten Christen
nach Vianden zurück, wo er im Triumph empfangen wurde.
Andreas von Mamer (*17.
August 1712 +17. April 1776).
∞ Anna Maria Olinger.
∞ Anna Maria Josepha von Gattermann.
Sein am 17. August 1712 geborener Bruder, Andreas von Mamer, wurde
Schatzmeister und Gerichtsherr der Stadt Luxemburg. Ruppert erwähnt ihn in
seiner schon zitierten Schrift als "Marchand aubergiste, Justicier de la
ville et Mambour de l'église St. Nicolas".
Er heiratete in erster Ehe Anna Maria Olinger von Remich, und nach deren
Tod in zweiter Ehe Anna Maria Josepha von Gattermann. Andreas starb am 17.
April 1776.
Anna von Mamer.
Tochter aus der Ehe von Andreas mit Anna Maria Olinger. Anna heiratete 1761
zu Luxemburg den Advokaten Nicolas Franz Quiring, der Mitglied des
Provinzialrates wurde.
Helena von Mamer (*3. September 1741).
Seine am 3. September 1741 geborene Tochter aus erster Ehe, Helena heiratete
ins Elternhaus am 19. Dezember 1763 mit Pastoret Nicolas. Diese beiden waren
die Urgroßeltern unseres Nationaldichters
Edmond de la
Fontaine
genannt "Dicks".
Nicolas Pastoret war wohlhabend und hatte den Ehrgeiz, ein feudaler
Lebensherr zu werden. Er kaufte zu dem Zweck im Jahre 1790 die Herrschaft
Dippach, womit er die hohe, mittlere und niedere Gerichtsbarkeit über 45
Haushalte erwarb. Doch schon nach wenigen Jahren gingen mit dem Einmarsch
der Franzosen in unser Land alle diese feudalen Rechte verloren. (Prof. Jos,
Hess, Festbroschüre des Kantons Capellen 1939, S. 156.).
Elisabeth von Mamer.
Elisabeth, Tochter aus der 2. Ehe von Andreas mit Anna Maria Josepha von
Gattermann, heiratete am 27. Dezember 1773 in der St. Nikolauskirche zu
Luxemburg den Papierfabrikanten Charles Bourgeois. Elisabeth war
Urgroßmutter des belgischen
Generals Baltia,
Gouverneur der neubelgischen Gebiete Eupen-Malmédy, ferner Großmutter von
Bourgeois Théophile,
Major-Kommandant der bewaffneten Macht des Großherzogtums Luxemburg, der im
Jahre 1910 als Oberstleutnant starb.
Marie Françoise von Mamer (*2. Mai 1787).
Marie Françoise, geboren am 2. Mai 1787 stammt ebenfalls aus der 2. Ehe von
Andreas. Sie heiratete am 17. Juli 1806 Thorn Franz Maximilian, gebürtig von
Mondorf. Diese waren die Großeltern von
François Victor Thorn,
Ehrenstaatsminister und Präsident des Staatsrates, sowie von Karl August
Thorn, Advokat und Deputierter zu Luxemburg.
Die Notizen über diese Töchter sind weitgehend der Arbeit von Alph.
Rupprecht in O. H. 1925 ff. entnommen.
Peter Franz von Mamer (*6. April 1753 +7. April 1833) ∞ 31.
Januar 1779 Maria Anna Josepha von Levenau (Levenig, Levenan) de Loupig.
Kinder:
-
Anne Marie Josephe (* 7. Dezember 1779)
-
Barbe (* 3. August 1781
-
Adam
Théophile Victor (*7. Februar 1783)
-
Marie
Elisabeth (*19. Juni 1793)
-
Jean
Baptiste Pierre (* 22. Juni 1795).
Der am 6. April 1753 geborene Sohn aus zweiter Ehe von Andreas, Peter Franz,
studierte in Wien und wurde Schöffe der Stadt Luxemburg und Sekretär des
Rittergerichtes für das Herzogtum Luxemburg und die Grafschaft Chiny. Er
heiratete am 31. Januar 1779 in Hütteldorf bei Wien Maria Anna Josepha von
Levenau.
Die Heiratsurkunde ließ er später in die Register der Pfarrei S. Nikolaus zu
Luxemburg überschreiben.
Im Fragment Reydales heißt es über ihn:
"Pierre François de Mamer,
Echevin au Magistrat, Assesseur du Siège Prevôtal de S. M. l'Empereur et Roi
à Luxembourg, Greffier du Siège des Nobles et des droits Féodaux de S. M. au
pays duché de Luxembourg et comté de Chiny."
Am 7. Juni 1795 ergab die Festung Luxemburg sich den Franzosen und die
Österreichische Garnison unter dem
Feldmarschall Bender
zog ab. Eine Anzahl luxemburgischer Familien folgte
den Österreichern und auch Mamer Pierre François verzog bald nach Wien,
womit das Geschlecht in Österreich sesshaft wurde. Über dessen Schicksale in
der neuen Heimat gibt uns der zweite Teil des von Herrn Rudolf Mamer
eingesandten Stammbaums (siehe weiter unten) Auskunft.
Da in den kriegerischen Wirren der Zeit ihm sämtliche Familienpapiere
abhanden gekommen waren, ließ er sich im Jahre 1804 zu Wien eine von vier,
ebenfalls ausgewanderten luxemburgischen Adligen beglaubigte
Legitimierungsurkunde ausstellen (siehe weiter
unten).
In dieser wird ausdrücklich auf seine Abstammung von dem uralten
Rittergeschlecht von Mamer hingewiesen. Die Urkunde ist unterzeichnet von:
Ludwig, Graf von Berlo und Herr von Strainchamps; Freiherr von Marchal, Herr
von Stadtbredimus; Ludwig von Schauwenburg, Herr von Bartringen und
Geisbach; Franz Karl, Freiherr von Weiden-Malberg.
Zu Wien wurde Pierre François in die Finanzverwaltung übernommen und am 12.
Februar 1820 nach 41 Dienstjahren pensioniert. Er starb 80 Jahre alt am 7.
April 1833 zu Linz. Seine Söhne nahmen alle höheren Stellen in der
österreichischen Militärverwaltung ein.
Kinder der Ehe waren: Anne Marie Josephe, geboren 7. Dezember 1779; Barbe,
geboren 3. August 1781; Adam Théophile Victor, geboren 7. Februar 1783;
Marie Elisabeth, geboren 19. Juni 1793; Jean Baptiste Pierre, geboren 22.
Juni 1795.
Von seinen Töchtern ist nichts Weiteres angegeben.
Der jüngste Sohn, Jean Baptiste, trat in den Zolldienst, wo er als k.k,
Oberkommissar in den Ruhestand trat. Er starb in Linz am 2. Oktober 1861.
Dessen einziger Sohn, Josef Ferdinand, ergriff die militärische Laufbahn und
starb kinderlos in Laibach als k.k. Oberst und Regimentskommandant am 1.
Januar 1893.
Der älteste Sohn und Stammhalter Adam Théophile Victor Mamer trat am 1.
September 1805 als Praktikant beim Hofkriegsrate in Wien ein und starb als
k.k. Oberkriegskommissar i. R. in Wien am 2. Mai 1862.
Dessen ältester Sohn, Karl, geboren in Wien 1820, blieb unverheiratet und
starb als k.k. Major in Wien am 30. Juli 1890. Er wandte sich im Jahre 1883
brieflich an den damaligen Pfarrer von Mamer, Wittenauer, mit der Anfrage,
ob hier noch Spuren
der alten Adelsfamilie von Mamer, von der er abstamme, zu finden seien.
Zum Beweis seiner Abstammung hatte er eine Legitimationsurkunde beigelegt,
die seinem Großvater von emigrierten Luxemburger Adligen ausgestellt wurde,
als derselbe von Luxemburg aus in Österreich einwanderte. Herr Wittenauer
fertigte eine Kopie dieser Urkunde aus, die er dem Pfarrarchiv einfügte. Ob,
und was er dem Baron antwortete, ist nicht bekannt.
Die Auffindung dieser Schriftstücke im Jahre 1930 veranlasste Nic Flener,
sich an die Polizeidirektion in Wien zu wenden mit der Anfrage, ob noch
Angehörige der Familie Mamer in Wien oder sonst wo in Österreich lebten.
Diese Behörde war so freundlich mitzuteilen, dass in der Reitschulgasse 2 in
Wien der 1857 geborene Burghauptmann und Hofrat a. D. Rudolf Mammer wohne,
der sich als letzten männlichen Sproß seiner Familie bezeichne.
Dessen Bruder Josef Victor Gottlieb Mamer, geboren in Wien am 19. März 1824;
ergriff wie sein Vater die Militärlaufbahn. Er starb nach 44jähriger
Dienstzeit als k.k. Oberkriegskommissar i. R. in Wien am 20. Oktober 1908.
Dessen einziger Sohn Rudolf Johann Victor, geboren in Wien am 22. August
1857, studierte Architektur in Wien und Paris und wirkte, nach Wien
zurückgekehrt, mit bei den Monumentalbauten: Burgtheater, der neuen Hofburg,
den beiden Museen usw. Im Jahre 1900 wurde er zum Préfet du château royal
Miramar bei Triest ernannt und 1914 als Préfet du château Impérial,
oder Burghauptmann, nach Wien versetzt. In dieser Eigenschaft diente er
unter den Kaisern Franz Joseph und Karl. Nach der Liquidierung der
Hofverwaltung infolge des Umsturzes von 1918, wurde er in den Staatsdienst
übernommen und im Jahre 1922 mit den Titeln eines Burghauptmanns und
wirklichen Hofrats in den Ruhestand versetzt. Er hatte am 3. Mai 1887 zu
Paris die Französin Lucie Isabelle Courant geheiratet.
Rudolf starb, 77 Jahre alt, in Wien kinderlos am 31. Oktober 1933. Er war
der letzte männliche Sproß seiner Familie, die mit seinem Tode endgültig
erlosch.
Nach der zwischen Flener und dem Burghauptmann und Hofrat a. D.
hergestellten Verbindung erwies dieser sich als ein sehr liebenswürdiger
Herr, der bereitwilligst alle gewünschten Auskünfte gab. Er erklärte zu
wissen, dass sein Urgroßvater, Mamer Pierre François, von Luxemburg nach
Wien gekommen sei; er habe auch in seinen Kinderjahren über die Abstammung
von einem feudalen Luxemburger Adelsgeschlecht Verschwommenes gehört, sich
später aber nicht mehr darum gekümmert. Er übersandte dann alles, was er an
Schriftlichem über seine Familie und deren Abstammung auffand.
Nachstehend der Inhalt all dieser Schriftstücke, zuerst die erwähnte
Legitimationsurkunde, die die Abstammung der österreichischen Mamer von dem
alten luxemburgischen Rittergeschlecht beweisen soll, in ihrem vollen
Wortlaut:
"Nous soussignés Gentilshommes de noms et d'armes, possessionnés en la
Province de Luxembourg, requis de la part de Monsieur Pierre François de
Mamer, ci-devant Echevin au Magistrat, assesseur du siège prévôtal de Sa
Majesté L'empereur et roi à Luxembourg, greffier du Siège des Nobles et en
cette qualité receveur des droits féodaux de Sa Majesté au Pays Duché de
Luxembourg et Comté de Chiny, fils légitime d'André de Mamer, haut-justicier
de la ville de Luxembourg et d' Anne Marie Joséphine de Gattermann son
épouse, de lui donner acte déclaration sur l' origine de la famille.
Déclarons et attestons en faveur de justice et de vérité, tant d' après
notre connaissance particulière, que d' après les titres et documents
authentiques qui nous ont été exhibés, qu'il descend en ligne directe de la
très ancienne et noble famille de Mamer, dont le chef-lieu et la seigneurie
de ce nom est situé en la Province de Luxembourg et nommément d'Oswald de
Mamer, son sixième aïeul, lequel par suite de grandes guerres, revers de
fortune et surtout après l'incendie du château de Mamer s'est retiré en la
ville de Luxembourg, où ses descendants ont continue leur demeure.
Que Pierre de Mamer, grand-oncle du requérant, commandant une légion, a été
tue dans la tranchée ouverte au siège de Luxembourg l'an 1684 et par
surcroit de malheur fut détruite sa maison avec tous les papiers de famille;
que la tante du requérant, Marie Charlotte de Mamer a été reçue en la noble
abbaye de Bonnevoie et que le requérant a aussi par ces mêmes considérations
été nommé en 1778 à l'emploi de secrétaire et greffier du siège des Nobles
du Pays Duché de Luxembourg et comté de Chiny, emploi, qui d' après son
institution doit être desservi par une personne noble;
que les armoiries peintes à la tète des présentes avec leurs émaux,
couleurs et décorations sont celles de la très ancienne et noble famille de
Mamer, ainsi blasonnée dans l'histoire ecclésiastique et civile du pays de
Luxembourg et que le requérant porte d' après ses ancêtres.
Déclarons de plus que sa mère Anne Marie Josèphine de Gattermann, fille
légitime de Pierre de Gattermann, Ecuyer-Prévôt de la Prévôté royale de
Grevenmacher et d'Elisabeth Leveling de Loupig, son épouse est issue d'une
ancienne famille noble originaire du pays de Hesse et établie de plus de
deux siècles en la Province de Luxembourg.
Déclarons que le nom de Mamer, Mammer, Mameren ou Mammeren est un seul et
même nom appartenant à cette famille.
En foi et en témoignage de tout que nous avons signe la présente et y ayant
opposé les cachets de nos armes pour lui servir et valoir que de raison.
Fait à Vienne en Autriche le quatre mars mil huit cent quatre.
Signé: Louis comte de Berlo, cidevant seigneur de Dahenois, Strainchamps et
Cobreville en la Province de Luxembourg.
Baron de Maréchal, seigneur de Stadtbredimus et conseiller receveur général
des aides et subsides de S. M. l'Empereur et Roi en la cidevant Province de
Luxembourg.
Louis de Schauwenburg, seigneur de Bertrange, Geisbach et Mondercange au
duché de Luxembourg, Chevalier de l'Ordre de St-Jean de Luxembourg.
François Charles Baron de Weiden-Malberg, seigneur de Malberg, Wehr et
Botenfels, Dudeldorf et d'autres lieux, Major des chasseurs au service de S.
M. l' Empereur et Roi.
Pour copie conforme à l'acte qui m'a été présentée par M.
le baron de
Mamer, résidant à Vienne.
Mamer, le 10 Juin 1883. WITTENAUER, curé de Mamer.
Der von Herrn Rudolf von Mammer an Flener übersandte Stammbaum seiner
Familie besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist ein, von einem Messire
Charles Jean Reydales, Chevalier du St. Empire romain ohne Datumangabe
angefertigtes Schriftstück, in dem die Angehörigen der Sippe bis zu deren
Abwanderung nach Österreich aufgeführt sind. Es beginnt mit einem kurzen
Auszug aus dem Werk Bertholets über die edle Familie derer von Mamer,
erwähnt mit ein paar Worten Conrad und Margaretha von Mamer, übergeht dann
an die 250 Jahre um mit Karl Anton von Mamer, erwähnt 1590, fortzufahren.
Trotz der zitierten Legitimationsurkunde und des von Messire Reydales
angefertigten Stammbaums ist kein schlüssiger Beweis erbracht, dass diese
Familie von dem alten Geschlecht der Edlen von Mamer abstammt. Das stark
überladene Wappen der österreichischen Mamer führt nebst anderen Zierraten
in zwei gelben Feldern die von Rietstrap angegebenen roten Mühleneisen und
hat keine Ähnlichkeit mit dem einfachen antiken Mamer Wappen.
Andererseits beweisen die Tatsachen, dass Marie Charlotte von Mamer Aufnahme
in das adlige Frauenstift zu Bonneweg fand, dass ihr Neffe Pierre François
Sekretär des Adelsgerichtet war, welches Amt nur einem Adligen zustand,
ferner die hohen Ämter, welche die Angehörigen der Familie in Luxemburg und
in Österreich bekleideten, dann auch ihre verwandtschaftlichen Beziehungen
zu hochangesehenen Luxemburger Familien, dass die Herkunft dieser Familie
keine geringe war.
Der Vollständigkeit halber sei zugefügt, daß im Jahre 1953 auch ein Herr Jan
van Mameren, von Eindhoven in Holland bei Flener anfragte, ob es möglich
sei, Beziehungen zwischen seiner Familie und deren wahrscheinlichem
Ursprung, der Ortschaft Mamer im Luxemburgischen nachzuweisen. Der Herr gab
an, nach seiner Familientradition seien drei Brüder van Mameren, darunter
sein direkter Vorfahr, Willem van Mameren, von Luxemburg kommend, in Holland
um 1700 eingewandert, wo sie sich in der Betuwe niederließen. Als Wappen
führt diese Familie in gelbem Feld drei rote Mühleneisen, also das von
Rietstap beschriebene Wappen.
Wie bei den österreichischen, scheinen auch bei den holländischen Mamer
weltgeschichtliche Ereignisse Anlaß zur Abwanderung gewesen zu sein. Im
Frieden von Ryswick am 20. September 1697 gab Ludwig XIV. das 1684 von den
Franzosen eroberte Luxemburg wieder zurück und im Januar 1698 erhielt die
Festung eine aus alliierten Truppen, darunter auch Holländern bestehende
Garnison. In der Nacht vom 5.-6. Februar 1701 bemächtigten die Franzosen
durch Überrumpelung sich wieder der Hauptstadt und die Alliierten zogen ab.
Damals soll eine Anzahl Luxemburger Familien sich den Holländern
angeschlossen haben, worunter wohl auch die drei Brüder Mamer waren.
Dieselben wären dann aber von der Stadt Luxemburg aus verzogen und nicht vom
Dorfe Mamer, in der es um diese Zeit keine Familie dieses Namens gab.
Eine vage Möglichkeit besteht, um die österreichischen und niederländischen
Mamer mit dem alten Rittergeschlecht in Verbindung zu bringen. Dieselben
könnten auf einen der vier Söhne Wilhelms von Mamer zurückgehen, der als
letzter das echte Familienwappen nachweisbar führte. Einer dieser Söhne hieß
Johann und als zweiten Ahnherrn des österreichischen Zweiges finden wir auf
dem genealogischen Fragment Johann von Mamer, ohne weitere Angaben, als
dass er Ottilie von Strassen heiratete. Irgend etwas in dieser Hinsicht zu
beweisen, fehlen jedoch alle Unterlagen.
Von Flener zitierte Quellen:
Bertholet: Histoire du Duché de Luxembourg et Comté de Chiny. - Armorial Dr
Neyen. - Itinéraire du Luxembourg germanique du Chevalier Lévêque de la
Basse-Moutûrie. - Lettre du Professeur Me Paul Medinger. - Dr Kieffer:
Geschichte der Herrschaft Hollenfels. - Van Werveke: Localités. -
Pfarrarchiv. - Urkunden des Herrn Burghauptmanns Rudolf von Mammer, Wien. -
Rupprecht: Logements militaires 1795. - Steffen: Logement militaires en
1684.
Urkunden Jan van Mameren, Eindhoven.
Zusätzlich zu [Flener, 1960] benutze
Quellen:
[TB, 1942_11_18], [TB, 1942_11_24]
Nik Flener, Um das Geschlecht der Edlen von Mamer, in Tageblatt vom
18.11.1942 und 24.11.1942.
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