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DER INNENRAUM DER MAMER PFARRKIRCHE

DIE STATUE DES HL. JOHANNES NEPOMUK


 

In direktem Zusammenhang mit dem Bußsakrament steht die Statue des hl. Johannes Nepomuk, die an der linken, südlichen Rückwand, neben dem Beichtstuhl mit dem Bild des reumütigen Königs David, aufgestellt ist. Diese Statue befand sich bis 1932 an der Ostfassade der Kirche über dem damals einzigen Zugang zur Kirche. Sie stand dann während 40 Jahren in der Sakristei, bis sie 1972 ihren heutigen Standplatz erhielt.


Die Nepomuk Statue über dem Ostportal.
 (Foto: Hamper-Pesch, um 1900), in
[Stoffel 1988] Vol I., S. 43, Nr. 123.

Auf der linken Seite der Statue erinnert eine Brücke daran, dass der 1729 heilig gesprochene Prager Kanoniker Johannes Nepomuk auf Befehl Wenzels IV. 1393 von der Karlsbrücke in die Moldau gestürzt wurde. Er starb den Märtyrertod, weil er das Beichtgeheimnis nicht verletzen wollte und sich geweigert hatte, dem Kaiser die von dessen Gemahlin gebeichteten Sünden preiszugeben.

Diese Nepomuk-Statue gehört zu den Meisterwerken aus dem Greeff-Atelier, die ostentativ erhobene Hand mit dem Kreuz verlangt geradezu nach einer Zwiesprache, die dann die ganze Expressivität der feinen Schnitzarbeiten erkennen lässt, die besonders im Ausdruck des Gesichtes, im Faltenwurf des Gewandes und im Spitzenwerk des Saumes eine nicht zu überbietende Kunstfertigkeit zeigt.

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