image

image
image


VEREINSCHRONIK DER CHORALE SAINTE-CECILE

Von Henri Wilmes
in: Chorale Sainte-Cécile Mamer 100e annversaire, Imprimerie Saint-Paul, Luxembourg 1983, Ss. 17-67, (mit Ergänzungen).
[=Wilmes 1983]


 

1.3 Subsidien

Bei den Subsidien für das darauffolgende Jahr geht Mamer leer aus, für 1887 fehlt die Eintragung; für das Jahr 1888 erhält die Gemeinde Mamer (kein bestimmter Verein also) 50 Franken, 1889 die Gesanggesellschaft "Cäcilia" in Mamer ebenfalls 50 Franken, während jetzt schon 67 Vereine mit 25 Franken bedacht werden.

Musik und Gesang befinden sich also in diesem Jahrzehnt in einem unverkennbaren Aufschwung.

Auf die Subsidienverteilung bezieht sich auch eine Zuschrift, die am 28./29. September 1889 im ,Luxemburger Wort' erscheint:

Zuschriften.

Mamer, 27. Sept.

Von Seiten der hochlöbl. Regierung war zum Besten der beiden Gesangvereine von Mamer “Cäcilienverein” und „Union” eine Unterstützung von je 25 Franken bewilligt worden.

Das Subsid ber „Union” ist bereits vor zwei Monaten verabfolgt worden, das des „Cäcilienvereins” hingegen läßt noch immer auf sich warten, trotzdem der Vorstand schon zu verschiedenen Malen sich an die betreffenden Behörden gewandt hat, um in den Besitz des ihrigen zu gelangen.

Da solche Ungereimtheiten schon öfters vorgekommen sind, so erlauben wir uns öffentlich die Frage, ob gewisse Männer ähnliche Gelder ganz nach Laune verabfolgen, resp. über dieselben verfügen dürfen?

Der Vorstand.

Aufgrund der Aufstellungen der Geldhilfen, die die Regierung in den Jahren 1880 bis 1889 zugesprochen hat, kann die angeprangerte "Ungereimtheit" höchstens zweimal eingetreten sein, so daß zumindest das "öfters" weit übers Ziel hinausschießt; aber was soll's, wenn man ärgerlich ist und wenn man die Konkurrenz im Nacken verspürt ...

Den vor dem Assisenhof am 5. November 1891 verurteilten Einbrechern Nikolas Hubert, Tagelöhner aus Rameldingen und J. B. Hopp, Tagelöhner aus Hostert, verdanken wir die Information, dass im Jahre 1891 der Gesangverein im "Mamer Schloss" untergebracht war, denn sie "eigneten sich bei dem General-Einnehmer und Gutsbesitzer H. Camille François am 20. April 1891 ein Gesangbuch an, welcher das Eigenthum des dortigen Cäcilienvereins war".

Weiter heist es: "Am Morgen (des 21.4.1891) wurden an besagter Stelle ein starkes Brecheisen und ein Liederbuch vorgefunden. Letzteres hatte der Kerl im Gesanglokal des hiesigen Cäcilienvereines zuvor entwendet, dem er gleichfalls einen nächtlichen Besuch abgestattet, und allwo er die Gesangpiecen durcheinandergeworfen." (den ganzen Artikel lesen ...)

Am 30. März 1886 wird Pfarrer Wittenauer als Dechant nach Remich ernannt; bei der Installation des neuen Seelsorgers Jacob Hengesch bringt der Gesangverein dem Pfarrer "ein herrliches Willkommen dar" - mehr erfahren wir nicht im Zeitungsartikel vom 2. April, der mit der bescheidenen Feststellung endet: "Ehre den wackern Bewohnern der Pfarrei Mamer, die so recht den Diener und Stellvertreter Gottes in ihren geistlichen Vorgesetzten achten und hochschätzen."

Im Mai 1889 feiern die Eheleute Wilhelm Mehrer und Catharina Heinen ihre goldene Hochzeit; in einer Reihe erwähnt wird der Beitrag des "Sängerchores", der den Gottesdienst "nach Kräften zu heben suchte", - was immer das auch heißen mag.

back next

Zurück zum Hauptmenü MAMER PFARRKIRCHE


image
 
image
image
image