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VEREINSCHRONIK DER CHORALE SAINTE-CECILE
Von Henri Wilmes
in: Chorale
Sainte-Cécile Mamer 100e annversaire, Imprimerie Saint-Paul, Luxembourg 1983,
Ss. 17-67, (mit Ergänzungen).[=Wilmes
1983]
5.5.5. Veränderungen im Vorstand
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Präsident |
Vizepräsident |
Sekretär |
Kassierer |
Mitglieder |
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1975 |
Jos.
Bourkel |
Roger
Leytem |
Annie
Pier |
[Emile
Knepper]
beratendes Mitglied |
Tilly de
La Hamette-Bauler
Charles Loran
Daisy Maquil-Gilson
Norbert Mousel |
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1977 |
Charles
Loran |
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1979
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Charles
Loran |
Roger
Leytem |
A.
Mathieu-Pier |
Jos.
Bourkel |
Ernest
Becker
Tilly de La Hamene-Bauler
Daisy Maquil-Gilson |
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1980 |
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Lony
Kremer-Hoscheit
(Charles Kerschenmeyer) |
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Mireille
Seil |
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1982 |
Charles
Kerschenmeyer |
Charles
Loran |
Lony
Kremer-Hoscheit |
Raymond
Bremer |
Erny
Becker
Jean-Marie Knepper Josée Kirsch-Fautsch Mireille Seil
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Bemerkungen:
1.
Pfarrer Jos. Eicher gehört dem Vorstand von Amts wegen als nichtwählbares
Mitglied an.
2. Fähnrich der Chorale Ste-Cécile: Marcel Freymann.
5.5.6
Besondere Ereignisse der letzten Jahre
Beschließen wir diesen Querschnitt durch die Vereinstätigkeit der letzten Jahre
mit einigen Streiflichtern.
Am
20. Mai 1976 tritt Fräulein Sylvie Wolff die Nachfolge von Josette Wagner an der
Spitze des Kinderchores an; ohne dieses idealistische Bemühen um den Nachwuchs
läge manches im argen, und Frl. Wolff knüpft mit Geschick und Können an die
musikalische Tradition ihrer Familie an, sehr zum Nutzen der Mamer Chorale. Noch
heute steht sie im Dienst des Vereins, wobei sie zeitweilig von Frl. Marianne
Hoffmann ersetzt wurde.
Das
Jahr 1978 bietet gleich zwei Höhepunkte. Der erste, obschon etwas mehr interner
Art, ist dennoch symptomatisch für eine erneuerte, aufgeschlossenere Haltung: am
Cäcilientag tritt die Chorale erstmals mit einer einheitlichen Kleidung vor die
Öffentlichkeit; der Begriff "Uniform" hat für einen Chor einen etwas
militärischen Beigeschmack. Die Damen tragen einen langen schwarzen Rock, eine
weiße Bluse mit schwarzem Druckmuster an Kragen und Manschetten; die Herren sind
ganz in Dunkel, weißes Hemd und Schmetterlingsknoten. Der Chor hinterläßt so
einen vorzüglichen Eindruck. Es ist klar, daß diese Kleidung finanzielle Opfer
verlangt, vom einzelnen Aktiven, vom Verein und von der Gemeindeverwaltung
(Subsid: 6800.-).
Ein
gutes Jahr nach seiner Amtsübernahme setzt der neue Präsident Charles Loran
einen langgehegten Wunsch des Vereins mit seiner Führungsmannschaft in die Tat
um: am 24. September 1978 weiht die Chorale ihre zweite Fahne in ihrer
langjährigen Geschichte ein! Die Feierlichkeiten bleiben in einem bewußt intimen
Rahmen, zeigen aber dennoch, daß die Gesellschaft einen vorzüglichen Platz im
Leben der Dorfgemeinschaft einnimmt. Für die Verwirklichung des neuen
Vereinsemblems zeichnet Madame Ida Fiedler aus Luxemburg verantwortlich. Als
Patinnen fungieren die Damen Marie EwertBerns, Julie Fischer-Kremer,
Marie-Thérèse Knepper, Maria Trauffler und Marguerite Wagner-Hemes, als Paten
die Herren Aloyse Keiser, Alfred Kerschenmeyer, Albert Molitor, August Schmit
und René Walentiny.




Foto: Robert Thill, in:
[Thill
2003 S.75]
Am 24. September 1978 weihte der Kirchenchor seine zweite Vereinsfahne ein.
Sie zeigt auf der Vorderseite - vor dem Hintergrund der Nationalfarben
rot-weiß-blau - in glitzernder Silberfarbe den Prospekt der 1965
vergrößerten Orgel, und auf der Rückseite, vor dunkelblauem Himmel, den hell
strahlenden imposanten Bau der Pfarrkirche; eingeblendet sind die Wappen der
„Edlen“ von Mamer und des Nikolaus Mameranus. Als Patinnen für die neue
Fahne fungierten Marie Ewert-Berns, Julie Fischer-Kremer, Marie-Thérèse
Knepper, Maria Trauffler und Marguerite Wagner-Hemes, als Paten Aloyse
Keiser, Alfred Kerschenmeyer, Albert Molitor, August Schmit und Rene
Walentiny.
[Thill 2003 S.76]

Foto: Robert Thill, in:
[Thill
2003 S.75]
Nach
dem feierlichen Umzug übernimmt die Jubilargesellschaft, unter der Leitung von
Madame Astrid Barthel-Pierron, selbstverständlich die Gestaltung des
Gottesdienstes, in dessen Verlauf Pfarrer Jos. Eicher die neue Fahne einsegnet.
Bürgermeister René Federspiel enthüllt die Fahne und würdigt die kulturelle
Aktivität des Gesangvereins, der mit berechtigtem Stolz auf sein hundertjähriges
Bestehen zuschreitet,
Neuer
Höhepunkt für langjährige verdienstvolle Mitglieder: am 5. Januar 1980 verleiht
Herr Pol Wagener, Präsident des Pius-Verbandes, nachstehende Auszeichnungen an
folgende 23 Sängerinnen und Sänger:
Verdienstabzeichen
(5 bis 19 Jahre Tätigkeit): Anny Britz, Marianne Baum-Züst, Aline Brück-Gales,
Romy Differding, Jacqueline Edert-Bourkel, Josée Kirsch-Fautsch, Lony
Kremer-Hoscheit, Daisy Maquil-Gilson, Anny Mathieu-Pier, Jean-Marie Knepper und
Charles Loran.
Silbermedaillen
(20 bis 34 Jahre Tätigkeit): Astrid Barthel-Pierron, Josy Jacqué, Nicolas
Fettes, Tilly de la Hamette-Bauler und Norbert Mousel.
Goldmedaillen
(35 bis 49 Jahre Tätigkeit): Joseph Bourkel, Roger Leytem, Metty Johanns.
Goldmedaillen mit Palmetten
(50
und mehr Jahre Tätigkeit): Nicolas Kremer, Emile Knepper, Henri Knepper und
Joseph Knepper.
Anerkennung und Dank gebührt allen, besonders denen, deren Treue und Einsatz
sich auf Jahrzehnte, ja sogar auf ein ganzes Menschenleben erstreckt! Am 23.
Oktober 1980 wird Henri Knepper für 60jährige Vereinsangehörigkeit geehrt, ein
seltenes Jubiläum!
Am 1.
Januar 1981 tritt Herr Gust. Schmidt aus Strassen die Nachfolge von Madame
Barthel als Dirigent an. Dank seines fachlichen Wissens kommt es für die
"Chorale" zu keinem Bruch in ihrem stetigen Aufwärtstrend; immer wieder gilt es,
die Aktiven zu motivieren - um ein Modewort aufzugreifen - und sie zu neuen
Leistungen anzuspornen.
In
der Generalversammlung vom 18. März 1982 gibt sich die "Chorale", nach längerer
interner Vorbereitung, neue Statuten; die vorhergehende Ausgabe geht auf das
Jahr 1952 zurück. Auch administrativ hat der Verein mithin einen
Anpassungsprozeß vollzogen.
Dasselbe Jahr 1982 bringt dann dank eines Mietvertrags, den die
Gemeindeverwaltung mit den Musikgesellschaften abgeschlossen hat, insofern eine
Verbesserung für die Gestaltung der Gesangproben, als die "Chorale" nun
regelmäßig ihre wöchentlichen Übungsabende im Saal der Harmonie "Union" abhalten
kann. So finden sich, zumindest vorübergehend, zwei Gesellschaften vereint,
deren Wege sich vor rund hundert Jahren getrennt haben. So schließt sich der
Kreis in etwa.


AUSKLANG
Und
damit befinden wir uns am Ende unserer Wanderung durch die Jahrzehnte. Obwohl
unsere Karte wegen der erörterten Schwierigkeiten manche Strecke überhaupt nicht
oder nur flüchtig andeutete, sind wir dennoch, wenn auch zögernd, unseren Weg
gegangen und haben das Jubiläumsjahr 1983 erreicht. Wir haben versucht, den Weg
nachzuvollziehen, den die "Chorale" während der zehn Dezennien ihres Bestehens
eingeschlagen hat. Manch einer wird diesen oder jenen Wegweiser vermissen,
dieses oder jenes Ereignis unerwähnt finden. Er sei uns nicht gram: dies ist nur
ein Versuch, die hundertjährige Geschichte der "Chorale Sainte-Cécile" von Mamer
in einer abgesicherten Form festzuhalten. Als solches möchte er auch gewertet
werden. Wer aber nicht mitwandert, wer einfach am Ausgangspunkt der
Rundwanderung verharrt, der ist selbstverständlich gut bei Atem, um nachträglich
Kritik zu üben und Besserungsvorschläge bei den Ermüdeten vorzubringen.
Wir
jedenfalls, die Einblick gewinnen konnten in das Schaffen und Wirken der
zahllosen - und oft namenlosen - Sänger und Sängerinnen jeden Alters, der
Dirigenten, der Organisten des Kirchenchores sind überzeugt, daß über die
festlichen Glanzpunkte, über die markanten Etappen hinaus, das tagtägliche
Sich-zur-Verfügung-Stellen, das musikalische und gesangliche Gestalten der
freudigen und der nachdenklichen Ereignisse dem Cäcilienverein im Leben der
Pfarrgemeinde einen Platz sichern, der unser aller Dank und Anerkennung
verdient. Möge die "Chorale" sich auch in Zukunft ihrer vielseitigen Aufgaben,
kirchlich und weltlich, bewußt sein und aus den Feierlichkeiten zum
hundertjährigen Bestehen verdiente Genugtuung gewinnen, aber auch Verpflichtung
für die zukünftigen Tätigkeiten übernehmen.
Die
Wegweiser deuten in eine verheißungsvolle Zukunft!
Henri
WILMES


Le
comité d'organisation voudrait remercier tout particulièrement les personnes
suivantes qui ont contribue de façon appréciable à la réalisation de la présente
brochure:
-
Monsieur Mars SCHMIT, artiste-peintre;
- Monsieur Norbert THILL, auteur et photographe;
- Monsieur Raymond GREGORIUS, photographe.
Notre
reconnaissance va également aux personnes qui ont mis a notre disposition des
documents photographiques. |