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DER INNENRAUM DER MAMER PFARRKIRCHE

DER ZELEBRATIONSALTAR


Heute führen drei an den Ecken abgeflachte Marmorstufen zu dem ins Kirchenschiff hineinragenden Zelebrationsplatz, in dessen Brennpunkt der neue Zelebrationsaltar aufgestellt ist.

Die Form der Tischplatte erinnert an die Silhouette eines Schiffes, das auf zwei Marmorrollen dahingleitet. Die Tischplatte aus „marbre travertin perse" stammt aus dem vorhergehenden Zelebrationsaltar, der in der Marbrerie Bertrand aus Münsbach hergestellt und 1971 unter Pfarrer Joseph Eicher aufgestellt worden war. Wenn man den jetzigen Zelebrationsaltar mit seinem Vorgänger vergleicht, wird man ohne weiteres erkennen, dass man auch mit sparsamen Mitteln - wie z.B. mit den beiden unter die Tischplatte eingeschobenen Querrollen - eine beachtlich künstlerische Wirkung und Aufwertung erreichen kann.

Unweit vom Zelebrationsaltar steht, gleichsam als Ergänzung zu seiner Funktion als "Tisch des Brotes", der neue, schlichte Ambo als "Tisch des Wortes". Beide Gegenstände wurden - bis auf die Tischplatte des Zelebrationsaltares - in der Marbrerie Michelini aus Bettemburg hergestellt; die Holzplatten des Zelebrationsaltares und des Ambos lieferte die Schreinerei Joseph Bink aus Holzem.



Schreinermeister Henri Letsch aus Mamer lieferte 1971 einen Ambo aus Holz, an dessen beiden Seitenflächen barocke Fruchtgehänge angebracht wurden.

Diese Fruchtgehänge stammten aus dem Greeff-Atelier; sie flankierten ursprünglich die 1733 geschaffene Kanzel, solange diese an der nördlichen Längswand aufgestellt war. Als die Kanzel während der 1931/32 durchgeführten Restaurierung an den südwestlichen Pfeiler zwischen dem südlichen Quer- und dem Mittelschiff versetzt wurde, wurden diese Ornamente entfernt und in den Abstellraum verbannt. Nun fanden sie eine gerechtfertigte Verwendung im Kirchenraum. Die aus Holz geschnitzte Vase mit dem vollplastischen Blumenstrauß am Mittelfeld des Ambo wurde 1980 hinter dem alten Sakristeischrank aufgefunden; sie gehörte wahrscheinlich ursprünglich zu den Dekorationselementen eines Seitenaltars.


Fotos aus [Salentiny 1983, S. 101]


An den beiden Seiten des Zelebrationsplatzes fanden - gleichsam als Schutzgeländer - Teile der marmornen Kommunionbank, die 1932 an Stelle der alten hölzernen Kommunionbank von der Firma Jacquemart errichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt worden war, einen neuen Ehrenplatz.

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