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CHRONIK DES MITTELALTERS BIS ZUR FRÜHEN NEUZEIT
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FRÜHMITTELALTER (Mitte 6. – Mitte 11. Jh.) |
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960,
8. April |
Liutgard, Tochter Wigerichs und Kunigundens, vermacht in der Abtei Sankt Maximin
zum Seelenheil ihrer Eltern und ihrer beiden verstorbenen Ehegatten sowie ihrer Söhne und zum Nachlass ihrer eigenen Sünden
dieser Abtei ihr elterliches Erbgut Mamer (Mambra, Mambren)
in des Grafen Godfrid
Grafschaft Mithengowe, vorbehaltlich lebenslänglicher Nutzniessung bei
sofortiger Übergabe eines Mansus. |

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983,
im
Sommer |
Um das Jahr 983 herrschte in
der Diözese Trier eine große Trockenperiode. Die betroffenen Einwohner, darunter
auch die aus Mamer, gelobten, jedes Jahr nach Trier zu pilgern, falls ihre
Gebete nach Regen erhört würden. Da der erbetene Regen eintraf, ordnete der
damalige Trierer Erzbischof
Egbert von Trier in
einer Urkunde von 983 die sogenannte Bannprozession nach Trier an "…
wobei der Petrusstab um die Stadt herum zu den sechs alten Basiliken Triers
getragen wurde
(A. Heinz, Die von
Erzbischof Egbert gestiftete Bannfeier, in: Egbert, Erzbischof von Trier,
Gedenkschrift, herausgegeben von E. J. Ronig, 1993, SS, 67-80),
die in der Folge alljährlich am Freitag, dem sogenannten Bannfreitag der dritten
Woche nach Ostern stattfand.
Diese Bannfeier (Statio bannita)
blieb bis zum Ende des alten Erzbistums Trier eine lebendige Größe. 1128 wurde
den entfernteren Orten der Diözese, darunter wiederum Mamer, zugebilligt, die
Wallfahrt stattdessen zur
(Alt-)Münster Abtei zu Unserer Lieben Frau (Notre
Dame) durchzuführen. Der Abt
Folmar hatte die Zubilligung zur Verlegung der
Wallfahrt nach Luxemburg vom Trierer Erzbischof
Bruno
erhalten. In einer Urkunde von 1128 ließ sich Folmar
dieses zugestandene Privileg von Papst
Honorius II.
nochmals bestätigen.
Es waren 26 Pfarreien, die anstatt nach Trier, jetzt zur näher gelegenen Abtei
nach Clausen pilgerten (siehe auch unter
1128, April 12). |
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1026,
11.
Januar |
[Fälschung]
König Konrad II bestätigt zu
Trier dem Abt Poppo von Sankt Maximin, die für den Lebensunterhalt der Mönche
festgesetzten Besitzungen, darunter
Mamer (Mambra), erläßt ein weiteres Verlehnungs- und
Veräußerungsverbot, gestattet dem Abt freie Vogtwahl und schränkt der Vögte
Befugnisse ein. |

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1044,
25. Juli |
[Fälschung]
König Heinrich III.
dotiert seine (zu Mainz im November 1043) zur Königin gekrönte Gemahlin Agnes
mit der Abtei Sankt Maximin, verleiht der Abtei den königlichen Schutz,
bestätigt die Ehrenrechte des Abtes bei Hofe und setzt die zum Unterhalt der
Brüder, Armen und Kranken bestimmten Güter fest, darunter die Klosterkirche
nebst Zehnten zu Mamer (Mambra). |

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HOCHMITTELALTER (Mitte 11.
– Mitte 13. Jh.) |
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1051 |
[Fälschung]
Heinrich III.
urkundet für das Kloster St. Maximin bei Trier und bestätigt dessen Besitztümer,
darunter Mamer (Mambra). |

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1066,
13. Juli |
[Fälschung]
Heinrich IV
bestätigt der von ihm seiner Gemahlin Bertha verliehenen Abtei St. Maximin bei
Trier den königlichen Schutz und die Ehrenrechte des Abtes bei Hofe sowie den
Besitz der zum Unterhalt der Brüder, Armen und Kranken bestimmten Güter,
darunter Mamer (Mambro). |

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SPÄTES MITTELALTER
(12.-16.JH.) |
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1128,
12. April |
Papst Honorius II.
erneuert Abt Folmar von der Abtei Unserer Lieben Frau zu Luxemburg die ihm unter
gleichem Datum zugestandenen Vorrechte, bestätigt weiteren Klosterbesitz,
besonders aber das ihm von Erzbischof Brun von Trier zugestandene Privileg, daß
die nahegelegenen ländlichen Pfarreien, darunter Mamer (Manbra),
jedes Jahr am Freitag nach dem Sonntag "Misericordia Domini" mit ihren
Reliquien und Opfergaben [anstatt nach Trier] in Zukunft zur Abtei Unserer
Lieben Frau wallfahren sollen (siehe auch unter 983). |

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1166 |
Conrad von Mamer
(Cûnradus de Mambre) war Zeuge als Graf Heinrich der Blinde der
Münsterabtei die Sankt Nikolaus Kirche in Luxemburg schenkte. Er ist ebenfalls
der erste urkundliche bezeugte Herr von
Mamer. |

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1214,
Mai |
Philipp von Mamer (Philippe de Mammeren) war zugegen bei der Vermählung der Gräfin Ermesinde,
die im Alter von 27 Jahren im Mai 1214 Walram IV. heiratet. Philipp wird bei
Bertholet in der Liste der Ritter aufgeführt, die an einem bei dieser
Gelegenheit veranstaltetem Turnier teilnahmen. |

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1225 |
Teilherrschaft der
Abtei Münster in Mamer. |

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1238,
25. September |
Margaretha von Mamer, aus
dem Geschlecht der Edlen von Hollenfels, schenkte am 25. September 1238 dem
Kloster Marienthal ihren Anteil am Patronatsrecht der Pfarrkirche von Tüntingen
mit Einwilligung ihrer Söhne Tilon, Wilhelm und Jakob.
[Flener, 1960, S. 44]
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1238,
3. Oktober |
Jakob von Mamer
übergibt dem Kloster Marienthal, gegen einen jährlichen Zins, ein Erbe
gelegen zwischen Kalenbach und Ansemburg. |

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1272,
8.
Januar |
R(einer) von Davils,
Domherr und Trierer Offizial, trägt dem Kanonikus Matthias von Sankt Marien zu
Trier und dem Priester von Sankt Nikolaus in Luxemburg auf, den Ritter Nikolaus
von Luxemburg unter Bedrohung mit der öffentlichen Exkommunikation aufzufordern,
sich dem in seinem Prozeß mit der Abtei Sankt Maximin ergangenen Urteil bis zum
Sankt Matthiastag künftighin zu unterwerfen, den Jockelsbusch bei Mamer
ganz als Eigentum des Abtes und Konventes von Sankt Maximin zu betrachten, die
Eigentumsfrage nicht mehr aufzuwerfen, einen Schadenersatz von 40 Trierer Pfund
zu zahlen und am Tage nach dem Matthiasfest zu Trier zu erscheinen, um dort den
Betrag der Prozeßkosten zu hören. |

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1272,
12.
Dezember |
Walter von
Meisemburg schenkt Ludwig von Syren drei Teile des Zehnten von Nörtzingen, die
ehedem Theoderich, Herrn von Mamer (Manbren) gehörten. |

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1281,
20. März |
Johann, Sohn des
ehem. Truchsessen Theoderich von Mersch und Robin, Sohn Robins von Useldingen,
schliessen unter dem Siegel des Grafen Heinrich [des Blonden] von Luxemburg
einen Vertrag mit der Abtei Sankt Maximin für sich und ihre Leute über den
Jockelsbusch zu Mamer (Manbre, Mambre, Malleren) und über
die Leistungen der dortigen Leute. |

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1325,
7.
Januar |
Der Graf von
Luxemburg und König von Böhmen, Johann der Blinde, verleiht seinem getreuen
Gefolgsmann Johann, Herrn von Mirabel (Meilberg) und Marays (Mersch) die
Hochgerichtsbarkeit über 18 Ortschaften, darunter auch Mamer. |

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1384,
8. Juni |
Johanna
(Gennette) von Bereldingen, Äbtissin und das Kloster von Differdingen
sowie Johan, Herr von Rodenmacher, Rolin (Raoul) und Gilkin
(Gilles), seine Brüder heißen den Verkauf eines Weihers zu der Cappellen bei
Holezem durch ihrer Holzemer Untertanen an Huart, Herr von Elter und von
Sterpenich, gut. |

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1404,
14. August |
Johann von
Mammern beglaubigt die Kopie einer Urkunde vom 16. September 1333, worin
Heinrich, Herzog von Salm auf die Patronatsrechte der Kapellen von Aldringen und
Bockholtz zugunsten von Johann, Herr von Useldingen, verzichtet. |

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1405,
13. April |
Dietrich von Mersch
und seine Frau Lucia von Zolwer verpfänden Johann von Strassen ihre Güter zu
Mamer.
Als Bürgen werden neben Roland von Rodenmacher, Gobel, Herr zu Bubingen, Robin
von Sassenheim, Johann, Herr zu Hondelingen, Hermann von Dobbelstein, Wilhelm
Vogel von Weiler (zum Turm), auch 46 ihrer Leute von Mamer namentlich
aufgezählt. |

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1470,
21. Dezember |
Am
St. Thomastag. — Thiesgen
Wagener, Meier zu Helmesingen, und Peter Huetenersson, Schöffen und Gericht zu
Helmesingen, stellen fest, dass Meiger Clausgen von Manberen und
Konsorten dem Claisgen von Gontreben und Elsse, seiner Frau, die Mühle genannt
Woelters müllen mit Dependenzien, gelegen auf dem Bann von Manberen,
gegen eine jährliche Rente von 13 Scheffel Roggen, einem halben Malter Weizen,
zu liefern an unseren lieben Junckeren Johan von Eredorf... und Herman
Ruessen von Voelkelingen, gebrueder.
Coll. Soc. hist. Luxemb.
Orig. Parch. Fonds de la Fontaine. |

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1473 |
Feuerstättenverzeichnis: Mamer zählt 51 Feuerstätten. |

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1479,
6. Juni |
Erbteilung zwischen
Katharina von Bourscheid, Witwe Lanzelots von Eltz, ihren Kindern und Bernhard
IV.
Dez sesten daiges jn dem braichmaent, 1479.
Landeshauptarchiv Koblenz,
Best. 49 Nr. SM 6716 |

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1479 |
Bei einem Dokument der Herren
von Bourscheid, welche von 1437 bis 1566 Herren von Mersch und somit auch Herren
von Mamer waren, handelt es sich um ein Verzeichnis zu Mamer gelegenen
Vogteien und deren Abgaben: «Disz hernae geschrivenn solch vodienn zu
manbernn gelegenn» |

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1485,
22.
April |
Lehensrevers
des Johann Mammern gegenüber Abt Otto von St Maximin über sein Haus mit
Zubehör und 8 Vogteien zu Mamer.
"1485 Freitag n misericord"
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211
Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1930.
ANLux A-XLV-1-31
(Abschrift von 1699). |

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1486,
15. September |
Johannes Knaust,
Pfarerr und Notar zu Mamer, legt einen Vergleich zwischen Gotthard und Johann,
Herren von Fels und Mersch, schriftlich nieder. |

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1489,
20. Dezember |
Georg, Herr von Fels
und seine Frau Liese von Rollingen verkaufen ihren Zehnten und Renten mitsamt
den Leuten an Peter von Eysbrück, Schöffe in Luxemburg. |

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1495 |
Feuerstättenverzeichnis: Mamer zählt 51 Haushalte. |

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FRÜHE NEUZEIT (16. Jh. –
18. Jh.) |
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1501 |
Feuerstättenverzeichnis: Mamer zählt 30 Haushalte. |

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1504,
4. März |
Lehensrevers
des Wilhelm Mammern gegenüber Abt Thomas von St Maximin wegen seines
Hauses mit Zubehör zu Mamer und acht Vogteien daselbst.
"1504 Dienstg n laetare n Tr St".
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211
Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 877. |

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1508,
20. März |
Wilhelm von
Mammeren und seine Frau Katharina von der Schüttburg verkaufen für
100 Luxemburger Gulden eine jährliche Rente von 3 Ohm und 5 Sester Wein sowie
ihre Einkünfte aus dem Nyederherren gut in Born an der Sauer, das Wilhelm
durch Teilung mit seiner Schwester Katharina und seinem Bruder Engelbert
zugefallen ist, an Nicolas Munschacker, Pfarrer von Schoenberg. |

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1508,
4. Juli |
Abt Thomas von Sankt
Maximin belehnt Bernhard IV., Herr zu Bourscheid,
mit einem Viertel der Herrschaft Mersch und mit dem Zehnten zu Mamer.
"Dn vyerten taghs des monats Julij Anno xvc octauo."
Bourscheider Dokument Nr.
347. |

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1509,
20. Januar |
Wilhelm von
Mammeren und seine Frau Katharina von der Schüttburg, seine Frau,
geben Wilhelm von der Schüttburg und Maria, dessen Frau, Schwiegervater und
Schwiegermutter des Erstgenannten, ihre Güter zu Mamer, welche während 18
konsekutiven Jahren zu bewirtschaften sind. |
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1509,
4. Juli |
Philipp von Sierck
kündigt Bernhard IV., Herr zu Bourscheid,
die Pfändung des Dorfes Mamer auf, da er sein Geld benötigt.
"Des vierten tagh des monats Julius, 1509".
Bourscheider Dokument Nr.
356. |

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1511,
17. März |
Bernhard IV., Herr
zu Bourscheid, erklärt, daß Philipp von Sierck ihm die Einlösung des
verpfändeten Viertels der Renten zu Mamer gestattet.
"Vff mandag nest na dem sonndag Reminiscere jm Jarr
funfftziennhont vnnd tzehenn, more trev(erensi)".
Bourscheider Dokument Nr. 364. |

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1511,
21. Juni |
Bernhard IV., Herr
zu Bourscheid, löst sein Viertel der Herrschaft Mersch ein und beginnt, den
Anteil Jakobs von Kerpen ebenfalls einzulösen.
"Vff sampstag nest nach vnnsers Hernn lichenneins Dag
(Fronleichnam) Anno xvc
vnnd xj Jarre".
Bourscheider Dokument Nr. 365. |

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1515,
6. Juli |
Lehnrevers für den
Abt Vinzenz von Sankt Maximin von Philipp von der Neuerburg, ältester Sohn zu
Bourscheid und seinem Bruder Otto von der Neuerburg wegen eines Viertels der
Herrschaft und des Schlosses von Mersch und des Zehnts zu Mamer.
Dokument ANLux A-XLV-2-36 |

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1516,
6. März |
Dietrich von
Metternich, Herr zu Zievel, dazu Philipp und Otto, Gebrüder von der Neuerburg,
alle drei Herren zu Bourscheid, verkaufen gegen 100 Gulden eine Rente aus dem
Hof Mamer.
"Des
sesten dages des maentz mertze jm jair vnsers hrn dusent funffhondert vnd
funfftzhien more treueress".
Bourscheider Dokument Nr. 385. |

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1517,
5.
November |
Lehensrevers
des Wilhelm Mamern gegenüber Abt Vinzenz von St Maximin wegen eines
Hauses zu Mamer und Zubehör.
"1517 Donnerstg n Allerheiligen".
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211
Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 981.
Abt Vinzenz von Sankt Maximin
- Lehen zu Mamer an Wilhelm von Mamer
Dokument ANLux A-XLV-2-37 |

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1521,
15.
Januar |
Supplik Dietrichs
von Metternich an den Hohen Rat zu Luxemburg mit seinen Forderungen an Elisabeth
von Elter, Witwe Bernhards IV. von Bourscheid sowie die Antwort von Elisabeth.
"Luzenburgh dn xvten tagh Januarij xvC
xx more treueren".
Bourscheider Dokument Nr. 401. |

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1525 |
Feuerstättenverzeichnis: Mamer zählt 54 Haushalte. |

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1527,
7. März |
Otto von der
Neuerburg, Herr zu Bourscheid - Lehnsrevers gegen den Abt von Sankt Maximin
wegen der Lehen zu Mersch und des Zehnt zu Mamer.
"in Jair unsers h^rn dusent funffhonndert sieben undzwentzich"
Dokument ANLux A-XLV-2-41 |

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1528 |
Feuerstättenverzeichnis:
Mamer zählt 51 Haushalte. |

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1531 |
Feuerstättenverzeichnis:
Mamer zählt 40 Feuerstätten. |

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1534,
4. September |
Das Afterlehen des
Doktors Johann Keck: Übertragung von Vogteien des "Bübinger Anteils" im
Schlosse zu Mersch. |

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1541 |
Feuerstättenverzeichnis:
Mamer zählt 60 Haushalte. |

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1542 |
Mamer Weistum von
1542. |

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1550 |
Heinrich von
Mamer und seine Schwester Margaretha, Ehefrau von Christophe von
Baden teilen sich ihre Güter zu Mamer. |
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1561 |
Feuerstättenverzeichnis:
Mamer zählt 40 Haushalte. |

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1566,
22. August |
Wilhelm von Malberg
und seine Frau Gertrud von Bourscheid versetzen ihre Güter zu Mamer an Jakob von
Rollingen.
"Am
xxijtn tagh aust Monats".
Bourscheider Dokument Nr. 563. |

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1566,
4. September |
Dietrich von Metternich, seine Geschwister und deren Erben, verkaufen an Paul
von Boland, Herrn zu Mersch, ihren Anteil an der Herrschaft Mersch.
"Den vierthen
tag septembris Anno /66".
Bourscheider Dokument Nr. 564. |

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1582,
7. Dezember |
Lehensrevers der
Anna von Manderscheid Witwe von Baden gegenüber Abt Reiner von St Maximin über
ein Haus mit Zubehör und acht Hofstätten zu Mamer.
Landeshauptarchiv Koblenz,
Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1266. |

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Abt Reiner von Sankt
Maximin belehnt Anna von Manderscheid mit einem Haus zu Mamer.
Dokument ANLux A-XLV-2-47 |
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Beglaubigte
notarielle Abschrift von 1699.
Dokument ANLux A-XLV-2-46 |
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1583,
2. Juni |
Mamer Weistum von
1583. |

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1583,
20.
September |
Richter und Schöffen
der Stadt Luxemburg urteilen in der Sache Nikolaus von Pforzheim und Adolpha von
Baden wegen Mamer.
Dokument ANLux A-XLV-2-48 |

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1585 |
Jean Bertels, Abt
von Münster, 1576-1595, erwähnt in einem Memorandum vom Jahre 1586 die
Hinrichtung der Margaretha, Ehefrau des Steffen Clas von Mamer im Jahre 1585.
Die unglückliche Frau war der Zauberei beschuldigt und wurde im Gerichtssaal der
Abtei zum Feuertode verurteilt. Die Hinrichtung, zu der die münsterischen
Untertanen von Mamer und Holzem erscheinen mußten, fand beim Galgen auf dem
Fetschenhof statt.
[Flener, 1960, S. 42] |
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1586,
28.
April |
Instrument über den
Vergleich zwischen Reiner Abt von St Maximin und Paul von der Fels, Herr zu
Mersch, in Betreff eines Waldes bei Mamer in der Hoheit von Mersch.
"Luxemburg d 28 April 1586".
Landeshauptarchiv Koblenz,
Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1288. |

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1590 |
Im Jahre 1590 brachte Paulus von der Fels die bisher in
mehrere Teile geteilte Herrschaft Mersch wieder ganz in seine Hand (1661
befindet sich Mersch im Besitz der Familie von Elter). Unzerteilt gelangte (die
Herrschaft) Mersch von den Elter (um 1740) in Besitz des aus dem Kurtrierischen
stammenden Freiherrn Philipp Evrard Mohr von Waldt.
[Flener,
1960, S. 35] |
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1599,
19. Februar |
Lehnsrevers wegen
des Zehnten zu Mamer (Konrad von Sötern).
Dokument
ANLux A-XLV-2-52 |

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1602,
5. November |
Lehnsrevers über die
Zehnte zu Mamer (Hans Bernard von Schaumburg (Schauwenburg), Herr zu Clerf).
Dokument
ANLux A-XLV-2-55 |

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1603,
12. September |
Berechnung über alle Renten, Gülten
und Einkünfte, die Gerhard von der Horst, Herr zu Hamm, Ouren und Berg,
Erbvogt zu Stadtbredimus, hier zu Luxemburg und in den Dörfern Mamer,
Weimerskirch, Dommeldingen, Eich, Beggen, Stadtbredimus und Trintingen,
jährlich bezieht.
"Zu Ludtszenburgh jn Meines Gebeidendn behaussungh vf heudt den 21tn
december Anno 1611".
Bourscheider Dokument Nr. 837. |

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1612,
1. Oktober |
Weistum
von 1612 über die Rechte der Herren von Mersch als Schutzvögte und
Hochgerichtsherren des Hofes Mamer. |

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1616,
28. Juni |
Zeugenverhör in
Sachen der Abtei Sankt Maximin gegen Nielis Johann zu Mamer wegen eines gemeinen
Weges im Brüll.
Dokument AnLux A-XLV-2-57 |

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1627,
27.
April |
Sentenz des Königs von Spanien in Sachen der Abtei St Maximin gegen den Herrn
von der Fels ("Vels") wegen eines Busches genannt Jakobs Busch bei Mamer.
Landeshauptarchiv Koblenz,
Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1424. |

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1627,
10. Juli |
Beglaubigung des
Rates von Luxemburg des Urteilspruches des spanischen Königs Philipp III wegen
eines Busches zu Mamer von 1627 April 27.
Landeshauptarchiv Koblenz,
Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1424a, Transfix
zur Urkunde vom 27. April 1627 |

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1632 |
Grundgüterverzeichnis, aufgestellt in den Jahren 1632-1634, nach einer Ordonanz
des spanischen Königs Philipp IV. von 1631. |

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1635-1648 |
Der Dreissigjährige Krieg in Luxemburg |
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1639,
4. Juli |
Piccolomini passiert
mit seiner Armee in Mamer |
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1640,
4. Juli |
Hermann Fortuné,
Markgraf von Baden, gibt Theves Berchem von Holtzem die Vogtei
Rodenmacher von Holtzheim, Herrschaft Rodenmacher, zur Pacht, welche seit dem
Tod des letzten Inhabers, Sondag Rodemeyer, leersteht. Gibt für die Pacht 25
Imperiales.
Dedit pro laudemio 25 imperiales.
Registre in folio, fol. 4. AIlemand. 422.
[Van Werveke, Ansembourg 1, S. 69] |
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1656 |
Feuerstättenverzeichnis: Nach dem 30jährigen Krieg zählt Mamer nur noch 17
Haushalte (um 1635: 52 Haushalte). |

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1656,
14. September |
Holzem wird
erwähnt anlässlich der Teilung der Herrschaften von Zolwer und Differdingen
zwischen Marie-Cléopha, Witwe, Herzogin von Arenberg und Arschot, Maria
Elisabeth, Herzogin von Hohenzollern-Sigmaringen, Witwe, und Lothar, Baron von
Metternich, Winnenburg und Beilstein, Herr von Königswart, Königsberg, Zolwer,
Differdingen, etc. |

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1664 |
Weiler-zum-Turm.
1664 läßt Gottfried von Elter (Erbe derer von der Feltz) auf 9 Jahre die
Fischweiher von Mamer, Röser und Weiler an den Fischer Peter Siebenaler
von Luxemburg und Konsorten verpachten.
Luxemburger Wort 01.12.1930.
Link zum Artikel
Numérisé par la Bibliothèque nationale de Luxembourg,
www.eluxemburgensia.lu |
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1696,
28. Mai |
Die Jesuiten,
Eigentümer der Neumühle, strengten bei dem Provinzialrat einen Prozess gegen
Nicolas Gasthauser an, welcher das Wasser des Mamerbaches für seinen Betrieb
staute, so daß die talwärts liegende Neumühle oft 24 Stunden lang nicht mahlen
konnte. |

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1732,
9. August |
Mittelgericht zu
Mamer - Prozess der Freifrau von Eltz und der Abtei Sankt Maximin gegen Mamer
wegen Verletzung der Fischereirechte.
Dokument
ANLux A-XLV-3-74 |

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1745,
13.
April |
Freiherrn Philipp
Evrard Mohr von Waldt wollte in Mamer einen Galgen errichten lassen. Da er
jedoch die Genehmigung dazu nicht von dem Grundherrn, dem Abt von St. Maximin
besaß, mußte er ihn wieder entfernen, nachdem der Abt Klage beim Provinzialrat
geführt hatte. |

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1749,
16.
Januar |
Übertragung des
Erstgeburtsrechtes des ältesten Sohnes der "Wilhelmsvogtei" (Mellerjans),
Peter
Huberty, an seinem Bruder Johann. |

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1753,
19.
April |
Graf de Marchant
d'Ansembourg verlangt das Schloss von Koerich samt seiner Dependenzien in
Koerich und Holzem (Vorschlag für einer Übereinkunft mit Mohr de Wald).
"Articles proposés (par le comte de Marchant d'Ansembourg) à M. de Wald, pour
obtenir un accommodement. - Le comte de Marchant demande le château de Koerich
avec toutes les dépendances à Koerich et Holzem, la dîme de Rollingen et celle
de Bereldange, et la propriété de tous les biens engagés par lui ou ses auteurs,
en faveur d'Ansenbourg, à l'église de Koerich et au sieur Hargard d'Arlon; il se
chargera des rentes dues au seigneur d'Autel et à la fondation en la chapelle
castrale de Koerich, et payera comptant 10,000 fl. de Luxembourg. Minute.
Français. 1070.)
[Van Werveke, Ansembourg 2, SS. 164-165] |
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1759,
28.
Dezember |
Besitztümer des
Klosters Marienthal in Holzem und Mamer: 2 Weiher. |

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1766 |
Der Theresianische
Kataster von 1766 gibt detaillierte Einblicke in die Besitzverhältnisse sowie
über die Abgaben der Mamer Vogteien. |

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1767,
15. Mai |
Duell zwischen
Philipp von Cobenzl und Freiherr Mohr de Waldt. Die Herrschaft Mersch kam an
seine einzige Tochter, die 1782 den Baron de Reinach, aus Hirtzbach im Elsass,
heiratete. |

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1784,
6. Juli |
Abgaben der Gemeinde
Mamer nach Kataster.
Dokument
ANLux A-XLV-3-78 |

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1787,
7. März |
Heinrich Mertens,
genannt "Zirbes" erhält die Erlaubnis von der Abtei Sankt Maximin, die
Zirbesvogtei für 150 Ecu zu hypothekieren.
Dokument
ANLux A-XLV-3-82 |

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1793 |
Bis zum Jahre 1793
blieb Mamer unter der Bezeichnung "Hof Mamer" ein Bestandteil der
Herrschaft Mersch. Durch Vererbung kam diese Herrschaft an die Familien
Meilberg-Mersch (1305-1411), Kerpen-Mersch (1411-1560), Brandenburg-Mersch
(1411-1437), Boland-Mersch (1437-1567), Burscheid-Mersch (1437-1566),
Neuerbug-Mersch (1512-1570), Metternich-Mersch (1512-1566), Fels-Mersch
(1570-1661), Elter-Mersch (1661-1740), Mohr von Waldt-Mersch (1770-1767),
Reinach-Mersch (1767-1795).[Flener, 1960, S. 35] |
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1798 |
Im Jahre 1798 wurden
auch die Güter der Münsterabtei zu Mamer durch die französische republikanische
Verwaltung versteigert. Das sogenannte Altgut, 100 Ruten Wiesen und 6 Morgen
Ackerland erwarb Jean François Thiry von Bastnach. Im Jahre 1803 wurde dann noch
ein Münster gehörender Garten, groß 96 Ruten, 11 Schuh, von Greiwelding von
Remich erworben (vgl. Mamer Schloss)
[Flener, 1960, S. 40]. |
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