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CHRONIK DES MITTELALTERS BIS ZUR FRÜHEN NEUZEIT

FRÜHMITTELALTER (Mitte 6. – Mitte 11. Jh.)
960,
8. April

 

Liutgard, Tochter Wigerichs und Kunigundens, vermacht in der Abtei Sankt Maximin zum Seelenheil ihrer Eltern und ihrer beiden verstorbenen Ehegatten sowie ihrer Söhne und zum Nachlass ihrer eigenen Sünden dieser Abtei ihr elterliches Erbgut Mamer (Mambra, Mambren) in des Grafen Godfrid Grafschaft Mithengowe, vorbehaltlich lebenslänglicher Nutzniessung bei sofortiger Übergabe eines Mansus.
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983,
im Sommer

Um das Jahr 983 herrschte in der Diözese Trier eine große Trockenperiode. Die betroffenen Einwohner, darunter auch die aus Mamer, gelobten, jedes Jahr nach Trier zu pilgern, falls ihre Gebete nach Regen erhört würden. Da der erbetene Regen eintraf, ordnete der damalige Trierer Erzbischof Egbert von Trier in einer Urkunde von 983 die sogenannte Bannprozession nach Trier an "… wobei der Petrusstab um die Stadt herum zu den sechs alten Basiliken Triers getragen wurde (A. Heinz, Die von Erzbischof Egbert gestiftete Bannfeier, in: Egbert, Erzbischof von Trier, Gedenkschrift, herausgegeben von E. J. Ronig, 1993, SS, 67-80), die in der Folge alljährlich am Freitag, dem sogenannten Bannfreitag der dritten Woche nach Ostern stattfand.

Diese Bannfeier (Statio bannita) blieb bis zum Ende des alten Erzbistums Trier eine lebendige Größe. 1128 wurde den entfernteren Orten der Diözese, darunter wiederum Mamer, zugebilligt, die Wallfahrt stattdessen zur (Alt-)Münster Abtei zu  Unserer Lieben Frau (Notre Dame) durchzuführen. Der Abt Folmar hatte die Zubilligung zur Verlegung der Wallfahrt nach Luxemburg vom Trierer Erzbischof Bruno erhalten. In einer Urkunde von 1128 ließ sich Folmar dieses zugestandene Privileg von Papst Honorius II. nochmals bestätigen. Es waren 26 Pfarreien, die anstatt nach Trier, jetzt zur näher gelegenen Abtei nach Clausen pilgerten (siehe auch unter 1128, April 12).

 

1026,
11. Januar 
[Fälschung] König Konrad II bestätigt zu Trier dem Abt Poppo von Sankt Maximin, die für den Lebensunterhalt der Mönche festgesetzten Besitzungen, darunter Mamer (Mambra), erläßt ein weiteres Verlehnungs- und Veräußerungsverbot, gestattet dem Abt freie Vogtwahl und schränkt der Vögte Befugnisse ein.
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1044,
25. Juli
[Fälschung] König Heinrich III. dotiert seine (zu Mainz im November 1043) zur Königin gekrönte Gemahlin Agnes mit der Abtei Sankt Maximin, verleiht der Abtei den königlichen Schutz, bestätigt die Ehrenrechte des Abtes bei Hofe und setzt die zum Unterhalt der Brüder, Armen und Kranken bestimmten Güter fest, darunter die Klosterkirche nebst Zehnten zu  Mamer (Mambra).
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HOCHMITTELALTER (Mitte 11. – Mitte 13. Jh.)
   
1051 [Fälschung] Heinrich III. urkundet für das Kloster St. Maximin bei Trier und bestätigt dessen Besitztümer, darunter Mamer (Mambra).
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1066,
13. Juli
[Fälschung] Heinrich IV bestätigt der von ihm seiner Gemahlin Bertha verliehenen Abtei St. Maximin bei Trier den königlichen Schutz und die Ehrenrechte des Abtes bei Hofe sowie den Besitz der zum Unterhalt der Brüder, Armen und Kranken bestimmten Güter, darunter Mamer (Mambro).
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SPÄTES MITTELALTER (12.-16.JH.)
   
1128,
12. April
Papst Honorius II. erneuert Abt Folmar von der Abtei Unserer Lieben Frau zu Luxemburg die ihm unter gleichem Datum zugestandenen Vorrechte, bestätigt weiteren Klosterbesitz, besonders aber das ihm von Erzbischof Brun von Trier zugestandene Privileg, daß die nahegelegenen ländlichen Pfarreien, darunter Mamer (Manbra), jedes Jahr am Freitag nach dem Sonntag "Misericordia Domini" mit ihren Reliquien und Opfergaben [anstatt nach Trier] in Zukunft zur Abtei Unserer Lieben Frau wallfahren sollen (siehe auch unter 983).
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1166 Conrad von Mamer (Cûnradus de Mambre) war Zeuge als Graf Heinrich der Blinde der Münsterabtei die Sankt Nikolaus Kirche in Luxemburg schenkte. Er ist ebenfalls der erste urkundliche bezeugte Herr von Mamer.
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1214,
Mai
Philipp von Mamer (Philippe de Mammeren) war zugegen bei der Vermählung der Gräfin Ermesinde, die im Alter von 27 Jahren  im Mai 1214 Walram IV. heiratet. Philipp wird bei Bertholet in der Liste der Ritter aufgeführt, die an einem bei dieser Gelegenheit veranstaltetem Turnier teilnahmen.
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1225 Teilherrschaft der Abtei Münster in Mamer.
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1238,
25. September
Margaretha von Mamer, aus dem Geschlecht der Edlen von Hollenfels, schenkte am 25. September 1238 dem Kloster Marienthal ihren Anteil am Patronatsrecht der Pfarrkirche von Tüntingen mit Einwilligung ihrer Söhne Tilon, Wilhelm und Jakob. [Flener, 1960, S. 44]
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1238,
3. Oktober
Jakob von Mamer übergibt dem Kloster Marienthal, gegen einen jährlichen Zins, ein Erbe gelegen zwischen Kalenbach und Ansemburg.
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1272,
8. Januar

R(einer) von Davils, Domherr und Trierer Offizial, trägt dem Kanonikus Matthias von Sankt Marien zu Trier und dem Priester von Sankt Nikolaus in Luxemburg auf, den Ritter Nikolaus von Luxemburg unter Bedrohung mit der öffentlichen Exkommunikation aufzufordern, sich dem in seinem Prozeß mit der Abtei Sankt Maximin ergangenen Urteil bis zum Sankt Matthiastag künftighin zu unterwerfen, den Jockelsbusch bei Mamer ganz als Eigentum des Abtes und Konventes von Sankt Maximin zu betrachten, die Eigentumsfrage nicht mehr aufzuwerfen, einen Schadenersatz von 40 Trierer Pfund zu zahlen und am Tage nach dem Matthiasfest zu Trier zu erscheinen, um dort den Betrag der Prozeßkosten zu hören.
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1272,
12. Dezember
Walter von Meisemburg schenkt Ludwig von Syren drei Teile des Zehnten von Nörtzingen, die ehedem Theoderich, Herrn von Mamer (Manbren) gehörten.
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1281,
20. März
Johann, Sohn des ehem. Truchsessen Theoderich von Mersch und Robin, Sohn Robins von Useldingen, schliessen unter dem Siegel des Grafen Heinrich [des Blonden] von Luxemburg einen Vertrag mit der Abtei Sankt Maximin für sich und ihre Leute über den Jockelsbusch  zu Mamer (Manbre, Mambre, Malleren) und über die Leistungen der dortigen Leute.
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1325,
7. Januar 
Der Graf von Luxemburg und König von Böhmen, Johann der Blinde, verleiht seinem getreuen Gefolgsmann Johann, Herrn von Mirabel (Meilberg) und Marays (Mersch) die Hochgerichtsbarkeit über 18 Ortschaften, darunter auch Mamer.
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1384,
8. Juni 
Johanna (Gennette) von Bereldingen, Äbtissin und das Kloster von Differdingen sowie Johan, Herr von Rodenmacher, Rolin (Raoul) und Gilkin (Gilles), seine Brüder heißen den Verkauf eines Weihers zu der Cappellen bei Holezem durch ihrer Holzemer Untertanen an Huart, Herr von Elter und von Sterpenich, gut.
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1404,
14. August
Johann von Mammern beglaubigt die Kopie einer Urkunde vom 16. September 1333, worin Heinrich, Herzog von Salm auf die Patronatsrechte der Kapellen von Aldringen und Bockholtz zugunsten von Johann, Herr von Useldingen, verzichtet.
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1405,
13. April
Dietrich von Mersch und seine Frau Lucia von Zolwer verpfänden Johann von Strassen ihre Güter zu Mamer.
Als Bürgen werden neben Roland von Rodenmacher, Gobel, Herr zu Bubingen, Robin von Sassenheim, Johann, Herr zu Hondelingen, Hermann von Dobbelstein, Wilhelm Vogel von Weiler (zum Turm), auch 46 ihrer Leute von Mamer namentlich aufgezählt.

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1470,
21. Dezember
Am St. Thomastag. — Thiesgen Wagener, Meier zu Helmesingen, und Peter Huetenersson, Schöffen und Gericht zu Helmesingen, stellen fest, dass Meiger Clausgen von Manberen und Konsorten dem Claisgen von Gontreben und Elsse, seiner Frau, die Mühle genannt Woelters müllen mit Dependenzien, gelegen auf dem Bann von Manberen, gegen eine jährliche Rente von 13 Scheffel Roggen, einem halben Malter Weizen, zu liefern an  unseren lieben Junckeren Johan von Eredorf... und Herman Ruessen von Voelkelingen, gebrueder.
Coll. Soc. hist. Luxemb. Orig. Parch. Fonds de la Fontaine.

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1473 Feuerstättenverzeichnis: Mamer zählt 51 Feuerstätten.
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1479,
6. Juni
Erbteilung zwischen Katharina von Bourscheid, Witwe Lanzelots von Eltz, ihren Kindern und Bernhard IV.
Dez sesten daiges jn dem braichmaent, 1479.
Landeshauptarchiv Koblenz, Best. 49 Nr. SM 6716

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1479 Bei einem Dokument der Herren von Bourscheid, welche von 1437 bis 1566 Herren von Mersch und somit auch Herren von Mamer waren, handelt es sich um ein Verzeichnis zu Mamer gelegenen Vogteien und deren Abgaben: «Disz hernae geschrivenn solch vodienn zu manbernn gelegenn»
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1485,
22. April
Lehensrevers des Johann Mammern gegenüber Abt Otto von St Maximin über sein Haus mit Zubehör und 8 Vogteien zu Mamer.
"1485 Freitag n misericord"
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1930.
ANLux
A-XLV-1-31 (Abschrift von 1699).

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1486,
15. September
Johannes Knaust, Pfarerr und Notar zu Mamer, legt einen Vergleich zwischen Gotthard und Johann, Herren von Fels und Mersch, schriftlich nieder.
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1489,
20. Dezember
Georg, Herr von Fels und seine Frau Liese von Rollingen verkaufen ihren Zehnten und Renten mitsamt den Leuten an Peter von Eysbrück, Schöffe in Luxemburg.
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1495 Feuerstättenverzeichnis: Mamer zählt 51 Haushalte.
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FRÜHE NEUZEIT (16. Jh. – 18. Jh.)
   
1501 Feuerstättenverzeichnis: Mamer zählt 30 Haushalte.
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1504,
4. März
Lehensrevers des Wilhelm Mammern gegenüber Abt Thomas von St Maximin wegen seines Hauses mit Zubehör zu Mamer und acht Vogteien daselbst.
"1504 Dienstg n laetare n Tr St".
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 877.

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1508,
20. März
Wilhelm von Mammeren und seine Frau Katharina von der Schüttburg verkaufen für 100 Luxemburger Gulden eine jährliche Rente von 3 Ohm und 5 Sester Wein sowie ihre Einkünfte aus dem Nyederherren gut in Born an der Sauer, das Wilhelm durch Teilung mit seiner Schwester Katharina und seinem Bruder Engelbert zugefallen ist, an Nicolas Munschacker, Pfarrer von Schoenberg.
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1508,
4. Juli
Abt Thomas von Sankt Maximin belehnt Bernhard IV., Herr zu Bourscheid, mit einem Viertel der Herrschaft Mersch und mit dem Zehnten zu Mamer.
"Dn vyerten taghs des monats Julij Anno xvc octauo."
Bourscheider Dokument Nr. 347.

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1509,
20. Januar
Wilhelm von Mammeren und seine Frau Katharina von der Schüttburg, seine Frau, geben Wilhelm von der Schüttburg und Maria, dessen Frau, Schwiegervater und Schwiegermutter des Erstgenannten, ihre Güter zu Mamer, welche während 18 konsekutiven Jahren zu bewirtschaften sind.  

1509,
4. Juli
Philipp von Sierck kündigt Bernhard IV., Herr zu Bourscheid, die Pfändung des Dorfes Mamer auf, da er sein Geld benötigt.
"Des vierten tagh des monats Julius, 1509".
Bourscheider Dokument Nr. 356.

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1511,
17. März
Bernhard IV., Herr zu Bourscheid, erklärt, daß Philipp von Sierck ihm die Einlösung des verpfändeten Viertels der Renten zu Mamer gestattet.
"Vff mandag nest na dem sonndag Reminiscere jm Jarr funfftziennhont vnnd tzehenn, more trev(erensi)".
Bourscheider Dokument Nr. 364.

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1511,
21. Juni
Bernhard IV., Herr zu Bourscheid, löst sein Viertel der Herrschaft Mersch ein und beginnt, den Anteil Jakobs von Kerpen ebenfalls einzulösen.
"Vff sampstag nest nach vnnsers Hernn lichenneins Dag (Fronleichnam) Anno xvc vnnd xj Jarre".
Bourscheider Dokument Nr. 365.

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1515,
6. Juli
Lehnrevers für den Abt Vinzenz von Sankt Maximin von Philipp von der Neuerburg, ältester Sohn zu Bourscheid und seinem Bruder Otto von der Neuerburg wegen eines Viertels der Herrschaft und des Schlosses von Mersch und des Zehnts zu Mamer.
Dokument ANLux A-XLV-2-36

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1516,
6. März
Dietrich von Metternich, Herr zu Zievel, dazu Philipp und Otto, Gebrüder von der Neuerburg, alle drei Herren zu Bourscheid, verkaufen gegen 100 Gulden eine Rente aus dem Hof Mamer.
"Des sesten dages des maentz mertze jm jair vnsers hrn dusent funffhondert vnd funfftzhien more treueress".
Bourscheider Dokument Nr. 385.

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1517,
5. November
Lehensrevers des Wilhelm Mamern gegenüber Abt Vinzenz von St Maximin wegen eines Hauses zu Mamer und Zubehör.
"1517 Donnerstg n Allerheiligen".
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 981.
Abt Vinzenz von Sankt Maximin - Lehen zu Mamer an Wilhelm von Mamer
Dokument ANLux A-XLV-2-37

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1521,
15. Januar
Supplik Dietrichs von Metternich an den Hohen Rat zu Luxemburg mit seinen Forderungen an Elisabeth von Elter, Witwe Bernhards IV. von Bourscheid sowie die Antwort von Elisabeth.
"Luzenburgh dn xvten tagh Januarij xvC xx more treueren".
Bourscheider Dokument Nr. 401.

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1525 Feuerstättenverzeichnis: Mamer zählt 54 Haushalte.
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1527,
7. März
Otto von der Neuerburg, Herr zu Bourscheid - Lehnsrevers gegen den Abt von Sankt Maximin wegen der Lehen zu Mersch und des Zehnt zu Mamer.
 "in Jair unsers h^rn dusent funffhonndert sieben undzwentzich"
Dokument ANLux A-XLV-2-41

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1528 Feuerstättenverzeichnis:
Mamer zählt 51 Haushalte.

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1531 Feuerstättenverzeichnis:
Mamer zählt 40 Feuerstätten.

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1534,
4. September
Das Afterlehen des Doktors Johann Keck: Übertragung von Vogteien des "Bübinger Anteils" im Schlosse zu Mersch.
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1541 Feuerstättenverzeichnis:
Mamer zählt 60 Haushalte.

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1542 Mamer Weistum von 1542.
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1550 Heinrich von Mamer und seine Schwester Margaretha, Ehefrau von Christophe von Baden teilen sich ihre Güter zu Mamer.  

1561 Feuerstättenverzeichnis:
Mamer zählt 40 Haushalte.

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1566,
22. August
Wilhelm von Malberg und seine Frau Gertrud von Bourscheid versetzen ihre Güter zu Mamer an Jakob von Rollingen.
"Am xxijtn tagh aust Monats".
Bourscheider Dokument Nr. 563.

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1566,
4. September
Dietrich von Metternich, seine Geschwister und deren Erben, verkaufen an Paul von Boland, Herrn zu Mersch, ihren Anteil an der Herrschaft Mersch.
"Den vierthen tag septembris Anno /66".

Bourscheider Dokument Nr. 564.

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1582,
7. Dezember
Lehensrevers der Anna von Manderscheid Witwe von Baden gegenüber Abt Reiner von St Maximin über ein Haus mit Zubehör und acht Hofstätten zu Mamer.
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1266.

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  Abt Reiner von Sankt Maximin belehnt Anna von Manderscheid mit einem Haus zu Mamer.
Dokument ANLux A-XLV-2-47
  Beglaubigte notarielle Abschrift von 1699.
Dokument ANLux A-XLV-2-46

1583,
2. Juni
Mamer Weistum von 1583.
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1583,
2
0. September
Richter und Schöffen der Stadt Luxemburg urteilen in der Sache Nikolaus von Pforzheim und Adolpha von Baden wegen Mamer.
Dokument ANLux A-XLV-2-48

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1585 Jean Bertels, Abt von Münster, 1576-1595, erwähnt in einem Memorandum vom Jahre 1586 die Hinrichtung der Margaretha, Ehefrau des Steffen Clas von Mamer im Jahre 1585. Die unglückliche Frau war der Zauberei beschuldigt und wurde im Gerichtssaal der Abtei zum Feuertode verurteilt. Die Hinrichtung, zu der die münsterischen Untertanen von Mamer und Holzem erscheinen mußten, fand beim Galgen auf dem Fetschenhof statt. [Flener, 1960, S. 42]  

1586,
28. April
Instrument über den Vergleich zwischen Reiner Abt von St Maximin und Paul von der Fels, Herr zu Mersch, in Betreff eines Waldes bei Mamer in der Hoheit von Mersch.
"Luxemburg d 28 April 1586".
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1288.

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1590 Im Jahre 1590 brachte Paulus von der Fels die bisher in mehrere Teile geteilte Herrschaft Mersch wieder ganz in seine Hand (1661 befindet sich Mersch im Besitz der Familie von Elter). Unzerteilt gelangte (die Herrschaft) Mersch von den Elter (um 1740) in Besitz des aus dem Kurtrierischen stammenden Freiherrn Philipp Evrard Mohr von Waldt. [Flener, 1960, S. 35]  

1599,
19. Februar
Lehnsrevers wegen des Zehnten zu Mamer (Konrad von Sötern).
Dokument ANLux A-XLV-2-52

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1602,
5. November
Lehnsrevers über die Zehnte zu Mamer (Hans Bernard von Schaumburg (Schauwenburg), Herr zu Clerf).
Dokument ANLux A-XLV-2-55

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1603,
12. September
Berechnung über alle Renten, Gülten und Einkünfte, die Gerhard von der Horst, Herr zu Hamm, Ouren und Berg, Erbvogt zu Stadtbredimus, hier zu Luxemburg und in den Dörfern Mamer, Weimerskirch, Dommeldingen, Eich, Beggen, Stadtbredimus und Trintingen, jährlich bezieht.
"Zu Ludtszenburgh jn Meines Gebeidendn behaussungh vf heudt den 21tn december Anno 1611".

Bourscheider Dokument Nr. 837.

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1612,
1. Oktober
Weistum von 1612 über die Rechte der Herren von Mersch als Schutzvögte und Hochgerichtsherren des Hofes Mamer.
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1616,
28.
Juni
Zeugenverhör in Sachen der Abtei Sankt Maximin gegen Nielis Johann zu Mamer wegen eines gemeinen Weges im Brüll.
Dokument AnLux A-XLV-2-57

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1627,
27. April
Sentenz des Königs von Spanien in Sachen der Abtei St Maximin gegen den Herrn von der Fels ("Vels") wegen eines Busches genannt Jakobs Busch bei Mamer.
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1424.

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1627,
10. Juli
Beglaubigung des Rates von Luxemburg des Urteilspruches des spanischen Königs Philipp III wegen eines Busches zu Mamer von 1627 April 27.
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 211 Trier, Benediktinerkloster Sankt Maximin, Urkunde 1424a, Transfix zur Urkunde vom 27. April 1627

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1632 Grundgüterverzeichnis, aufgestellt in den Jahren 1632-1634, nach einer Ordonanz des spanischen Königs Philipp IV. von 1631.
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1635-1648

Der Dreissigjährige Krieg in Luxemburg


1639,
4. Juli
Piccolomini passiert mit seiner Armee in Mamer  

1640,
4. Juli
Hermann Fortuné, Markgraf von Baden, gibt Theves Berchem von Holtzem die Vogtei Rodenmacher von Holtzheim, Herrschaft Rodenmacher, zur Pacht, welche seit dem Tod des letzten Inhabers, Sondag Rodemeyer, leersteht. Gibt für die Pacht 25 Imperiales.
Dedit pro laudemio 25 imperiales.
Registre in folio, fol. 4. AIlemand. 422.
[Van Werveke, Ansembourg 1, S. 69]
 
 
1656 Feuerstättenverzeichnis: Nach dem 30jährigen Krieg zählt Mamer nur noch 17 Haushalte (um 1635: 52 Haushalte).
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1656,
14. September
Holzem wird erwähnt anlässlich der Teilung der Herrschaften von Zolwer und Differdingen zwischen Marie-Cléopha, Witwe, Herzogin von Arenberg und Arschot, Maria­ Elisabeth, Herzogin von Hohenzollern-Sigmaringen, Witwe, und Lothar, Baron von Metternich, Winnenburg und Beilstein, Herr von Königswart, Königsberg, Zolwer, Differdingen, etc.
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1664 Weiler-zum-Turm. 1664 läßt Gottfried von Elter (Erbe derer von der Feltz) auf 9 Jahre die Fischweiher von Mamer, Röser und Weiler an den Fischer Peter Siebenaler von Luxemburg und Konsorten verpachten.
Luxemburger Wort 01.12.1930. Link zum Artikel

Numérisé par la Bibliothèque nationale de Luxembourg, www.eluxemburgensia.lu

 

1696,
28. Mai
Die Jesuiten, Eigentümer der Neumühle, strengten bei dem Provinzialrat einen Prozess gegen Nicolas Gasthauser an, welcher das Wasser des Mamerbaches für seinen Betrieb staute, so daß die talwärts liegende Neumühle oft 24 Stunden lang nicht mahlen konnte.
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1732,
9. August
Mittelgericht zu Mamer - Prozess der Freifrau von Eltz und der Abtei Sankt Maximin gegen Mamer wegen Verletzung der Fischereirechte.
Dokument ANLux A-XLV-3-74

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1745,
13. April
Freiherrn Philipp Evrard Mohr von Waldt wollte in Mamer einen Galgen errichten lassen. Da er jedoch die Genehmigung dazu nicht von dem Grundherrn, dem Abt von St. Maximin besaß, mußte er ihn wieder entfernen, nachdem der Abt Klage beim Provinzialrat geführt hatte.
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1749,
16. Januar
Übertragung des Erstgeburtsrechtes des ältesten Sohnes der "Wilhelmsvogtei" (Mellerjans), Peter Huberty, an seinem Bruder Johann.
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1753,
19. April
Graf de Marchant d'Ansembourg verlangt das Schloss von Koerich samt seiner Dependenzien in Koerich und Holzem (Vorschlag für einer Übereinkunft mit Mohr de Wald). "Articles proposés (par le comte de Marchant d'Ansembourg) à M. de Wald, pour obtenir un accommodement. - Le comte de Marchant demande le château de Koerich avec toutes les dépendances à Koerich et Holzem, la dîme de Rollingen et celle de Bereldange, et la propriété de tous les biens engagés par lui ou ses auteurs, en faveur d'Ansenbourg, à l'église de Koerich et au sieur Hargard d'Arlon; il se chargera des rentes dues au seigneur d'Autel et à la fondation en la chapelle castrale de Koerich, et payera comptant 10,000 fl. de Luxembourg. Minute. Français. 1070.) [Van Werveke, Ansembourg 2, SS. 164-165]  

1759,
28. Dezember
Besitztümer des Klosters Marienthal in Holzem und Mamer: 2 Weiher.
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1766 Der Theresianische Kataster von 1766 gibt detaillierte Einblicke in die Besitzverhältnisse sowie über die Abgaben der Mamer Vogteien.
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1767,
15. Mai
Duell zwischen Philipp von Cobenzl und Freiherr Mohr de Waldt. Die Herrschaft Mersch kam an seine einzige Tochter, die 1782 den Baron de Reinach, aus Hirtzbach im Elsass, heiratete.
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1784,
6. Juli
Abgaben der Gemeinde Mamer nach Kataster.
Dokument ANLux A-XLV-3-78

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1787,
7. März
Heinrich Mertens, genannt "Zirbes" erhält die Erlaubnis von der Abtei Sankt Maximin, die Zirbesvogtei für 150 Ecu zu hypothekieren.
Dokument ANLux A-XLV-3-82

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1793 Bis zum Jahre 1793 blieb Mamer unter der Bezeichnung "Hof Mamer" ein Bestandteil der Herrschaft Mersch. Durch Vererbung kam diese Herrschaft an die Familien Meilberg-Mersch (1305-1411), Kerpen-Mersch (1411-1560), Brandenburg-Mersch (1411-1437), Boland-Mersch (1437-1567), Burscheid-Mersch (1437-1566), Neuerbug-Mersch (1512-1570), Metternich-Mersch (1512-1566), Fels-Mersch (1570-1661), Elter-Mersch (1661-1740), Mohr von Waldt-Mersch (1770-1767), Reinach-Mersch (1767-1795).[Flener, 1960, S. 35]  

1798  Im Jahre 1798 wurden auch die Güter der Münsterabtei zu Mamer durch die französische republikanische Verwaltung versteigert. Das sogenannte Altgut, 100 Ruten Wiesen und 6 Morgen Ackerland erwarb Jean François Thiry von Bastnach. Im Jahre 1803 wurde dann noch ein Münster gehörender Garten, groß 96 Ruten, 11 Schuh, von Greiwelding von Remich erworben (vgl. Mamer Schloss) [Flener, 1960, S. 40].  

     
     

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