
DIE KLEINFUNDE
Grabungsschnitte A und B
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Tafel 11 |
BRONZE

1. Bogenscharnierfibel mit längsgeripptem Bügel und Schlußknopf; der Nadelhalter
ist durchlocht; etwa Van Buchem Taf. XI, 26
[27 H. van Buchern, De Fibulae van Nijmegen:
Bounesteenen voor een Geschiedenis van Nijmegen III, 1941.];
Thill 164 [28 G. Thill, Fibeln vom
Titelberg aus den Beständen des Luxemburger Museums, in: Trierer Zeitschrift 32,
1969, S. 133.].
Aus Grabungsschnitt B, Oberflächenschutt 1.

2. Bogenscharnierfibeifragment mit längsgeripptem Bügel, abgesetztem glatten
Bügelfuß und Schlußknopf (AucissafibeI); das Scharnier und die Nadel fehlen, van
Buchem Taf. IX, Böhme 18 [29 Astrid Böhme;
Die Fibeln der Kastelle Saalburg und Zugmantel, in: Saalburg Jahrbuch XXIX,
1972.], Lerat 138, 143 etc.
[30 Lerat: Les fibules gallo-romaines. Catalogue
des collections archéologiques de Besançon, in: Annales litt. de I'Université de
Besançon, 1956.], Thill 115-129.
Aus Grabungsschnitt B, Siedlungsschicht 13.

3. Bogenscharnierfibel mit im Schnitt dreikantigem Bügelprofil, mit
Fischgrätrnuster und Bügelknopf, die Nadel fehlt; etwa Lerat 198-199.
Aus Schnitt B, Siedlungsschicht 13.

4. Bogenscharnierfibel mit querprofiliertem Bügel; die Nadel fehlt. Lerat
243-246:
Aus Grabungsschnitt B, Siedlungsschicht 13.

5. Einfache Bogenscharnierfibel, die Nadel fehlt.
Aus Grabungsschnitt B, im Straßenschotter.

6. Bogenscharnierfibel mit bandartigem Bügel, die Nadel fehlt.
Aus Grabungsfläche A, Baggerschutt.

7. Tierfibeln in Form einer Taube. In den angelegten Flügeln befinden sich
Emailfelder mit rötlichen Einlagen. Die Nadel fehlt; vgI. Lerat 307.
Aus Grabungsschnitt B, im Straßenschotter.

8.-9. Kreuzförmige Scharnierfibeln mit rhombischen Emailfeldern auf der
Mittelscheibe. In beiden Fällen fehlen die Nadeln.
Aus Grabungsschnitt B, Siedlungsschicht 13.

10. Schanierfibel mit rechteckiger, getreppter Mittelscheibe und erhabenem
runden Mittelteil. Je drei blattförmige Emailfelder entwachsen der
Mittelscheibe. Hellgrüne Emaileinlage im Mittelblatt. dunkelgrüne in den
Seitenblättern. Die kleinen Emaileinlagen des Mittelteils sind abwechselnd
hellgrün, himmelblau und rot. Der Nadelhalter ist durchlocht.
Aus Abschnitt A, Baggerschutt.

11. Scharnierfibel mit runder Mittelscheibe und konzentrischen Emailfeldern mit
abwechselnd roten und weißen Einlagen. Tierkopffuß mit durchlochtem Nadelhalter.
Die Nadel fehlt. Ewa Thill 188.
Aus Grabungsschnitt D.

12. Scharnierplatte mit grasgrünen und roten Emaileinlagen.
Aus Grabungsschnitt B, Siedlungsschicht 13.
13.-17. Beschläge für Lederriemen

13. - Aus Grabungsschnitt B, Schicht 13.

14. - Aus Grabungsabschnitt A, Baggerschutt.


15., 16. - Aus Grabungsabschnitt A, Zisterne 5.

17. - Aus Grabungsabschnitt A, Baggerschutt.
18.-19. Glöckchen

18. - Aus Grabungsabschnitt A, Zisterne 6.

19. - Aus Grabungsabschnitt A, Baggerschutt.


20. Griff einer Bronzekasserole mit Fabrikstempel MB VITALIS und CARATVSV.
Willers, S. 76 [31 H. WiIlers; Neue
Untersuchungen über die römische Bronzeindustrie von Capua und von
Niedergermanien, Hannover u. Leipzig 1907];
Willers erwähnt einen Stempel CARATVSV aus Aszar in Ungarn (S. 90, N. 163 und
CIL III, 12031,11). Italischer Import vgl. Eggers, Import 140
[32 H.J. Eggers; Der römische Import im freien
Germanien in: Atlas der Urgeschichte, Bd, 1, Hamburg 1951];
Eggers Britannien' Abb. 9, 13, S. 118 [33
H.J. Eggers; Römische Bronzegefäße in Britannien, in: Jb. R.G.Z.M. 13, 1966];
Abb. 16 i. S. 193, etc.
Aus Grabungsschnitt A, Baggerschutt.


21. Bronzearm einer römischen Schnellwaage (auf der Zeichnung wurde versucht die
Waage zu ergänzen).
Auf dem, im Schnitt, quadratischen Bronzearm
sind zwei verschiedene Skalen eingraviert
[34 O. Paret ; Von römischen Schnellwagen und Gewichten in Saalburg, Jb. IX,
Frankfurt 1939, S. 73 ff, Taf. 26. - C.I.L. 13, II Staterae S. 744, Berlin 1906.
- S. Frere; The Roman theatre at Canterbury, in Britannia I, 1970, Abb. S. 113.
- Publications de la Section Historique 7, Luxemburg 1851, Taf. X - Fundort
Dalheim].
Skala a bot die Möglichkeit Waren von 0 bis 7,5 römische Pfund zu wiegen. Jeder
senkrechte Strich bedeutet ein römisches Pfund, libra oder As=327,45 g. Ein
Pfund ist durch eingestanzte Punkte in sechs geteilt, wovon jeder Punkt einen
sextans darstellt. Zwei übereinanderliegende Punkte, die ein Pfund halbieren,
geben einen Semis an. Skala b erlaubt Maße von 5 bis 14 Pfund. Die
Feineinteilung ist hier in quadrans und semis.
Skala a: 0-7,5 Pfund (libra, as)
1 libra = 2 sernites = 6 sextantes = 12 unciae = 327,45 g
1/2 libra = 1 semis = 3 sextantes = 6 unciae = 163,73 g
1/6 libra = 1/3 semis = 1 sextans = 2 unciae = 54,58 g
Skala b: 5..,14 Pfund
1 libra = 2 semites = 4 quadrantes = 12 unciae = 327,45 g
1/2 libra = 1 semis = 2 quadrantes = 6 unciae = 163,73 g
1/4 libra = 1/2 semis = 1 quadrans = 3 unciae = 81,86 g
Aus Grabungsschnitt B, Oberflächenschutt 1.


22. Bauchiger Topf mit Schrägrand aus gehämmertem Bronzeblech; D. 17,5 cm. Aus
Grabungsabschnitt A, Zisterne 13.
BEIN

23.-25. Haarnadeln aus Bein
23., 24. - aus Grabungsabschnitt A, Zisterne 7.
25. - aus Zisterne 2.
GLAS

26. Gerippte Perle aus dunkelgrünem Glas.
Aus Grabungsabschnitt A, Baggerschutt.

28. Einfache Perle aus grasgrünem Glas.
Aus Grabungsabschnitt A, Zisterne 5.
BERNSTEIN

27. Flache Perle aus Bernstein.
Aus Grabungsabschnitt A, Zisterne 5.
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