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ÖFFENTLICHE BÄDERANLAGE UND SPÄTANTIKE BAURESTE IM GALLO-RÖMISCHEN VICUS VON MAMER

 

von Jeannot METZLER und Johny ZIMMER
in Hémecht 1975/27, pp. 429-475.

 

 

 

B. 2. Die Fibeln (Abb. 21)


Zur Typenbestimmung wurde ausschließlich das neue Werk von E. Ettlinger, Die römischen Fibeln in der Schweiz, Bern 1973, benutzt. Parallelen und weitere Literatur sind in dieser Arbeit angegeben.

Abb. 21 - Die Fibeln der Grabung 1974-1975
 


1. 74-15/562.
Soldatenfibel
Ettlinger Typ 4.

Die Fibel wurde zusammen mit Fibel Nr. 13, Scherben aus dem Beginn des 2. Jahrhunderts und mit einem Bronzebeschlag (Abb. 24, Nr. 3) in einer Grube unter Raum 3, Periode IV gefunden.

 

2. 74-15/53.
Knickfibel
Ettlinger Typ 18.

Diese frührömische Fibel lag leider in den, durch die späteren Kalkbrennerarbeiten gestörten Schichten von Raum 15, Periode II F.



3. 74-15/402.
Kragenfibel, Variante mit Scharnierkonstruktion
Ettlinger Typ 19.

Die Fibel, welche noch Spuren von Versilberung trägt, wurde westlich des Hauptpraefurniums der Thermen in den Schuttaufhäufungen der Planifikation des IV. Jahrunderts gefunden.

 

4. 74-15/539.
Aucissa-Variante mit geteiltem Bügel
Ettlinger Typ 30.

Die Fibel stammt aus Raum 11, Periode II E, jedoch aus den Schuttaufhäufungen der Planifikation des IV. Jahrhunderts.

 

5. 75-15/27.
Kleine Scharnierfibel mit Lingsverziertem, oberen Bügelteil
Ettlinger Typ 31.

Diese Fibel wurde über dem späteren Estrich von Raum 4, Periode II E und II F gefunden.

 

6. 74-15/382.
Kleine Scharnierfibel mit längsverziertem oberen Bügelteil
Ettlinger Typ 31.

Die versilberte Fibel wurde wie Nr. 16 im Hauptpraefurnium der Thermen gefunden (Raum 1).

 

7. 74-15/664.
Scharnierfibel
Variante zu Ettlinger Typ 31.

Die obere Bügelplatte trägt 5 kleine Vertiefungen, in welchen wahrscheinlich Glasperlen eingelassen waren. Die versilberte Fibel wurde in der Schmutz­schicht über dem Boden von Raum 6, Periode II B gefunden.


8. 74-15/149.
Scharnierfibel mit eingefügten Platten

Ettlinger Typ 35.
Die Emailfelder der bei den Bügelplatten enthalten hellgrüne Einlagen. Fundschicht wie Nr. 7.

 

9. 74-15/664.
Emailfibel mit ungeteiltem Bügel
Ettlinger Typ 36.

In der länglichen Fassung des Bügels sind Reste von grünem Email enthalten. Fundschicht wie N. 7.


10. 74-15/37.
Emailfibel mit geteiltem Bügel
Ettlinger Typ 37.

In der großen dreieckigen Bügelfassung sind Reste von hellgrünem Email zu erkennen. Fundschicht wie N. 3.


11. 74-15/11.
Emailfibel mit geteiltem Bügel
Ettlinger Typ 37.

Das große dreieckige Bügelfeld ist geteilt und enthält hellgrüne Emaileinlagen mit blauen Punkten. Die Fußplatte trägt ein dreieckiges, hellgrünes Emailfeld mit einem blauen Pünktchen. Fundschicht wie Nr. 7.


12. 74-15/664.
Emailfibel mit geteiltem Bügel
Ettlinger Typ 37.

In der dreieckigen Bügelplatte sind Reste von einer flächigen, hellgrünen Emaileinlage zu erkennen. Fundschicht wie Nr. 7.


13. 74-15/558.
Emailfibel mit geteiltem Bügel
Ettlinger Typ 37.

Die rhombische Bügelplatte trägt ein Blütenmuster aus hellgrünen Emaileinlagen. Die Fußplatte stellt einen Tierkopf dar. Fundschicht wie Nr. 1.


14. 74-15/424.
Emailfibel mit geteiltem Bügel
Ettlinger Typ 37.

Die große rhombische Bügelplatte ist in 2 Dreicke geteilt, welche wiederum kleine dreieckige Felder mit hellgrünen Emaileinlagen enthalten. Die Fußplatte stellt einen Tierkopf dar. Die Fibel lag in den Aschenschichten westlich des Hauptpraefurniums des Bades.


15. 74-15/158.
Scheibenfibel mit einer Symmetrieachse und sparsamer Emailverzierung
Ettlinger Typ 43-2.

Die erhöhte mittlere Platte enthält ein rhombisches Feld mit grünem Email, in welchem 6 schwarze Glaskügelchen eingelassen sind. Die Fibel wurde in einer, durch spätere Eingriffe gestörten Schicht gefunden.


16. 74-15/382.
Scheibenfibel mit einer Symmetrieachse und sparsamer Emailverzierung
Ettlinger Typ 43-2.

Die erhöhte mittlere Bügelplatte enthält blauen Email und noch 3 von 8 schwarzen Glaskügelchen. Fundschicht wie Nr. 6.


17. 74-15/53.
Scheibenfibel mit zwei Symmetrieachsen und flächiger Emailverzierung
Ettlinger Typ 44.

Die rohmbische Bügelplatte, sowie die runden seitlichen und das mittlere Näpfchen enthalten Reste von hellgrünem Email. Fundschicht wie Nr. 2.



18. 74-15/465.
Scheibenfibel mit mehreren Symmetrieachsen und reicher Emailverzierung
Ettlinger Typ 45.

Das äußere Ringfeld enthält hellgrüne Emailquadrate mit roten Pünktchen, welche durch dunkelgrüne Streifen voneinander getrennt sind. Das mittlere Ringfeld enthält abwechselnd hellgrüne und rote Emailfelder, welche von roten und schwarzen Punkten durchsetzt sind. Im Mittelfeld sind alle angegebenen Farben gemischt. Die Fibel wurde im Hauptpraefurnium der Thermen (Raum 1) in den Schuttaufhäufungen der Planifikation des IV. Jahrhunderts gefunden.


19. 74-15/22.
Scheibenfibel mit mehreren Symmetrieachsen und reicher Emailverzierung
Ettlinger Typ 45
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Das äußere Ringfeld dieser Fibel enthält abwechselnd dunkelblaue und hell­grüne Emailfelder. Die Schichtzugehärigkeit dieser Fibel ist leider unklar.



20.-21. 74-15/86 a-b.
Zwei plastische Figurenfibeln mit Emaileinlagen
Ettlinger Typ 46.

Die Fibeln stellen springende Delphine dar. Die Augen, sowie die Schwanz­flossen enthalten grüne Emaileinlagen. Fundschicht wie Nr. 2.



22. 74-15/125.
Variante einer Kniefibel mit Kopfplatte
Ettlinger Typ 53.

Das Fußende der Fibeln stellt einen Tierkopf dar. Die Fibel wurde im Abwasserkanal des Kaltbades der Perioden II E und II F gefunden.

 



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