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DIE PFARREI
 

 

Als Pfarrei wird Mamer zum ersten Mal im Jahre 983 erwähnt:

Um das Jahr 983 herrschte in der Diözese Trier eine große Trockenperiode. Die betroffenen Einwohner, darunter auch die aus Mamer, gelobten, jedes Jahr nach Trier zu pilgern, falls ihre Gebete nach Regen erhört würden. Da der erbetene Regen eintraf, ordnete der damalige Trierer Erzbischof Egbert von Trier in einer Urkunde von 983 die sogenannte Bannprozession nach Trier an "… wobei der Petrusstab um die Stadt herum zu den sechs alten Basiliken Triers getragen wurde (A. Heinz, Die von Erzbischof Egbert gestiftete Bannfeier, in: Egbert, Erzbischof von Trier, Gedenkschrift, herausgegeben von E. J. Ronig, 1993, SS, 67-80), die in der Folge alljährlich am Freitag, dem sogenannten Bannfreitag der dritten Woche nach Ostern stattfand.

Diese Bannfeier (Statio bannita) blieb bis zum Ende des alten Erzbistums Trier eine lebendige Größe. 1128 wurde den entfernteren Orten der Diözese, darunter wiederum Mamer, zugebilligt, die Wallfahrt stattdessen zur (Alt-)Münster Abtei zu "Unserer Lieben Frau" (Notre Dame) durchzuführen (siehe ebenfals: Mittelalterliche Chronik).

Der Abt Folmar hatte die Zubilligung zur Verlegung der Wallfahrt nach Luxemburg vom Trierer Erzbischof Bruno erhalten. In einer Urkunde von 1128 ließ sich Folmar dieses zugestandene Privileg von Papst Honorius II. nochmals bestätigen. Es waren insgesamt 26 Pfarreien, die anstatt nach Trier, jetzt zur näher gelegenen Abtei nach Clausen pilgerten (vgl. Urkunde vom 12. April 1128, worin Papst Honorius II. Abt Folmar von der Abtei Unserer Lieben Frau zu Luxemburg die ihm unter gleichem Datum zugestandenen Vorrechte erneuert, weiteren Klosterbesitz bestätigt, besonders aber das ihm von Erzbischof Brun von Trier zugestandene Privileg erneuert, dass die nahegelegenen ländlichen Pfarreien, darunter Mamer (Manbra), jedes Jahr am Freitag nach dem Sonntag "Misericordia Domini" mit ihren Reliquien und Opfergaben [anstatt nach Trier] in Zukunft zur Abtei Unserer Lieben Frau wallfahren sollen.

Einige Jahrhunderte später, das genaue Datum ist nicht zu ermitteln, wurde die Wallfahrt für Mamer in das Stundengebet abgeändert. Von den vorgeschriebenen 6 Stunden Gebet sollten 4 zu Mamer und 2 zu Holzem abgehalten werden.

Es ist aber durchaus möglich, dass die Pfarrei schon früher bestanden hat. Wenn auch im Schenkungsakt von 960 nur die Kirche und keine Pfarrei erwähnt wird, heißt das nicht, dass keine Pfarrei zu diesem Zeitpunkt bestanden hat.


Prozession 1900 mit Pfarrer Hengesch. Foto: M. Hamper-Pesch. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 139, S. 48.
 

[Thill, 2003] Aus der Tatsache, dass der hl. Johannes der Täufer zum Schutzpatron der Kirche gewählt wurde, kann man schließen, dass die Pfarrei Mamer zu der ältesten des Landes gehört, denn die ersten - und folglich ältesten - Kirchen waren diesem Heiligen geweiht.

Wahrscheinlich gehörte Mamer zu den großen Urpfarreien, die an oder in der Nähe der großen Heerstraßen errichtet wurden. In seiner  "Baugeschichte der Stadt und Festung Luxemburg" vermutet Jean-Pierre Koltz, dass die Urpfarrei Mamer bis an das Hollericher Gebiet reichte. Die Tatsache, dass der Kirchenzehnte von Mamer in drei Teile geteilt war, kann darauf hinweisen, dass die Pfarrei vor 821 bestanden hat, denn in diesem Jahr (821) wurde für neu gegründete Pfarreien die Vierteilung des Kirchenzehnten vorgeschrieben.

Bis zum Jahre 1795 bezog die Kirchenfabrik von Mamer auch den Zehnten von Häusern und Fluren von Bartringen; ihr gehörte u. a. auch ein Wald auf dem Bann von Strassen auf dem "Pleitschenberg" (Tossenberg?).

 


Kommunionfeier 1937. Im Hintergrund das Kempenhaus (1988 Schneider), wo sich die im Jahre 2009
abgerissene Jean Marx Schule befand. (Foto: J. Hippert). Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 140, S. 48.

[Flener, 1960, S. 102] Die Pfarrei Mamer gehörte bis zur französischen Revolution zum Erzbistum Trier, dem Archidiakonat Longuyon und dem Dekanat Luxemburg. Nach der Neuregelung der kirchlichen Verhältnisse durch das Konkordat zwischen Napoleon I. und Papst Pius VII. kam Luxemburg zum Bistum Metz, und Mamer wurde dem Dekanat Luxemburg­Nord zugeteilt.

Während der holländischen Herrschaft kam das Großherzogtum zum Bistum Namür, von dem es bei der Errichtung eines apostolischen Vikariats abgetrennt wurde. Zu gleicher Zeit wurde an der neuen belgischen Grenze das Dekanat Koerich gebildet und Mamer durch bischöfliche Verfügung diesem zugeteilt.

Im Jahre 1755 visitierte der Erzbischof von Trier die Pfarrei. Das bei dieser Gelegenheit abgefaßte Protokoll besagt:

"Die Pfarrei Mamer liegt in den österreichischen Niederlanden und gehört zur Herrschaft Mersch. In kirchlicher Beziehung gehört sie zum Bistum Trier, Dekanat Luxemburg und ist von keiner anderen Pfarrei abhängig. Sie umfaßt die Ortschaften Mamer, Holzem, Capellen und 5 Mühlen, davon vier im Gaschtgrund und eine zu Holzem. Grundherr für Mamer, Capellen und die vier Mühlen im Gaschtgrund ist der Abt von St. Maximin bei Trier.

Schutzvogt für diesen Teil der Pfarrei ist Herr Mohr de Waldt als Besitzer der Herrschaft Mersch. Zehntherren sind die Herren d'Haan, Schauwenburg, Neuveforge und Degenfeldt.

Für Holzem und dessen Mühle sind Grundherren: der Abt von Münster, der Markgraf von Baden, Graf von Marchand, der Freiherr von Zolver, sowie der Baron von Hindeg. Zehntherrinnen für Holzem sind die Klosterfrauen von Differdingen.

Ostern 1755 gingen 550 Personen zur Osterkommunion.

Der Schulsaal hat 12 Fuß Länge und 12 Fuß Breite. Derselbe ist ungenügend für die 80 Schüler der Pfarrei."


Kommunion 1938. Foto: Marcel Wagener. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 141, S. 48.

Vom Jahre 1778 besitzen wir einen Bericht des Pfarrers Ransonnet über die Ausdehnung der Pfarrei. Zu derselben gehörten damals: zu Mamer 71, zu Holzem 32 und zu Capellen 5 Häuser. Dazu kommen die 4 Mühlen im Gaschtgrund, im ganzen 112 Häuser mit 840 Seelen.

Wegen der schlechten Wege und der weiten Entfernungen - die letzte Mühle (Neumaxmühle) liegt eine Wegstunde entfernt - ist der Pfarrer gezwungen, zur Ausübung der Seelsorge ein Reitpferd zu halten. Zu Holzem muß er wöchentlich eine Messe und an 8 Hauptfesten die erste Messe zu Holzem und die zweite zu Mamer halten.

Die Pfarrei liegt "an der großen Heerstraße und wird infolgedessen die Gastlichkeit des Pfarrhauses stark in Anspruch genommen."

Im Jahre 1804 wurde Holzem von Mamer abgetrennt und zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Die Agglomeration Cap-Capellen gehörte früher zu drei verschiedenen Pfarreien. Cap gehörte zu Koerich, das Haus Risch und die Häuser des "Wrangelsberg" zu Kehlen und Capellen zu Mamer. Im Jahre 1844 wurden das Haus Risch und der "Wrangelsberg" auch Mamer zugeteilt.

 


Fronleichnamsprozession 1957 mit Lehrer Aloyse Keiser (links).

Eine Aufstellung vom Jahre 1887 gibt die Ausdehnung der Pfarrei an wie folgt:

  Häuser Seelen
Dorf Mamer 240 1120
Capellen 18 110
Cap 7 40
Birrel, 2 ersten Häuser von Holzem 2 11
Elterstèn (das nun verschwundene Barrierehaus) 1 6
Bärental 2 13
Pfaffenbruch 1 3
Gaschtmühle 1 7
Neumühle 1 4
Wilzermühle 1 13
Neumaxmühle 1 15
Bahnhof Capellen 2 7
Barrièrehaus Paulenheck (Capellen) 1 5
Im ganzen: 278 1354

Dazu kommen 145 ortsabwesende Personen.

Birrel ist ex delegatione Holzem und die Neumaxmühle Kehlen zugeteilt.

Im Jahre 1897 wurde Cap-Capellen zu einer selbständigen Pfarrei zusammengefaßt, sodaß die Pfarrei Mamer heute (1960) nur noch das Dorf Mamer mit den zugehörenden isolierten Häusern umfaßt.

Einblicke in das Mamer Pfarrregister

   
1790 Pfarrer Jakob Ransonnet
1817 1818 1830 1893 1901
Pfarrer Johann Asselborn Pfarrer Jakob Hengesch Pfarrer Theodor Meyers

Pfarrregister Mamer & Holzem von 1718-1804
http://www.bettendroffer.lu/genealogie/Mamer/welcome.htm

Quellen:

Nic Flener-Delcourt, Aus der Geschichte der Ortschaft Mamer, 960-1960, Luxembourg, 1960, S. 101-114.
Von Flener angegebene Quellen: Pfarrbuch. Prof. Kirsch: Ausbreitung des Christentums im Abendlande, O. H. 1922
.

Der Kanton Capellen: Festschrift zur Zentenarfeier der Unabhängigkeit Luxemburgs / Hrsg. vom Organisations-Comité der Kantonalfeier in Cap, am 11. Juni 1939.

Norbert Thill, Mamer Pfarrkirche, in: Heimat und Mission. – Clairefontaine, Jg. 77 (2003), Nr. 9/10, p. 1-24; Jg. 77 (2003), Nr. 11/12, p. 25-44; Jg. 78 (2004), Nr. 1/2, p. 45-68; Jg. 78 (2004), Nr. 3/4, p. 69-88, ill.

Kierch Mamer
http://lb.wikipedia.org/wiki/Kierch_Mamer

Parverband Mamerdall - Kirche Mamer
http://www.pvmamerdall.cathol.lu/pages/kierchen/mamer/mamer.html


Aus der Pfarreichronik

1852, 9. Juni – Ueber die Missionen zu Mamer und zu Holtzem ...Am Feste der Himmelfahrt Christi war die Bevölkerung der ganzen Umgegend aus Strassen, Bartringen, Kehlen, Holtzem, Garnich nach Mamer zusammengeströmt, so daß die Kirche die Menge der Gläubigen zu fassen nicht im Stande war. Die Kreuzerrichtung am 26. Mai und die dabei gehaltene Prozession setzte der schönen Feier in würdiger Weise die Krone auf. Daß die Gemeinde Alles aufgeboten hatte, das Fest zu verherrlichen, ersieht man schon daraus, daß nicht weniger als 80 Jünglinge es sich zur Ehre rechneten, das schön geschmückte Missionskreuz zu tragen, während die weibliche Jugend in weißen Schleiern das Muttergottesbild trug oder begleitend umgab... (ganzen Artikel lesen).

1853, 18. Oktober – Erneuerung der Mission ...Verflossene Woche fand in Mamer die Erneuerung der Mission statt. Der hochw. Superior der Redemptoristen, P. Zobel war ganz allein, um die Exercitien dieser Erneuerung zu leiten. Es ist beinahe ungreiflich, wie ein Mann so unausgesetzt eine ganze Woche hindurch dreimal des Tages die Kanzel besteigen konnte... (ganzen Artikel lesen).

1854, 4. Juli – Wirkung der Mission ...Ich zog Erkundigungen von verschiedenen Einwohnern von Bartringen und Mamer ein, und erfuhr, daß in beiden Pfarreien fast die Gesammtzahl der wohlhabendem Einwohnern sich entschlossen hatten, bei den Ihrigen dahinzuwirkcn, selbe von allem Verschwenden abzuhalten, um desto besser in den Stand gesetzt zu sein, in dieser Zeit der Noth ihren dürftigen Mitbrüdern eine hülfreiche Hand reichen zu können. Diese Gesinnung aber halte ich für eine noch weit schönere Frucht der Mission, als den bei kirchlichen Feierlichkeiten sich bekundenden Sinn für Ordnung... (ganzen Artikel lesen).

1866, 11. April – Brief des Jesuitenpaters Niederkorn ...Ich war gewiß oft erbaut, wenn ich zur Zeit meiner Wirksamkeit in Mamer Gläubige von allen Seiten zur Mission herbeiströmen sah. Ich erinnere mich mit freudiger Rührung an jene Zeit, wo meine ehemaligen Pfarrkinder unter Abbetung des Rosenkranzes aus der Mission der Nachbardörfer Bartringen, Strassen und Holzem prozessionsweise heimkehrten. Jene Zeiten bleiben mir unvergeßlich... (ganzen Artikel lesen).

1852, 27. Juni – Musik und Tanz am Fest des hl. Johannes Baptista ...beim Abendgottesdienst, wo der hochw. Herr P. Zobel predigte, war die Kirche ganz angefüllt. Doch hatten es sich ein paar Wirthe einfallen lassen, sie würden große Geschäfte durch Tanz und Musik machen können...  (ganzen Artikel lesen).

1853, 30. Juni – Lärm während der Abendandacht ...eine Anzahl ungezogener Jungen eines Nachbardorfes machten während der Abendandacht solchen Lärm in einem nahe bei der Kirche gelegenen Wirtshause, daß die Menge der Betenden so gestört wurden, daß sogar Einige beim Austritt aus der Kirche unter sich äußerten... (ganzen Artikel lesen).

1853, 28. August – Statt ins Wirthshaus in die Abendandacht ...Habt Ihr gehört von der schönen Feierlichkeit am St. Johannisfest in unserm Dorf! Eine solche habt ihr noch nicht gesehen in Eurer Pfarre. Und am Abend ging unsere Jugend anstatt ins Wirthshaus oder auf den Tanzboden, in die Abendandacht. So ist es recht... (ganzen Artikel lesen).

1854, 25. Juni – St. Johannisfest in Mamer ... Auch die Straßen in Mamer waren heute, wo die Prozession mit dem Hochwürdigsten vorüberging, festlich geschmückt. Ueberaus zahlreich war die diesjährige Prozession und würdevoll die ganze Haltung derselben. Ein ergreifender Anblick gewährte dieselbe, als sie unter Gebet und Gesang die Arloner Landstraße hinunter wallend, ihren ganzen Zug entfalten konnte... (ganzen Artikel lesen).

1856, 27. Juni – Grasversteigerung am St. Johannistag ...diese Skandale möchten in Zukunft doch durch ein Landesgesetz verhindert werden. Es ist wahrhaft schmachvoll. Auch können die Seelsorger ihren Pfarrkindern die Theilnahme an solchen öffentlichen Sonntagsschändungen nicht genugsam abrathen. Ich werde Ihnen nächstens soviel als möglich die Zahl derer von jedem Dorfe aufzählen, welche dem Skandal beiwohnten... (ganzen Artikel lesen).

1856, 27. Juni – Grasversteigerung am St. Johannistag ...diese Skandale möchten in Zukunft doch durch ein Landesgesetz verhindert werden. Es ist wahrhaft schmachvoll. Auch können die Seelsorger ihren Pfarrkindern die Theilnahme an solchen öffentlichen Sonntagsschändungen nicht genugsam abrathen. Ich werde Ihnen nächstens soviel als möglich die Zahl derer von jedem Dorfe aufzählen, welche dem Skandal beiwohnten... (ganzen Artikel lesen).

1859, 24. Mai – Muttergottesoktave ...Die Landgemeinde Mamer wallfahrte mit 500 Pilgern in Prozession zur Trösterin der Betrübten ... (ganzen Artikel lesen).

1860, 30. Oktober – Pfarrer predigt gegen Karusselspiel ...Der Hr. Pastor von Mamer hatte, wie es scheint, seine Pfarrangehörigen vor einem Spiel gewarnt, wahrscheinlich wegen dabei vorgekommener sittlicher Gefahren... (ganzen Artikel lesen).

1865, 28. Juni – St. Johannisprozession  ...Die diesjährige St. Johannisprozession zu Mamer war von vielen Andächtigen besucht. Alle Räume des Gotteshauses waren mit frommen Betern gedrängt besetzt. Allgemein gefiel die schöne Arbeit, welche der für wahren kirchlichen Schmuck so begeisterte Herr Pastor durch Hrn. Stephan Hamper, aus Mamer, ausführen läßt. Schade nur, dass der Hochaltar nicht in feiner Vollendung gesehen werden konnte. Dem Meister zollen wir unsere volle Anerkennung seines Talentes... (ganzen Artikel lesen).


Sankt Johannisprozession Ende der 1930er Jahre. Foto: Marcel Wagener. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 142, S. 49.

1866, 28. Februar – Choleraepidemie ...Erlauben Sie, Herr Rédacteur, daß ich einen kleinen Platz in Ihrer Zeitung beanspruche, um das schöne und großmüthige Benehmen der barmherzigen Brüder und Schwestern in der Mamer Epidemie anzuerkennen... (ganzen Artikel lesen).

Siehe ebenfalls:
75jährige Tätigkeit der Barmherzigen Brüder (ganzen Artikel lesen).
Anerkennung der Verdienste während der Choleraepidemie (ganzen Artikel lesen).

1872, 25. August – Besuch des päpstlichen Internuntius ...Dem seltenen Besuche zu Ehren ward schon am Vorabende von einigen Pfarrkindern das Pfarrhaus sinnreich verziert; über dem Eingange bemerkte man, von Blumen- und Laubgewinden umschlungen, eine gelungene Improvisation des päpstl. Wappens... (ganzen Artikel lesen).

1893, 30. Juni – Polizeireglement über das Stehen auf dem Kirchhofe ...In seiner Sitzung vom 30. Juni letzthin hat der Gemeinderath von Mamer ein Polizeireglement über das Stehen auf dem Kirchhofe während des Gottesdienstes erlassen. Fragliches Reglement ist vorschriftsmäßig veröffentlicht worden... (ganzen Artikel lesen).


Kommunikanten des Jahrgangs 1894. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 252, S. 86. Sammlung J. P. Thomé

1903, 17. Juli – Verschiedenes aus der Gemeinde ...Die Giebel unseres Pfarr- und Waschhauses werden jetzt zur Reparatur in Verding gegeben werden....

...In Capellen baut man eifrig am Pfarrhause. Der löbl. Gemeinderat, bezw. die Sektion Cap-Capellen, hat eine diesbezügliche Anleihe gemacht... (ganzen Artikel lesen).

1904, 5. September – Cap/Capellen wird zu einer ordentlichen Pfarrei errichtet ...Durch Großh. Beschluß vom 5. ds. Mts. ist die bischöfliche Pfarrei zu Capellen, begreifend die Sectionen Cap und Capellen (Gemeinde Mamer), zu einer ordentlichen Pfarrei mit staatlichem Desservantengehalt errichtet worden... (ganzen Artikel lesen).

1906, 12. August – Gemeindereglement ...In seinen Sitzungen vom 12. und 19. August und 29. November 1906 hat der Gemeinderat von Mamer ein Reglement über den Kirchhof von Mamer sowie über den Gebrauch des Leichenwagens erlassen. Besagtes Reglement ist vorschriftsmäßig genehmigt und veröffentlicht worden... (ganzen Artikel lesen).

1907, 1. April – Neuer Friedhof eingesegnet ...Gestern fand hier durch den hochwürdigen Hrn. Dechanten von Körich die Einsegnung unseres neuen Kirchhofes statt, der sicher zu den schönsten des Landes zählt... (ganzen Artikel lesen).


Erste Kommunionfeier um 1911. Foto: M. Hamper. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 151, S. 52.

1922, 6. Juni – Erfolgreiche Volksmission ...Mamer, 6. Juni. Vom Christi-Himmelfahrtsfest bis Pfingsten wurde hier mit großem Erfolg eine Volksmission abgehalten von den hochw. HH. Redemptoristenpatres Joh. Pet. Müller, Jos. Cremer und Vereinsdirektor Joh. Müller... (ganzen Artikel lesen).

1933, 1. Januar – Religiöse Frauenwoche in Mamer


Luxemburger Wort 01.01.1933. Link zum Artikel

1933, 17. September – Primizfeier von Pfarrer Josef Schaack in Capellen ...Die Primizfeierlichkeiten des hochw, Herrn Josef Schaack, des Bruders unsers geschätzten Herrn Pfarrers, hatten den verflossenen Sonntag zu einem religiösen Volksfest eigener Art geprägt. Es war das erste feierliche Primizhochamt seit 1898, der Gründung der Pfarrei... (ganzen Artikel lesen).

1934, 1. Februar – Große Volksmission in Capellen  Vom 1.—10. Februar fand in unserer Pfarrei die erste große Volksmission statt. Sie wurde gepredigt von den hochwürdigsten Redemptoristenpatres V. Greisch und R. Kappes. Es waren für alle Einwohner unvergeßlich schöne und gnadenreiche Tage. Möge der gute Samen, den die seeleneifrigen Missionäre ausgestreut, nicht nur dreißig- und sechzig-, sondern hundertfaltige Frucht bringen! Luxemburger Wort 14.02.1934. Link zum Artikel.

1934, 20. Mai – Opferkasten mit Inhalt gestohlen Am Pfingstsonntag machte sich ein Dieb in der Pfarrkirche an einem Opferkasten zu schaffen. Der Opferkasten wurde von der Mauer losgerissen und mit dem Inhalt fortgeschafft. Vom Dieb fehlt jede Spur. Luxemburger Wort 23.05.1934. Link zum Artikel

1934, 25. Mai – Erfolgreiche Volksmission Von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten wurde von den hochwürdigen Herren Redemptoristenpatres Eichten, Vell und Dolle in der hiesigen Pfarrkirche eine Volksmission gehalten, die einen großen Erfolg zu verzeichnen hatte. Luxemburger Wort 25.05.1934. Link zum Artikel

1935, 6. September – Gemeinderatssitzung

Erweiterung des Friedhofes Cap-Capellen. Herr Bürgermeister Wilhelm beruhigt die HH. Hoffmann und Roller und teilt mit, dass die Verhandlungen demnächst ihrem Ende entgegen gehen.

Verschiedenes. Gen. Trausch protestiert gegen die Anwendung von zweierlei Behandlung bei Begräbnissen. Es war bis jetzt Gebrauch, dass die Glocken während dem Begräbnisse läuteten. Vor kurzem wurde eine arme Frau zu Grabe getragen, wo dies jedoch nicht der Fall war, obschon das elektrische Glockenspiel funktionierte. Die Reklamation wird weitergeleitet.  (ganzen Artikel lesen).

1937, 29 Dezember – Gemeinderatsverhandlungen

Dem Totengräber wird eine Gratifikation von 150 Fr. bewilligt.


Michel Christen 1938, der Totengräber aus den 1930er Jahren.
Foto: Marcel Wagener. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 157, S. 53.

Die Offerte des Hrn. Aug. Fischer, Mamer, betr. Autoleichenwagen, den er für Mamer zur Taxe von 100 und für Holzem und Cap zu 125 Fr. pro Leiche zur Verfügung halten will, wird zurückgestellt.

Die HH. Trausch und Letsch sprechen sich für Instandsetzung des jetzigen Leichenwagens und Beibehaltung der Pferdebespannung aus. (ganzen Artikel lesen)

1938, 5. August – Gemeinderatssitzung - 6) Verschiedenes.

Hrn. Mayer werden die Anstreicherarbeiten des Gitters beim Friedhof übertragen.

Bürgermeister Wilhelm möchte das Pfarrhaus von Mamer instandsetzen lassen. Die Frage wird vertagt.

Rat Trausch bittet ebenfalls den Leichenwagen instand setzen zu lassen. Die Arbeit wird im kommenden Winter vorgenommen. (ganzen Artikel lesen)

1939, 17. November – Glänzendes Ergebnis eines Gasangriffversuches in Mamer ...Daraufhin griffen die Mameraner zur Selbsthilffe. Sie inszenierten einen richtiggehenden Gasangriff in ihrer Kirche, die wie eine Art kantonalen Dom die Capellener Ebene beherrscht.

Der kantonale Domheizer unterzog sich der Aufgabe, den geplanten Gasangriff zu verwirklichen, und zwar hatte er sich für einen Rauchgasangriff entschieden. Wie der Ausgang des Versuches zeigte, hatte er einen vollen Erfolg zu verzeichnen... (ganzen Artikel lesen).

1939, 24. Oktober – Gemeinderatssitzung Art 2. Es wird festgestellt, daß das Projekt und der Kostenanschlag für die Zentralheizung der Kirche und des Pfarrhauses in Cap noch nicht eingegangen sind. (ganzen Artikel lesen).

1940, 4. Mai – Gemeinderatssitzung Ein Kostenanschlag von 2000 Fr. für Anstreicherarbeiten im Pfarrhause zu Cap wird gutgeheissen. Die Arbeiten werden sofort ausgeschrieben. (ganzen Artikel lesen)

 

 

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