|
Als Pfarrei wird Mamer zum ersten Mal im Jahre 983 erwähnt:
Um das Jahr 983 herrschte in der Diözese Trier eine große Trockenperiode.
Die betroffenen Einwohner, darunter auch die aus Mamer, gelobten, jedes Jahr
nach Trier zu pilgern, falls ihre Gebete nach Regen erhört würden. Da der
erbetene Regen eintraf, ordnete der damalige Trierer Erzbischof
Egbert von Trier
in einer Urkunde von 983 die sogenannte Bannprozession nach Trier an
"… wobei der Petrusstab um die Stadt herum zu den sechs alten Basiliken
Triers getragen wurde (A. Heinz, Die von Erzbischof Egbert gestiftete
Bannfeier, in: Egbert, Erzbischof von Trier, Gedenkschrift,
herausgegeben von E. J. Ronig, 1993, SS, 67-80), die in der Folge
alljährlich am Freitag, dem sogenannten Bannfreitag der dritten Woche nach
Ostern stattfand.
Diese Bannfeier (Statio bannita) blieb bis zum Ende des alten Erzbistums
Trier eine lebendige Größe. 1128 wurde den entfernteren Orten der Diözese,
darunter wiederum Mamer, zugebilligt, die Wallfahrt stattdessen zur
(Alt-)Münster Abtei
zu "Unserer Lieben Frau" (Notre Dame) durchzuführen
(siehe ebenfals: Mittelalterliche Chronik).
Der Abt
Folmar
hatte die Zubilligung zur Verlegung der Wallfahrt nach Luxemburg vom Trierer
Erzbischof
Bruno
erhalten. In einer Urkunde von 1128 ließ sich Folmar dieses zugestandene
Privileg von Papst
Honorius II.
nochmals bestätigen. Es waren insgesamt 26 Pfarreien, die anstatt nach Trier,
jetzt zur näher gelegenen Abtei nach Clausen pilgerten (vgl.
Urkunde vom 12. April 1128,
worin
Papst Honorius II. Abt Folmar von der Abtei Unserer Lieben Frau zu Luxemburg die
ihm unter gleichem Datum zugestandenen Vorrechte erneuert, weiteren
Klosterbesitz bestätigt, besonders aber das ihm von Erzbischof Brun von Trier
zugestandene Privileg erneuert, dass die nahegelegenen ländlichen Pfarreien,
darunter Mamer (Manbra), jedes Jahr am Freitag nach dem Sonntag "Misericordia
Domini" mit ihren Reliquien und Opfergaben [anstatt nach Trier] in Zukunft
zur Abtei Unserer Lieben Frau wallfahren sollen.
Einige
Jahrhunderte später, das genaue Datum ist nicht zu ermitteln, wurde die
Wallfahrt für Mamer in das
Stundengebet
abgeändert. Von den vorgeschriebenen 6 Stunden Gebet sollten 4 zu Mamer und 2 zu
Holzem abgehalten werden.
Es ist aber durchaus möglich, dass die Pfarrei schon früher bestanden hat. Wenn
auch im Schenkungsakt von 960 nur die Kirche und keine Pfarrei erwähnt wird,
heißt das nicht, dass keine Pfarrei zu diesem Zeitpunkt bestanden hat.

Prozession 1900 mit Pfarrer Hengesch. Foto: M.
Hamper-Pesch. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 139, S. 48.
[Thill, 2003]
Aus der Tatsache, dass der hl.
Johannes der Täufer
zum Schutzpatron der Kirche gewählt wurde, kann man schließen, dass die
Pfarrei Mamer zu der ältesten des Landes gehört, denn die ersten - und
folglich ältesten - Kirchen waren diesem Heiligen geweiht.
Wahrscheinlich gehörte Mamer zu den großen Urpfarreien, die an oder in der
Nähe der großen Heerstraßen errichtet wurden. In seiner "Baugeschichte
der Stadt und Festung Luxemburg" vermutet Jean-Pierre Koltz, dass die
Urpfarrei Mamer bis an das Hollericher Gebiet reichte. Die Tatsache, dass
der Kirchenzehnte von Mamer in drei Teile geteilt war, kann darauf
hinweisen, dass die Pfarrei vor 821 bestanden hat, denn in diesem Jahr (821)
wurde für neu gegründete Pfarreien die Vierteilung des Kirchenzehnten
vorgeschrieben.
Bis zum Jahre 1795 bezog die Kirchenfabrik von Mamer auch den
Zehnten von Häusern und Fluren von Bartringen; ihr gehörte u. a. auch ein
Wald auf dem Bann von Strassen auf dem "Pleitschenberg"
(Tossenberg?).

Kommunionfeier 1937. Im Hintergrund das
Kempenhaus (1988 Schneider), wo sich die im Jahre 2009
abgerissene Jean Marx
Schule befand. (Foto: J. Hippert). Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 140, S. 48.
[Flener, 1960, S. 102]
Die Pfarrei Mamer gehörte bis zur französischen Revolution zum Erzbistum
Trier, dem Archidiakonat Longuyon und dem Dekanat Luxemburg. Nach der
Neuregelung der kirchlichen Verhältnisse durch das Konkordat zwischen
Napoleon I. und Papst Pius VII. kam Luxemburg zum Bistum Metz, und Mamer
wurde dem Dekanat LuxemburgNord zugeteilt.
Während der holländischen Herrschaft kam das Großherzogtum zum Bistum Namür,
von dem es bei der Errichtung eines apostolischen Vikariats abgetrennt
wurde. Zu gleicher Zeit wurde an der neuen belgischen Grenze das Dekanat
Koerich gebildet und Mamer durch bischöfliche Verfügung diesem zugeteilt.
Im Jahre 1755 visitierte der Erzbischof von Trier die Pfarrei. Das bei
dieser Gelegenheit abgefaßte Protokoll besagt:
"Die Pfarrei Mamer liegt in den österreichischen Niederlanden und gehört
zur Herrschaft Mersch. In kirchlicher Beziehung gehört sie zum Bistum Trier,
Dekanat Luxemburg und ist von keiner anderen Pfarrei abhängig. Sie umfaßt
die Ortschaften Mamer, Holzem, Capellen und 5 Mühlen, davon vier im
Gaschtgrund und eine zu Holzem. Grundherr für Mamer, Capellen und die vier
Mühlen im Gaschtgrund ist der Abt von St. Maximin bei Trier.
Schutzvogt für diesen Teil der Pfarrei ist Herr Mohr de Waldt als Besitzer
der Herrschaft Mersch. Zehntherren sind die Herren d'Haan, Schauwenburg,
Neuveforge und Degenfeldt.
Für Holzem und dessen Mühle sind Grundherren: der Abt von Münster, der
Markgraf von Baden, Graf von Marchand, der Freiherr von Zolver, sowie der
Baron von Hindeg. Zehntherrinnen für Holzem sind die Klosterfrauen von
Differdingen.
Ostern 1755 gingen 550 Personen zur Osterkommunion.
Der Schulsaal hat 12 Fuß Länge und 12 Fuß Breite. Derselbe ist ungenügend
für die 80 Schüler der Pfarrei."

Kommunion 1938. Foto: Marcel Wagener. Aus Stoffel
1988, Vol. I, Nr. 141, S. 48.
Vom Jahre 1778 besitzen wir einen Bericht des Pfarrers Ransonnet über die
Ausdehnung der Pfarrei. Zu derselben gehörten damals: zu Mamer 71, zu Holzem
32 und zu Capellen 5 Häuser. Dazu kommen die 4 Mühlen im Gaschtgrund, im
ganzen 112 Häuser mit 840 Seelen.
Wegen der schlechten Wege und der weiten Entfernungen - die letzte Mühle
(Neumaxmühle) liegt eine Wegstunde entfernt - ist der Pfarrer gezwungen, zur
Ausübung der Seelsorge ein Reitpferd zu halten. Zu Holzem muß er wöchentlich
eine Messe und an 8 Hauptfesten die erste Messe zu Holzem und die zweite zu
Mamer halten.
Die Pfarrei liegt "an der großen Heerstraße und wird infolgedessen die
Gastlichkeit des Pfarrhauses stark in Anspruch genommen."
Im Jahre 1804 wurde Holzem von Mamer abgetrennt und zur selbständigen
Pfarrei erhoben.
Die Agglomeration Cap-Capellen gehörte früher zu drei verschiedenen
Pfarreien. Cap gehörte zu Koerich, das Haus Risch und die Häuser des "Wrangelsberg"
zu Kehlen und Capellen zu Mamer. Im Jahre 1844 wurden das Haus Risch und der
"Wrangelsberg" auch Mamer zugeteilt.

Fronleichnamsprozession 1957 mit Lehrer
Aloyse Keiser (links).
Eine Aufstellung vom Jahre 1887 gibt die Ausdehnung der Pfarrei an wie
folgt:
| |
Häuser |
Seelen |
|
Dorf Mamer |
240 |
1120 |
|
Capellen |
18 |
110 |
|
Cap |
7 |
40 |
|
Birrel, 2 ersten Häuser von Holzem |
2 |
11 |
|
Elterstèn (das nun verschwundene Barrierehaus) |
1 |
6 |
|
Bärental |
2 |
13 |
|
Pfaffenbruch |
1 |
3 |
|
Gaschtmühle |
1 |
7 |
|
Neumühle |
1 |
4 |
|
Wilzermühle |
1 |
13 |
|
Neumaxmühle |
1 |
15 |
|
Bahnhof Capellen |
2 |
7 |
|
Barrièrehaus Paulenheck (Capellen) |
1 |
5 |
|
Im ganzen: |
278 |
1354 |
Dazu kommen 145 ortsabwesende Personen.
Birrel ist ex delegatione Holzem und die Neumaxmühle Kehlen
zugeteilt.
Im Jahre 1897 wurde Cap-Capellen zu einer selbständigen Pfarrei
zusammengefaßt, sodaß die Pfarrei Mamer heute (1960) nur noch das Dorf Mamer mit
den zugehörenden isolierten Häusern umfaßt.
Quellen:
Nic Flener-Delcourt, Aus der Geschichte der
Ortschaft Mamer, 960-1960, Luxembourg, 1960, S. 101-114.
Von Flener angegebene Quellen: Pfarrbuch. Prof. Kirsch: Ausbreitung des Christentums im
Abendlande, O. H. 1922.
Der Kanton Capellen: Festschrift zur Zentenarfeier
der Unabhängigkeit Luxemburgs
/ Hrsg. vom Organisations-Comité der Kantonalfeier in Cap, am 11. Juni 1939.
Norbert Thill, Mamer Pfarrkirche,
in: Heimat und Mission. – Clairefontaine, Jg. 77 (2003), Nr. 9/10, p. 1-24; Jg.
77 (2003), Nr. 11/12, p. 25-44; Jg. 78 (2004), Nr. 1/2, p. 45-68; Jg. 78 (2004),
Nr. 3/4, p. 69-88, ill.
Kierch Mamer
http://lb.wikipedia.org/wiki/Kierch_Mamer
Parverband Mamerdall -
Kirche Mamer
http://www.pvmamerdall.cathol.lu/pages/kierchen/mamer/mamer.html
Aus der Pfarreichronik
1852, 9. Juni – Ueber die
Missionen zu Mamer und zu Holtzem
...Am Feste der
Himmelfahrt Christi war die Bevölkerung der ganzen Umgegend aus Strassen,
Bartringen, Kehlen, Holtzem, Garnich nach Mamer zusammengeströmt, so daß die
Kirche die Menge der Gläubigen zu fassen nicht im Stande war. Die
Kreuzerrichtung am 26. Mai und die dabei gehaltene Prozession setzte der schönen
Feier in würdiger Weise die Krone auf. Daß die Gemeinde Alles aufgeboten hatte,
das Fest zu verherrlichen, ersieht man schon daraus, daß nicht weniger als 80
Jünglinge es sich zur Ehre rechneten, das schön geschmückte Missionskreuz zu
tragen, während die weibliche Jugend in weißen Schleiern das Muttergottesbild
trug oder begleitend umgab... (ganzen
Artikel lesen).
1853, 18. Oktober –
Erneuerung der Mission ...Verflossene
Woche fand in Mamer die Erneuerung der Mission statt. Der hochw. Superior
der
Redemptoristen, P. Zobel war ganz
allein, um die Exercitien dieser Erneuerung zu leiten. Es ist beinahe
ungreiflich, wie ein Mann so unausgesetzt eine ganze Woche hindurch dreimal
des Tages die Kanzel besteigen konnte...
(ganzen
Artikel lesen).
1854, 4. Juli – Wirkung
der Mission
...Ich zog Erkundigungen von verschiedenen Einwohnern von Bartringen und
Mamer ein, und erfuhr, daß in beiden Pfarreien fast die Gesammtzahl der
wohlhabendem Einwohnern sich entschlossen hatten, bei den Ihrigen
dahinzuwirkcn, selbe von allem Verschwenden abzuhalten, um desto besser in
den Stand gesetzt zu sein, in dieser Zeit der Noth ihren dürftigen
Mitbrüdern eine hülfreiche Hand reichen zu können. Diese Gesinnung aber
halte ich für eine noch weit schönere Frucht der Mission, als den bei
kirchlichen Feierlichkeiten sich bekundenden Sinn für Ordnung...
(ganzen
Artikel lesen).
1866, 11. April – Brief
des Jesuitenpaters Niederkorn ...Ich war gewiß oft erbaut, wenn
ich zur Zeit meiner Wirksamkeit in Mamer Gläubige von allen Seiten zur
Mission herbeiströmen sah. Ich erinnere mich mit freudiger Rührung an jene
Zeit, wo meine ehemaligen Pfarrkinder unter Abbetung des Rosenkranzes aus
der Mission der Nachbardörfer Bartringen, Strassen und Holzem
prozessionsweise heimkehrten. Jene Zeiten bleiben mir unvergeßlich...
(ganzen
Artikel lesen).
1852, 27. Juni –
Musik und Tanz am Fest des hl. Johannes Baptista
...beim Abendgottesdienst, wo der hochw. Herr P.
Zobel predigte, war die Kirche ganz angefüllt. Doch hatten es sich ein paar
Wirthe einfallen lassen, sie würden große Geschäfte durch Tanz und Musik machen
können... (ganzen
Artikel lesen).
1853, 30. Juni – Lärm
während der Abendandacht ...eine Anzahl ungezogener Jungen eines Nachbardorfes machten während der
Abendandacht solchen Lärm in einem nahe bei der Kirche gelegenen Wirtshause, daß
die Menge der Betenden so gestört wurden, daß sogar Einige beim Austritt aus der
Kirche unter sich äußerten...
(ganzen
Artikel lesen).
1853, 28. August – Statt
ins Wirthshaus in die Abendandacht ...Habt
Ihr gehört von der schönen Feierlichkeit am St. Johannisfest in unserm Dorf!
Eine solche habt ihr noch nicht gesehen in Eurer Pfarre. Und am Abend ging
unsere Jugend anstatt ins Wirthshaus oder auf den Tanzboden, in die
Abendandacht. So ist es recht... (ganzen
Artikel lesen).
1854, 25. Juni – St.
Johannisfest in Mamer ... Auch die Straßen in Mamer
waren heute, wo die Prozession mit dem Hochwürdigsten vorüberging, festlich
geschmückt. Ueberaus zahlreich war die diesjährige Prozession und würdevoll die
ganze Haltung derselben. Ein ergreifender Anblick gewährte dieselbe, als sie
unter Gebet und Gesang die Arloner Landstraße hinunter wallend, ihren ganzen Zug
entfalten konnte... (ganzen
Artikel lesen).
1856, 27. Juni –
Grasversteigerung am St. Johannistag
...diese Skandale möchten in Zukunft doch durch ein Landesgesetz
verhindert werden. Es ist wahrhaft schmachvoll. Auch können die Seelsorger ihren
Pfarrkindern die Theilnahme an solchen öffentlichen Sonntagsschändungen nicht
genugsam abrathen. Ich werde Ihnen nächstens soviel als möglich die Zahl derer
von jedem Dorfe aufzählen, welche dem Skandal beiwohnten... (ganzen
Artikel lesen).
1856, 27. Juni –
Grasversteigerung am St. Johannistag
...diese Skandale möchten in Zukunft doch durch ein Landesgesetz
verhindert werden. Es ist wahrhaft schmachvoll. Auch können die Seelsorger ihren
Pfarrkindern die Theilnahme an solchen öffentlichen Sonntagsschändungen nicht
genugsam abrathen. Ich werde Ihnen nächstens soviel als möglich die Zahl derer
von jedem Dorfe aufzählen, welche dem Skandal beiwohnten... (ganzen
Artikel lesen).
1859, 24. Mai –
Muttergottesoktave ...Die
Landgemeinde Mamer wallfahrte mit 500 Pilgern in Prozession zur Trösterin der
Betrübten ...
(ganzen
Artikel lesen).
1860, 30. Oktober – Pfarrer
predigt gegen Karusselspiel
...Der Hr. Pastor von Mamer
hatte, wie es scheint, seine Pfarrangehörigen vor einem Spiel gewarnt,
wahrscheinlich wegen dabei vorgekommener sittlicher Gefahren...
(ganzen
Artikel lesen).
1865, 28. Juni – St.
Johannisprozession
...Die diesjährige St.
Johannisprozession zu Mamer war von vielen Andächtigen besucht. Alle Räume des
Gotteshauses waren mit frommen Betern gedrängt besetzt. Allgemein gefiel die
schöne Arbeit, welche der für wahren kirchlichen Schmuck so begeisterte Herr
Pastor durch Hrn. Stephan Hamper, aus Mamer, ausführen läßt. Schade nur, dass
der Hochaltar nicht in feiner Vollendung gesehen werden konnte. Dem Meister
zollen wir unsere volle Anerkennung seines Talentes...
(ganzen
Artikel lesen).

Sankt Johannisprozession Ende der 1930er Jahre. Foto:
Marcel Wagener. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 142, S. 49.
1866, 28. Februar – Choleraepidemie
...Erlauben Sie, Herr
Rédacteur, daß ich einen kleinen Platz in Ihrer Zeitung beanspruche, um das
schöne und großmüthige Benehmen der barmherzigen Brüder und Schwestern in der
Mamer Epidemie anzuerkennen... (ganzen
Artikel lesen).
Siehe ebenfalls:
75jährige Tätigkeit der
Barmherzigen Brüder
(ganzen
Artikel lesen).
Anerkennung der
Verdienste während der Choleraepidemie
(ganzen
Artikel lesen).
1872, 25. August – Besuch des päpstlichen
Internuntius ...Dem seltenen Besuche zu Ehren ward schon am Vorabende von einigen
Pfarrkindern das Pfarrhaus sinnreich verziert; über dem Eingange bemerkte man,
von Blumen- und Laubgewinden umschlungen, eine gelungene Improvisation des
päpstl. Wappens... (ganzen
Artikel lesen).
1893, 30. Juni – Polizeireglement über das Stehen
auf dem Kirchhofe ...In seiner
Sitzung vom 30. Juni letzthin hat der Gemeinderath von Mamer ein
Polizeireglement über das Stehen auf dem Kirchhofe während des Gottesdienstes
erlassen. Fragliches Reglement ist vorschriftsmäßig veröffentlicht worden...
(ganzen
Artikel lesen).

Kommunikanten des Jahrgangs 1894. Aus Stoffel 1988, Vol.
I, Nr. 252, S. 86. Sammlung J. P. Thomé
1903, 17. Juli – Verschiedenes aus der Gemeinde
...Die Giebel unseres Pfarr- und
Waschhauses werden jetzt zur Reparatur in Verding gegeben werden....
...In
Capellen baut man eifrig am Pfarrhause. Der löbl. Gemeinderat, bezw. die Sektion
Cap-Capellen, hat eine diesbezügliche Anleihe gemacht...
(ganzen
Artikel lesen).
1904, 5. September – Cap/Capellen wird zu einer
ordentlichen Pfarrei errichtet ...Durch
Großh. Beschluß vom 5. ds. Mts. ist die bischöfliche Pfarrei zu Capellen,
begreifend die Sectionen Cap und Capellen (Gemeinde Mamer), zu einer
ordentlichen Pfarrei mit staatlichem Desservantengehalt errichtet worden...
(ganzen
Artikel lesen).
1906, 12. August – Gemeindereglement
...In
seinen Sitzungen vom 12. und 19. August und 29. November 1906 hat der
Gemeinderat von Mamer ein Reglement über den Kirchhof von Mamer sowie über den
Gebrauch des Leichenwagens erlassen. Besagtes Reglement ist vorschriftsmäßig
genehmigt und veröffentlicht worden... (ganzen
Artikel lesen).
1907, 1. April – Neuer Friedhof eingesegnet
...Gestern fand hier durch den hochwürdigen Hrn. Dechanten von Körich die
Einsegnung unseres neuen Kirchhofes statt, der sicher zu den schönsten des
Landes zählt... (ganzen
Artikel lesen).

Erste Kommunionfeier um 1911. Foto: M. Hamper. Aus Stoffel
1988, Vol. I, Nr. 151, S. 52.
1922, 6. Juni – Erfolgreiche Volksmission
...Mamer, 6. Juni. Vom
Christi-Himmelfahrtsfest bis Pfingsten wurde hier mit großem Erfolg eine
Volksmission abgehalten von den hochw. HH. Redemptoristenpatres Joh. Pet.
Müller, Jos. Cremer und Vereinsdirektor Joh. Müller...
(ganzen
Artikel lesen).
1933, 1. Januar – Religiöse Frauenwoche in Mamer

Luxemburger Wort
01.01.1933.
Link zum Artikel
1933, 17. September – Primizfeier von Pfarrer
Josef Schaack in Capellen ...Die
Primizfeierlichkeiten des hochw, Herrn Josef Schaack, des Bruders unsers
geschätzten Herrn Pfarrers, hatten den verflossenen Sonntag zu einem religiösen
Volksfest eigener Art geprägt. Es war das erste feierliche Primizhochamt seit
1898, der Gründung der Pfarrei... (ganzen
Artikel lesen).
1934, 1. Februar – Große Volksmission in Capellen
Vom 1.—10.
Februar fand in unserer Pfarrei die erste große Volksmission statt. Sie wurde
gepredigt von den hochwürdigsten Redemptoristenpatres V. Greisch und R. Kappes.
Es waren für alle Einwohner unvergeßlich schöne und gnadenreiche Tage. Möge der
gute Samen, den die seeleneifrigen Missionäre ausgestreut, nicht nur dreißig-
und sechzig-, sondern hundertfaltige Frucht bringen!
Luxemburger Wort 14.02.1934.
Link zum Artikel.
1934, 20. Mai – Opferkasten mit Inhalt gestohlen
Am Pfingstsonntag machte sich ein
Dieb in der Pfarrkirche an einem Opferkasten zu schaffen. Der Opferkasten wurde
von der Mauer losgerissen und mit dem Inhalt fortgeschafft. Vom Dieb fehlt jede
Spur. Luxemburger Wort 23.05.1934.
Link zum Artikel
1934, 25. Mai – Erfolgreiche Volksmission
Von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten
wurde von den hochwürdigen Herren Redemptoristenpatres Eichten, Vell und Dolle
in der hiesigen Pfarrkirche eine Volksmission gehalten, die einen großen Erfolg
zu verzeichnen hatte. Luxemburger Wort
25.05.1934.
Link zum Artikel
1935, 6. September – Gemeinderatssitzung
Erweiterung des
Friedhofes Cap-Capellen. Herr
Bürgermeister Wilhelm beruhigt die HH. Hoffmann und Roller und teilt mit, dass
die Verhandlungen demnächst ihrem Ende entgegen gehen.
Verschiedenes.
Gen. Trausch protestiert gegen die Anwendung von zweierlei Behandlung bei
Begräbnissen. Es war bis jetzt Gebrauch, dass die Glocken während dem
Begräbnisse läuteten. Vor kurzem wurde eine arme Frau zu Grabe getragen, wo dies
jedoch nicht der Fall war, obschon das elektrische Glockenspiel funktionierte.
Die Reklamation wird weitergeleitet. (ganzen
Artikel lesen).
1937, 29 Dezember – Gemeinderatsverhandlungen
Dem Totengräber wird eine
Gratifikation von 150 Fr. bewilligt.

Michel Christen 1938, der Totengräber aus den 1930er
Jahren.
Foto: Marcel Wagener. Aus Stoffel 1988, Vol. I, Nr. 157, S. 53.
Die Offerte des Hrn. Aug.
Fischer, Mamer, betr. Autoleichenwagen, den er für Mamer zur Taxe von 100 und
für Holzem und Cap zu 125 Fr. pro Leiche zur Verfügung halten will, wird
zurückgestellt.
Die HH. Trausch und Letsch
sprechen sich für Instandsetzung des jetzigen Leichenwagens und Beibehaltung der
Pferdebespannung aus. (ganzen
Artikel lesen)
1938, 5. August – Gemeinderatssitzung -
6)
Verschiedenes.
Hrn. Mayer werden die
Anstreicherarbeiten des Gitters beim Friedhof übertragen.
Bürgermeister Wilhelm möchte
das Pfarrhaus von Mamer instandsetzen lassen. Die Frage wird vertagt.
Rat Trausch bittet ebenfalls
den Leichenwagen instand setzen zu lassen. Die Arbeit wird im kommenden Winter
vorgenommen. (ganzen
Artikel lesen)
1939, 17. November – Glänzendes Ergebnis eines
Gasangriffversuches in Mamer
...Daraufhin griffen die
Mameraner zur Selbsthilffe. Sie inszenierten einen richtiggehenden Gasangriff in
ihrer Kirche, die wie eine Art kantonalen Dom die Capellener Ebene beherrscht.
Der
kantonale Domheizer unterzog sich der Aufgabe, den geplanten Gasangriff zu
verwirklichen, und zwar hatte er sich für einen Rauchgasangriff entschieden. Wie
der Ausgang des Versuches zeigte, hatte er einen vollen Erfolg zu verzeichnen...
(ganzen
Artikel lesen).
1939, 24. Oktober – Gemeinderatssitzung
Art 2. Es wird
festgestellt, daß das Projekt und der Kostenanschlag für die Zentralheizung der
Kirche und des Pfarrhauses in Cap noch nicht eingegangen sind.
(ganzen
Artikel lesen).
1940, 4. Mai – Gemeinderatssitzung
Ein Kostenanschlag von 2000 Fr.
für Anstreicherarbeiten im Pfarrhause zu Cap wird gutgeheissen. Die Arbeiten
werden sofort ausgeschrieben. (ganzen
Artikel lesen)
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