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Eine römische Ziegelei zwischen Mamer und Capellen
Notgrabung im Parc d'activités "Hiereboesch"
2002-2003 und 2008

Capellen-Hiereboesch, Übersichtskarte 1:20000. Capellen-Hiereboesch, Luftaufnahme. Blaue Linie: Die Römerstrasse Reims-Trier. Luftaufnahme des Parc d'Activités von Capellen-"Hiereboesch".

Capellen-"Hiereboesch"
Übersichtskarte 1:20000
Luftaufnahme des Parc d'Activités von Capellen-"Hiereboesch".
Die blaue Linie stellt den Verlauf der Römerstrasse Reims-Trier dar.
Luftaufnahme des Parc d'Activités von Capellen-"Hiereboesch".
Capellen-Hiereboesch, Detailkarte 1:5000.   Capellen-Hiereboesch, Satellitenaufnahme.
Capellen-"Hiereboesch"
Detailkarte 1:5000
  Capellen-"Hiereboesch"
Satellitenaufnahme

1. Ziegelofen - 2. Portikusvilla mit dem 2. Ziegelofen - 3. Profile Römerstrasse -
4. Lehmentnahme "Loorbierg"

     

Carte topographique 1:5000 BD-L-TC
© Origine Administration du Cadastre et de la Topographie Luxembourg.
Droits réservés au Grand-Duché de Luxembourg (2004)
(ACT)

Carte régionale 1:20000
© Origine Administration du Cadastre et de la Topographie Luxembourg (ACT)
Tour Explorer Luxemburg 3D



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Bereits Anfang der siebziger Jahre war Pfarrer Kayser ganz in der Nähe bei den Erdaushubarbeiten zur Errichtung einer Halle für die Firma „Caves Rommes" auf römische Dachziegel aufmerksam geworden. Regen, Schnee und Frost machten damals eine archäologische Untersuchung der Baustelle unmöglich. Man kam aber zur Annahme, auf „Hiereboesch" habe in römischer Zeit eine Ziegelmanufaktur gestanden. Die dort verlaufende römische Straße Reims-Trier konnte bei dieser Gelegenheit an zwei Stellen geschnitten und im Profil aufgezeichnet werden.

---> vgl.: Schnitte durch die Reims-Trier am "Hierebësch"

Im Jahre 2002 wurden im Rahmen der Erweiterung des Gewerbegebietes zwischen Mamer und Capellen umfangreiche Baggerarbeiten zum Anlegen von Straßen sowie Erdaushubarbeiten eingeleitet.


Beginn der Grabung im Juni 2002

Grabungsbeginn im Juni 2002

Mit Erlaubnis des Grundstückeigentümers Henri Hilgert und einer Grabungserlaubnis ausgestellt vom damaligen Museumsdirektor Paul Reiles und unter der Aufsicht des Archäologen Jean Krier beginnen die "D'Georges Kayser Altertumsfuerscher" in der letzten Juniwoche 2002 mit der Ausgrabung. Suchgräben werden über das gesamte, von den Baumaßnahmen betroffenen Industriegelände, angelegt. Dabei zeichnet sich eine deutliche Fundkonzentration im westlichen Bereich, angrenzend an die Firma Rommes, ab. An dieser Stelle wird der Ackerboden mit schwerem Gerät großflächig abgetragen. An verschiedenen Stellen liegen die Dachziegel so kompakt, dass man den anstehenden Lehmboden nur noch vermuten kann. Die überaus zahlreichen aufgefundenen Fehlbrände lassen unweigerlich auf eine Ziegelmanufaktur schließen.

Im Südteil des Areals gelingt es, die von Westen nach Osten verlaufende römische Fernstraße Reims-Trier auf einer Länge von 100 Metern freizulegen und an mehreren Stellen zu schneiden. Es war möglich, eine Gesamtfläche von rund 50 Ar zu untersuchen.


Grabungsgelände mit dem Gebäude des “Miwwel- a Kichechef” im Hintergrund

Capellen-Hiereboesch, Grabungsgelände Ofen I Capellen-Hiereboesch, Grabungsgelände Ofen I

Grabungsgelände am Ofen I


Quellen:

[Adam, Ziegelmanufaktur I]
Joël Adam, Eine römische Ziegelfabrik zwischen Mamer und Capellen, in: Den Ausgriewer 2003, Nummer 13.

[Adam, Ziegelmanufaktur II]
Joël Adam, Abschluss der Ausgrabung der römischen Ziegelmanufaktur zwischen Mamer und Capellen, in: Den Ausgriewer 2004, Nummer 14.

[Adam, Ziegelmanufaktur III]
Joël Adam, Erneuter Grabungseinsatz auf dem Gelände der römischen Ziegelfabrik in Capellen-„Hiereboesch“, in: Den Ausgriewer 2009, Nummer 19.

[Bonifas, 2004]
Jacques Bonifas, Aussergewöhnlicher Schwertransport mit antikem Kulturgut, in: Den Ausgriewer 2004, Nummer 14.

[Bonifas-Lippert, 2007]
Jacques Bonifas, Vic Lippert, Das Innenleben de Ziegelofens von Capellen-Hiereboesch, in: Den Ausgriewer 2007, Nummer 17.

Einige Weblinks zum Thema römische Ziegeleien und Ziegelherstellung:

Alle Fotos und Zeichnungen, wenn nicht anders angegeben:
©
"D'Georges Kayser Altertumsfuerscher" (GKA)

 
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